Kurzpässe Klimowicz will zum BVB, Sinkiewicz wechselt die Rheinseite

Ein Argentinier hat sich glänzend mit Michael Zorc unterhalten. Bayer Leverkusen verstärkt sich mit dem dritten neuen Spieler für die kommende Saison. Der Liga-Chef möchte mehr Geld vom DFB. Im italienischen Wettskandal hat die Staatsanwaltschaft Neapel Anklagen erhoben.


Hamburg - Stürmer Diego Klimowicz drängt auf einen Wechsel vom VfL Wolfsburg zu Borussia Dortmund. "Ich möchte zu Dortmund gehen. Die Borussia ist ein super Verein, und ich habe mit Manager Michael Zorc ein gutes Gespräch gehabt. Er setzt auf mich", sagte der Argentinier den "Wolfsburger Nachrichten". Klimowicz soll vom BVB einen unterschriftsreifen Vertrag über zwei Jahre vorliegen haben. Der VfL will aber erst nach einem weiteren Gespräch mit Klimowicz entscheiden, ob man bereit ist, ihn abzugeben. Als Ablösesumme sind rund 1,5 Millionen Euro im Gespräch.

Stürmer Klimowicz: "Ich möchte zu Dortmund gehen"
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Stürmer Klimowicz: "Ich möchte zu Dortmund gehen"

Klimowicz hat noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2008 bei den Niedersachsen. In 148 Bundesligapartien erzielte der Angreifer 57 Tore. Möglichen Ersatz für den 32-Jährigen hat der VfL aber wohl schon gefunden. Angeblich sind die Niedersachsen an Walter Pandiani vom Uefa-Cup-Finalisten Espanyol Barcelona und an Francisco Miccoli interessiert. Der Italiener ist derzeit von Juventus Turin an Benfica Lissabon ausgeliehen.

Der Wechsel von Nationalspieler Lukas Sinkiewicz zu Bayer Leverkusen ist perfekt. Der Abwehrspieler vom Zweitligisten 1. FC Köln unterschrieb einen Vierjahresvertrag bis zum 30. Juni 2011 und ist nach Theofanis Gekas (VfL Bochum) und dem Chilenen Arturo Vidal (Colo Colo) der dritte Neuzugang des Werksclubs für die neue Saison. "Bayer Leverkusen ist eine Topadresse in Deutschland. Der Club spielt in der kommenden Saison im Uefa-Cup, das ist sehr reizvoll. Bayer hat eine sehr gute junge Mannschaft mit viel Potenzial", erklärte 21-Jährige. Für seinen Wechsel zahlt Leverkusen 1,6 Millionen Euro an Köln.

"Wir werden noch den einen oder anderen Ergänzungsspieler suchen, um den Kader breiter aufzustellen", sagte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser. Die Leverkusener sollen zudem immer noch bestrebt sein, Nationalstürmer Patrick Helmes schon im Sommer aus Köln loszueisen. Dafür soll ein Gebot von drei Millionen Euro Ablöse im Raum stehen. Köln hatte aber betont, dass Helmes seinen Vertrag bis 2008 in der Domstadt erfüllen werde. Der Wechsel von Helmes im Sommer 2008 nach Leverkusen ist bereits beschlossen.

Neil Warnock ist als Teammanager von Sheffield United zurückgetreten. Der Aufsteiger hatte am Sonntag eine 1:2-Heimniederlage gegen Wigan Athletic kassiert und steht deshalb als dritter Absteiger nach dem FC Watford und Charlton Athletic fest. "Es ist eine traurige Situation. Aber es ist das Richtige für Sheffield United. Aber wenn das Sonntag nicht passiert wäre, wäre ich auch nicht gegangen", sagte Warnock. Er war seit 1999 Teammanager bei Sheffield United. Seine Nachfolge soll Assistent Stuart McCall übernehmen.

Die DFL will den Grundlagenvertrag mit dem DFB überprüfen. "Die Finanzströme zwischen DFB und DFL sind nach sieben Jahren des Zusammenwirkens bearbeitungsbedürftig", erklärte Liga-Präsident Wolfgang Holzhäuser. Der Geschäftsführer von Bayer Leverkusen ist unzufrieden mit der Summe, die der DFB nach der bisherigen Vereinbarung an den Profifußball abgibt. Zudem hofft er, in Zukunft größere Einnahmen durch die Vergabe der Fernsehrechte zu erzielen. Dies könne jedoch zu Lasten der öffentlich-rechtlichen Sender gehen. "Free-TV ist nun mal keine heilige Kuh", sagte Holzhäuser.

Die Staatsanwaltschaft Neapel hat neun Spieler und Funktionäre sowie einen Wett-Organisator im italienischen Wettskandal wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und Sportbetrugs angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, drei Serie-A-Spiele in der Saison 2003/04 manipuliert und dabei hohe Geldsummen mit Fußballwetten verdient zu haben. Es handle sich um die Partien Chievo gegen Siena, Modena gegen Sampdoria Genua und Chievo gegen Modena berichtet "La Gazzetta dello Sport". Bekanntester Angeklagter ist Ex-Profi Stefano Bettarini von Sampdoria Genua. Für die ebenfalls verdächtigten Vereinspräsidenten des FC Modena, Romano Amadei und Doriano Tosi, beantragte die Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfahrens.

wit/sid/dpa



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