Kurzpässe Klinsmann will Ruhe, Rummenigge den ewigen Magath

Zwar hatte Bundestrainer Jürgen Klinsmann gestattet, dass über ihn ein Buch geschrieben wurde – eine journalistische Berichterstattung über sein Privatleben will er jedoch nicht. Bei FC Bayern sind sie dafür so zufrieden über Trainer Magath, dass sie über ein Novum nachdenken. Und Ronaldinho ist einfach nur bescheiden.


Hamburg - Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef des FC Bayern München, kann sich vorstellen, Felix Magath einen unbefristeten Vertrag als Bayern-Trainer zu geben. Rummenigge bezeichnete Magath als Glücksfall für den Club, der Club sei wiederum ein Glücksfall für Magath. Der Trainer ist noch bis 2007 an die Bayern gebunden. Einen unbefristeten Trainervertrag hatte in der Bundesliga bisher nur Otto Rehagel beim SV Werder Bremen.

Bundestrainer Klinsmann: Abschottung seines Privatlebens
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Bundestrainer Klinsmann: Abschottung seines Privatlebens

Jürgen Klinsmann wehrt sich gegen eine Berichterstattung über seine Familie. Per Pressemitteilung forderte der Bundestrainer die Journalisten auf, seine "Privat- und Persönlichkeitssphäre seiner Familie uneingeschränkt zu respektieren". Dazu gehöre auch der "Verzicht auf Text-, Bild- und TV-Berichterstattung von privaten und persönlichen Angelegenheiten", teilte Klinsmann mit. Sämtliche Verstöße würde er konsequent verfolgen. Anlass dieser Erklärung sind offenbar diverse Angebote von amerikanischen Journalisten an deutsche Medien mit Fotos und Texten über Klinsmanns Privatleben in Huntington Beach im US-Bundesstaat Kalifornien. Klinsmann hatte auch als Spieler stets auf Abschottung seines Privatlebens gepocht. Kleine Einblicke in das Leben des heutigen Bundestrainers gestattet immerhin die Biographie "Stürmer - Trainer - Weltmeister", geschrieben vom "FAZ"-Journalisten Michael Horeni, die vor wenigen Wochen auf den Markt gekommen ist.

Das Skandalspiel im spanischen Pokal zwischen dem FC Valencia und Deportivo La Coruña wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit wiederholt. Das hat der spanische Fußballverband RFEF entschieden. Die Viertelfinalpartie war gestern Abend in der 44. Minute abgebrochen worden, weil ein Schiedsrichterassistent von einer Münze am Kopf getroffen und verletzt wurde. Die Münze hatte offenbar ein Valencia-Fan von der Tribüne geworfen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der FC 1:0 geführt. Über eine Bestrafung für den Verein hat der RFEF noch nicht entschieden.

Ronaldinho wurde zwar schon zweimal zum Weltfußballer gewählt, doch er selbst sieht sich nicht einmal als den besten Spieler bei seinem Club FC Barcelona. "Ich mache, was ich kann, die anderen machen die Dinge, die ich nicht kann", sagte der Brasilianer dem Magazin "Player". Amüsiert bis verwundert ist der 25 Jahre alte Ausnahmefußballer von seiner Popularität. Wenn ihn Menschen erkennen würden, dann sähe es so aus, als erlitten sie dabei einen Schwächeanfall. "Manche schreien auch, wenn sie mich sehen", sagte Ronaldinho.

Der 1. FC Nürnberg muss im ersten Bundesligaspiel nach der Winterpause auf seinen Torjäger Stefan Kießling verzichten. Der mit sechs Toren bisher treffsicherste Stürmer des "Club" ist an einer eitrigen Angina erkrankt.

Markus Babbel bleibt beim Bundesligisten VfB Stuttgart. Obwohl der 32 Jahre alte Abwehrspieler von Trainer Giovanni Trapattoni in der Hinrunde lediglich auf vier Einsätze kam, verlängerte der frühere Nationalpieler seinen Vertrag bei den Schwaben vorzeitig bis 2007. Am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) gegen den MSV Duisburg wird Babbel aber wohl erneut auf der Ersatzbank sitzen.



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