Kurzpässe Lästereien über Lehmann, Sperre für Schnitzler

"Wackeliges Comeback": Mehrere englische Medien haben Jens Lehmann nach seiner Leistung in der zweiten Mannschaft des FC Arsenal kritisiert. Der DFB hat den ehemaligen St.-Pauli-Profi René Schnitzler gesperrt. Außerdem: Werder-Stürmer Claudio Pizarro hat sich eine Bänderverletzung zugezogen.

Ex-Nationalspieler Lehmann: Wackeliger Auftakt bei Arsenal-Reserve
dapd

Ex-Nationalspieler Lehmann: Wackeliger Auftakt bei Arsenal-Reserve


Hamburg - Die Meinungen gehen auseinander: Während sich Torwart Jens Lehmann mit seinem Comeback beim englischen Top-Club FC Arsenal zufrieden zeigte, wurde er in den englischen Medien hart kritisiert. Die Boulevardzeitung "The Sun" etwa schrieb, er sei noch immer "der König der Pannen". Der Daily Express sprach von einem "wackligen Comeback" und einem "Alptraum" für Lehmann. "Für mich war es sehr gut, ein Spiel zu absolvieren", sagte hingegen der ehemalige Nationalkeeper. Der 41-Jährige hatte am Dienstag mit der zweiten Mannschaft des FC Arsenal gegen die Reserve des Premiere-League-Konkurrenten Wigan Athletic 1:2 verloren. Lehmann, der vor zwei Wochen von den "Gunners" bis zum Saisonende verpflichtet worden war, zeigte eine Glanzparade, ihm unterliefen aber auch Fehler.

Das DFB-Sportgericht hat den früheren Bundesliga-Profi René Schnitzler vorläufig gesperrt. Schnitzler ist nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) "dringend verdächtig, sich eines unsportlichen Verhaltens" im Zuge des Wettskandals schuldig gemacht zu haben. Vor dem DFB-Kontrollausschuss hatte Schnitzler eingeräumt, 2008 für fünf Meisterschaftsspiele des FC St. Pauli Manipulations-Absprachen mit einem Wettvermittler getroffen zu haben. Es liegen nach DFB-Angaben derzeit aber keine Anhaltspunkte dafür vor, dass Schnitzler tatsächlich Spielmanipulationen vorgenommen habe.

Claudio Pizarro vom Bundesligisten Werder Bremen hat sich im Länderspiel seines Heimatlandes Peru gegen Ecuador (0:0) eine Bänderverletzung im linken Sprunggelenk zugezogen. Der Stürmer wird Werder sieben bis zehn Tage fehlen. Für das Spiel am Samstag gegen den VfB Stuttgart (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) ist Pizarro aufgrund seiner fünften Gelben Karte ohnehin gesperrt. Es war das erste Länderspiel seit November 2007 für den 32-Jährigen. Damals war er vom Verband suspendiert worden. Ihm war vorgeworfen worden, nach einer Begegnung gegen Brasilien mit einigen Kollegen und in Damenbegleitung ausschweifend gefeiert zu haben.

Der englische Erstligist Tottenham Hotspur will im Kampf um das neue Londoner Olympiastadion nicht aufgeben. Der Club aus der Premier League verklagte nun die Olympiapark-Gesellschaft OPLC. Diese hatte im Februar entschieden, dass West Ham United nach den Olympischen Spielen 2012 in das 580 Millionen Euro teure Stadion der Sommerspiele einziehen darf. Eine OPLC-Sprecherin verteidigte den Vergabeprozess als "sehr gewissenhaft und transparent". Nun muss ein Gericht die Rechtmäßigkeit dieser Entscheidung überprüfen.

Bundesligist Hannover 96 muss am Samstag bei Borussia Dortmund (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) weiter auf Torwart Ron-Robert Zieler verzichten. Der Keeper absolvierte am Mittwoch ein individuelles Reha-Training. "Wir haben beschlossen, einen Gang runterzufahren", sagte Zieler. Wegen einer Schulterverletzung war er zuletzt zweimal durch Florian Fromlowitz vertreten worden, der im Spitzenspiel in Dortmund erneut im Tor des Tabellendritten stehen dürfte.

Die beiden Drittligisten Carl Zeiss Jena und Rot-Weiß Erfurt sind vom DFB-Sportgericht zu Geldstrafen verurteilt worden. Demnach muss Jena wegen unsportlichen Verhaltens der eigenen Fans eine Strafe in Höhe von 6000 Euro zahlen. Erfurt muss aus gleichem Grund 7500 Euro aufbringen. Jena-Fans hatten bei mehreren Heimspielen Feuerwerkskörper und Rauchbomben gezündet. Der Verein wird das Strafmaß nach Aussage von Geschäftsführer Roy Stapelfeld akzeptieren. Erfurt werden insgesamt fünf Verstöße zur Last gelegt. Der DFB-Kontrollausschuss wies RWE darauf hin, dass dem Club beim nächsten Verstoß eine härtere Sanktion, etwa der Abzug von Punkten oder ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit, drohe.

Die Europäische Fußball-Union Uefa untersucht Vorfälle rund um das EM-Qualifikationsspiel zwischen der Türkei und Österreich (2:0) am Dienstagabend in Istanbul. Österreichs Torwart Jürgen Macho, der von 2005 bis 2007 beim 1. FC Kaiserslautern unter Vertrag stand, war von den türkischen Fans mit Gegenständen beworfen worden. Ein Uefa-Sprecher erklärte, dass man nach den Untersuchungen entscheiden werde, ob man ein Disziplinarverfahren eröffne.

klu/dpa/sid

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