Kurzpässe Köln holt Andrézinho, Helmes fordert Stammplatz

Der 1. FC Köln hat den brasilianischen Verteidiger Andrézinho von Vitoria Guimaraes verpflichtet. Stürmer Patrick Helmes von Bundesligist Bayer Leverkusen hält sich für zu gut für die Bank, der ehemalige Schalker Kevin Kuranyi hat seinen ersten Treffer für Dynamo Moskau erzielt.

Brasilianischer Verteidiger Andrézinho: Wechsel zum 1. FC Köln
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Brasilianischer Verteidiger Andrézinho: Wechsel zum 1. FC Köln


Hamburg - Bundesligist 1. FC Köln hat den brasilianischen Außenverteidiger Andrézinho verpflichtet. Wie der Verein mitteilte, erhält der 28-Jährige einen Zweijahresvertrag. Andrézinho spielte zuletzt beim portugiesischen Erstligisten Vitoria Guimaraes. "Er ist ein Außenverteidiger mit Drang nach vorne, flexibel einsetzbar, sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite, und verfügt über eine sehr gute Technik. Andrézinho passt genau in unser Anforderungsprofil und stellt somit eine wertvolle Verstärkung dar", sagte Kölns Manager Michael Meier.

Nationalspieler Patrick Helmes hat einen Stammplatz bei Bundesligist Bayer Leverkusen gefordert. "Ich habe nie lange draußen gesessen, wenn ich fit war. Für die Bank bin ich zu gut", sagte Helmes dem "Kicker". Der 26-Jährige hatte sich im Juni 2009 das Kreuzband gerissen. Nach seinem Comeback schaffte er es nicht, Stefan Kießling und Eren Derdiyok zu verdrängen. "Ich bin stärker als vor meiner Verletzung", sagte Helmes, der auch eine Rückkehr in die Nationalmannschaft plant und als Fernziel die Teilnahme an der EM 2012 in Polen und der Ukraine angibt: "Ich hatte bei der WM zwischendurch SMS-Kontakt mit Stefan Kießling, ansonsten habe ich das Ganze recht entspannt aus der Ferne verfolgt, wie schon 2008 die EM. Aber 2012 ist das nächste große Turnier - und aller guten Dinge sind drei."

Der ehemalige Schalker Kevin Kuranyi hat für seine neue Mannschaft Dynamo Moskau im ersten Einsatz von Beginn an gleich ein Tor geschossen. Im Testspiel beim AS Monaco (1:3) erzielte der frühere Bundesliga-Profi in der 23. Minute den Ausgleich für den russischen Erstligisten. "Es ist schön, getroffen zu haben", schrieb Kuranyi nach der Partie am Mittwochabend auf seiner Homepage. "Aber mir ist es trotzdem immer lieber, ich treffe nicht - und wir gewinnen dafür."

Dynamo-Trainer Miodrag Bozovic zeigte sich erfreut von der Leistung Kuranyis, der wegen Trainingsrückstands in der 61. Minute ausgewechselt wurde. "Er verfügt über ausgezeichnete Qualitäten und hat gezeigt, dass er eine wirkliche Verstärkung ist", sagte der Bozovic. Kuranyis erster Pflichtspiel-Einsatz ist vermutlich an diesem Samstag im Heimspiel gegen Samara. Nach 14 Spieltagen liegt Dynamo auf dem 9. Platz der russischen Liga mit 16 Teams.

Nach der Meisterschaft und dem Ligapokal hat Olympique Marseille in Frankreich auch den Supercup gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Didier Deschamps setzte sich am späten Mittwochabend in Tunesien gegen Pokalsieger Paris St. Germain 5:4 im Elfmeterschießen durch. Die reguläre Spielzeit war vor 55.000 Zuschauern im Stade du 7 Novembre in Radès unweit von Tunis torlos ausgegangen. Marseilles Mittelfeldmann Edouard Cissé verwandelte den entscheidenden sechsten Elfmeter seines Teams, nachdem PSG-Routinier Ludovic Giuly zuvor versagt hatte.

Reinaldo Rueda hat seinen Vertrag als Nationaltrainer von WM-Teilnehmer Honduras nicht verlängert. "Ich habe zwei Tage intensiv mit dem Präsidenten gesprochen und bin zu der Entscheidung gekommen, dass es besser ist, nicht weiterzumachen", sagte der 53-jährige Kolumbianer. Rueda bestätigte, dass er verschiedene Angebote aus Mittelamerika und aus Ecuador vorliegen habe: "Ich werde mir die nötige Zeit nehmen, die richtige Entscheidung zu treffen."

Zum Saisonstart wird auch in der 2. Bundesliga ein Fairplay-Wettbewerb eingeführt. Wie in der 1. Bundesliga werden neben den Gelben und Roten Karten auch Kriterien wie "Respekt gegenüber dem Gegner" oder das "Verhalten von Mannschaftsoffiziellen" beurteilt. Die Bewertung erfolgt durch den offiziellen Schiedsrichter-Coach des Deutschen Fußball-Bundes nach jedem Spiel. Die drei fairsten Zweitliga-Teams werden mit einem Preisgeld ausgezeichnet, das in die Nachwuchsarbeit investiert werden muss. Der Sieger des Wettbewerbs erhält 25.000 Euro, der Zweitplatzierte 15.000 Euro und der Dritte 10.000 Euro.

mib/dpa/sid



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