Kurzpässe Kuranyi zögert, Pantelic-Berater beklagt Mobbing

Schalke würde gerne mit Kevin Kuranyi verlängern, doch der Stürmer will sich noch nicht festlegen. Marko Pantelics Berater wittert bei Hertha eine Verschwörung gegen seinen Mandanten. Die Bayern wollen Bastian Schweinsteiger nicht unter allen Umständen halten.


Hamburg - "Ich entscheide mich erst im nächsten Jahr im Sommer, ob ich bleibe oder gehe. Wir haben im Moment wichtigere Dinge im Kopf. Es steht ein schweres Spiel an, das wir gewinnen wollen", sagte Kevin Kurayni vor der Heimbegegnung im Uefa-Cup am Donnerstag gegen Manchester City (19 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Der Berater des 26 Jahre alten Ex-Nationalspielers, Roger Wittmann, hatte Kuranyi in der "Bild"-Zeitung empfohlen, wegen der fortdauernden Kritik der Schalker Fans den Club zu verlassen. "Das entscheidet nicht Herr Wittmann", fügte Kuranyi hinzu, "er hat mit mir darüber nicht gesprochen." Der Vertrag des früheren Stuttgarters läuft noch bis 2010, Schalke-Manager Andreas Müller möchte verlängern: "Wir lassen uns von den Pfiffen nicht beirren."

Schalke-Stürmer Kuranyi (Mitte): Entscheidung später
DDP

Schalke-Stürmer Kuranyi (Mitte): Entscheidung später

Bei Hertha BSC Berlin verdichten sich die Anzeichen für eine Trennung vom serbischen Torjäger Marko Pantelic zum Saisonende. Am Mittwoch warf Pantelic-Berater Wolfgang Müllenbrock Hertha-Trainer Lucien Favre vor, eine Kampagne gegen seinen Mandanten zu betreiben. "Ich habe den Eindruck, dass Marko gemobbt wird. Es ist wenig wahrscheinlich, dass er weiter unter einem Trainer spielt, der wenig Sympathien für ihn hegt", sagte Müllenbrock. Der Rechtsanwalt bemängelte die geringe Wertschätzung für Pantelic, der seit 2005 in Berlin spielt. "Marko hat sich sicherlich hier und dort Extravaganzen geleistet, die ich teilweise kritisiere. Das darf aber nicht zur Nichtbeachtung durch den Trainer führen", so Müllenbrock. Pantelics Vertrag endet im Sommer 2009.

Der FC Bayern München will um den von europäischen Spitzenclubs umworbenen Nationalspieler Bastian Schweinsteiger kämpfen. Doch eines steht für Manager Uli Hoeneß ebenfalls fest: "Wir wollen ihn nicht mit aller Macht halten, sondern mit den Möglichkeiten, die wir uns zutrauen. Wir werden sicherlich nicht Dinge machen, die wir nicht verantworten können." Der 24 Jahre alte Schweinsteiger kann die Bayern im Sommer 2009 ablösefrei verlassen. "Wir werden ihm ein vernünftiges Angebot machen, dann muss er sich entscheiden, ob er das annimmt oder nicht", betonte Hoeneß. Schweinsteiger bekräftigte am Mittwochabend nach dem 3:0-Sieg gegen Steaua Bukarest, dass Bayern München sein "erster Ansprechpartner" sei.

Schweinsteigers Teamkollege Martin Demichelis könnte im Bundesliga-Spitzenspiel am Samstag bei Bayer 04 Leverkusen fehlen. "Ich weiß noch nicht, ob ich spielen kann. Wir müssen von Tag zu Tag entscheiden", sagte der argentinische Abwehrspieler. Demichelis hatte sich am vergangenen Samstag beim 4:1-Sieg gegen Energie Cottbus eine Wadenverletzung zugezogen und musste in der Pause ausgewechselt werden. Gegen Bukarest zählte er nicht zum Kader. Der Belgier Daniel van Buyten vertrat ihn in der Münchner Innenverteidigung.

Mit einer Finanzspritze von 500.000 Euro hat Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp den Regionalligisten Waldhof Mannheim vor der Zahlungsunfähigkeit bewahrt. Der Viertligist führt zudem derzeit Gespräche mit den Spielern, um die Gehälter um 20 Prozent zu kürzen. Der Saisonetat des ehemaligen Bundesligisten beträgt drei Millionen Euro. "Die Zahlungsfähigkeit des Vereins ist jetzt sichergestellt. Die weiterhin bestehende Liquiditätslücke ist überschaubar und durch weitere gemeinsame Anstrengungen zu schließen", hieß es in einer Mitteilung des SV Waldhof. Milliardär Hopp hatte dem Club bereits 2007 300.000 Euro zugeschossen. Bundesliga-Tabellenführer 1899 Hoffenheim trägt bis zur Winterpause seine Heimspiele im Mannheimer Carl-Benz-Stadion aus, da die neue Arena in Sinsheim erst zur Rückrunde fertig ist.

Zweitligist FC Hansa Rostock hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinn von 3,2 Millionen Euro erwirtschaftet. Das teilte der Verein auf seiner Mitgliederversammlung mit. Trotz des Bundesliga-Abstiegs schrieb der ostdeutsche Traditionsverein somit zum ersten Mal seit drei Jahren wieder schwarze Zahlen. In dieser Zeit hatte der Club insgesamt drei Millionen Euro Schulden gemacht. Für die laufende Spielzeit planen die in Abstiegsgefahr geratenen Mecklenburger mit einem Verlust von 1,84 Millionen Euro.

ach/sid/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.