Kurzpässe Kahn kritisiert Bayern, Maradona freut sich auf Gehalt

Oliver Kahn hat zum Rundumschlag gegen seinen ehemaligen Verein FC Bayern München ausgeholt. Diego Maradona erwartet bei seinem neuen Trainerjob in Dubai "gutes Geld". Und: Petri Pasanen bleibt möglicherweise doch in Bremen.

Ex-Nationaltorwart Kahn: "Diese Summe ist exorbitant hoch"
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Ex-Nationaltorwart Kahn: "Diese Summe ist exorbitant hoch"


Hamburg - Oliver Kahn attackiert den FC Bayern. Für ihn sei es unverständlich, dass man für Manuel Neuer "irgendwelche Mondsummen" bezahlen will. Zuletzt war für den Nationaltorwart vom FC Schalke eine Ablöse in Höhe von 18 Millionen Euro im Gespräch. "So eine Summe für einen Spieler, der nächstes Jahr ablösefrei wäre, ist exorbitant hoch", sagte Kahn der "Bild"-Zeitung.

Bei Sport1 übte der 41-Jährige zudem Kritik an der Verpflichtung von Trainer Jupp Heynckes, der vom Tabellenzweiten Leverkusen nach München wechselt. Heynckes sei keine "nachhaltige Lösung", mit der man über sechs oder sieben Jahre planen könne. Der 66-jährige Heynckes hatte seine Trainerlaufbahn 2007 ursprünglich schon beendet und war dann 2009 nach der Entlassung von Jürgen Klinsmann als Interimstrainer zu den Bayern gekommen.

Diego Maradona freut sich auf seine neue Aufgabe und über die Bezahlung als Trainer des Erstligisten Al-Wasl in den Vereinigten Arabischen Emiraten. "Es bietet mir die Chance in einem Land mit vielleicht nicht so vielen Stars, aber es gibt eine Mannschaft zu führen und gutes Geld", sagte der Argentinier. Nach Informationen der "Neuen Züricher Zeitung" beträgt das Vertragsvolumen des kompletten Trainerstabs sechs Millionen Euro pro Jahr. Al-Wasl wurde in der arabischen "Premier Divsion" bereits siebenmal Meister, verfügt aber über eine Mannschaft ohne international bekannte Spieler.

Die Aufmerksamkeit bei seinem neuen Arbeitgeber nutzte Maradona dazu, gegen seinen Nachfolger als argentinischer Nationalcoach, Sergio Batista, nachzutreten. Den Ausschlag für seine Verbalattacke gab die Nicht-Nominierung von Stürmer Carlos Tevez (Manchester City) für die Copa America. "Die Sache mit Carlos verstehe ich nicht", sagte Maradona. "Wenn jemand sagt, es gebe einen besseren Stürmer als Tevez, muss er betrunken oder bescheuert sein."

Bei Werder Bremen bahnt sich eine überraschende Wende im Fall Petri Pasanen an. Der Innenverteidiger war beim letzten Heimspiel gegen Borussia Dortmund vor knapp zwei Wochen offiziell verabschiedet worden. Nun soll der Finne möglicherweise doch einen neuen Vertrag erhalten. "Ich will das nicht leugnen", sagte Klaus Allofs der "Bild"-Zeitung. "In der Innenverteidigung ist die personelle Situation nicht so hervorragend. Und mit Petri waren wir immer zufrieden." Ein Sprecher der "Sports Entertainment Group", die Pasanen berät, bestätigte auf Nachfrage von SPIEGEL ONLINE das Interesse des 30-Jährigen: "Petri spielt seit sieben Jahren in Bremen, natürlich kann er sich vorstellen, dort weiterzuspielen." In den nächsten Tagen und Wochen würden deshalb weitere Gespräche geführt. In der vergangenen Saison kam Pasanen auf 24 Bundesliga-Einsätze.

Frauen-Bundesligist FCR Duisburg hat den auslaufenden Vertrag mit Marina Himmighofen um ein Jahr verlängert. Die 26-jährige Abwehrspielerin bestritt in der vergangenen Saison 20 Partien für Duisburg. Der FCR war in diesem Jahr in der Ersten Liga Dritter geworden und hatte zudem das Halbfinale der Champions League erreicht. Dort unterlag man Turbine Potsdam.

leh/dpa/sid

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