Kurzpässe Kluivert geht nach Nijmegen, Liverpool verpflichtet Poulsen

Der ehemalige niederländische Nationalspieler Patrick Kluivert wird neuer CO-Trainer beim Ehrendivisionär NEC Nijmegen. Christian Poulsen wechselt von Juventus Turin zum FC Liverpool, das DFB-Pokal-Spiel gegen Bayern München füllt die Kasse von Fünftligist TSV Germania Windeck.

Patrick Kluivert: Neuer Co-Trainer in Nijmegen
AFP

Patrick Kluivert: Neuer Co-Trainer in Nijmegen


Hamburg - Der frühere niederländische Stürmerstar Patrick Kluivert startet eine Karriere als Trainer. Beim Ehrendivisionär NEC Nijmegen hat der 34-Jährige einen Job als Co-Trainer erhalten und einen Vertrag für ein Jahr unterschrieben. Nach seinem Karriereende vor zwei Jahren hatte Kluivert 2009 in den Niederlanden seinen Trainerschein erworben. Als Spieler ist der einstige Torjäger mit 40 Treffern in 79 Länderspielen immer noch Rekordschütze der Niederländer.

Mit Ajax Amsterdam gewann er unter anderem die Champions League und den Weltpokal, nach einem Gastspiel beim AC Mailand spielte er von 1998 bis 2004 beim FC Barcelona, mit dem er spanischer Meister wurde. Danach folgten die Stationen Newcastle United, FC Valencia, PSV Eindhoven und OSC Lille, wo er jedoch wegen zahlreicher Verletzungen nur wenige Einsätze hatte.

Der frühere Schalker Christian Poulsen wechselt vom italienischen Rekordmeister Juventus Turin zum englischen Rekordchampion FC Liverpool. Die "Reds" zahlen für den 74-maligen dänischen Nationalspieler 5,5 Millionen Euro in zwei Raten. Das gab Juventus bekannt. Poulsen hatte in der Bundesliga zwischen 2002 und 2006 für Schalke 111 Spiele absolviert und war danach zum FC Sevilla gewechselt, mit dem er 2007 den Uefa-Cup gewann. 2008 hatte Juventus den Dänen für zehn Millionen Euro aus Sevilla nach Turin geholt.

Titelverteidiger und Rekordgewinner Bayern München wird für den TSV Germania Windeck zur großen Zugnummer. Für das Erstrundenspiel im DFB-Pokal am Montag (18 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) in Köln hat der fünftklassige Verein bis Donnerstag schon mehr als 32.000 Eintrittskarten verkauft. Allein in der 20.000-Einwohner-Gemeinde Windeck gingen über 10.000 Tickets über den Tisch, wie Geschäftsstellenleiter Willi Willmeroth sagte. "An Bareinnahmen haben wir hier schon über 100.000 Euro erzielt", ergänzte Willmeroth. Der erwartete Gesamterlös aus dem "Jahrtausendspiel", wie Germania-Präsident Heinz Georg Willmeroth die Partie bezeichnete, sei noch nicht zu beziffern.

Drittliga-Partie zwischen Saarbrücken und Jena hat trauriges Nachspiel

Nach der Massenschlägerei beim Drittliga-Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken hat der FC Carl Zeiss Jena für Freitag eine Krisensitzung mit der Polizei und dem Fanprojekt angekündigt. "Dort sollen die Vorfälle besprochen und ausgewertet werden. Vorher werden wir keine Auskunft geben", sagte Jenas Sprecher Andreas Trautmann am Donnerstag. Tags zuvor hatten sich nach der 0:7-Niederlage Jenas rund 150 Anhänger beider Vereine eine Schlägerei geliefert.

Nach Angaben der Polizei stürmten etwa 80 Jenaer Anhänger außerhalb des Stadions auf einen Bus und Autos der Gästezuschauer zu. Die Saarbrücker drängten ihrerseits aus dem Bus auf die Straße, 70 von ihnen prügelten sich mit den Angreifern. Mit Stöcken und Reizgas konnte die Polizei die Gruppierungen voneinander trennen. Bereits direkt nach Schlusspfiff hatten beide Lager im Stadioninnenraum eine Auseinandersetzung anzetteln wollen, dies hatten Ordner und Einsatzkräfte zunächst noch verhindert.

Drei Tatverdächtige aus den Jenaer Reihen wurden in Gewahrsam genommen, gegen sie wird wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Sie hatten während des Spiels mit Steinen geworfen, die gegnerischen Fans jedoch nicht getroffen. Zudem wurden Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs gegen unbekannt aufgenommen. Bei dem Einsatz wurden drei Beamte leicht verletzt.

Da die Vorfälle vorwiegend außerhalb des Stadions stattfanden, rechnet der Verein nicht mit Sanktionen durch den DFB. Fußballvereine sind "generell für das, was außerhalb des Stadions passiert, nicht zur Verantwortung zu ziehen", sagte Trautmann dem Radiosender Antenne Thüringen. Der Verein sei nur für die Sicherheit innerhalb des Stadions zuständig und haftbar zu machen. Was außerhalb passiere, sei zumindest nach der DFB-Sportgerichtsbarkeit nicht relevant, erklärte Trautmann.

mib/dpa/sid



© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.