Kurzpässe Lahm fehlt gegen Schalke, Bordon in München dabei

Schock für die Bayern, gute Nachricht für Schalke: Während beim Tabellenführer ein Abwehrspieler länger ausfällt, ist beim Vizemeister der Kapitän wieder fit. Ein bekannter englischer Club gehört dem Verband nicht mehr an.


Hamburg - Bayern München muss vermutlich bis Anfang Oktober auf Profi Philipp Lahm verzichten. Der Abwehrspieler, der sich gestern beim Training mit der deutschen Nationalmannschaft in Köln eine Innenbanddehnung im linken Knie zugezogen hatte, sagte heute nach einer weiteren Untersuchung: "Zwei Wochen soll ich das Knie nicht unnötig belasten. Die Bänder brauchen jetzt Ruhe, um sich zu erholen. Ich kann aber gehen und brauche keine Krücken."

Bayern-Profi Lahm (m.): "Knie nicht unnötig belasten"
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Bayern-Profi Lahm (m.): "Knie nicht unnötig belasten"

Lahm muss nun 14 Tage eine Schiene tragen. Wie lange der 35-malige Nationalspieler tatsächlich ausfallen wird, ist noch offen. Bei optimalem Heilungsverlauf könnte Lahm, der morgen sein Reha-Programm beginnen wird, Anfang Oktober wieder in den Spielbetrieb zurückkehren, heißt es von Seiten der Bayern. Damit würde er neben den beiden Länderspielen morgen in Wales und am Mittwoch gegen Rumänien auch vier Spiele in der Bundesliga sowie das Uefa-Cup-Hinspiel am 20. September gegen Belenenses Lissabon verpassen.

Schalke 04 kann in der Partie am 15. September bei Tabellenführer Bayern München (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) dagegen wieder Kapitän Marcelo Bordon einsetzen. Der Brasilianer, der wegen einer Knieverletzung beim 1:1 gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Freitag gefehlt hatte, hat das Mannschaftstraining wieder aufgenommen. "Flüssigkeit im Knie hat diese Schmerzen verursacht", erklärte der 31-Jährige. "Aber die sind nun komplett aus dem Gelenk heraus, ich habe überhaupt keine Probleme mehr." Weiter fehlen wird Mladen Krstajic, der gegen Leverkusen eine Knieverletzung erlitt und voraussichtlich noch mindestens drei Wochen ausfallen wird.

Nach Insolvenz und Sturz in die Drittklassigkeit ist Leeds United nun vom englischen Verband FA die Mitgliedschaft entzogen worden. Grund für die Maßnahme sei laut FA, dass Gläubiger außerhalb des Fußballgeschäfts von den neuen Club-Eignern noch nicht bezahlt wurden. Der Verein darf weiterhin in allen FA-Wettbewerben spielen, verliert aber sein Stimmrecht im Verband. Wegen der Insolvenz und des Besitzerwechsels musste Leeds die erste Drittliga-Spielzeit der Vereinsgeschichte bereits mit 15 Minuspunkten beginnen. Die ersten vier Saisonspiele hat die Mannschaft allerdings gewonnen.

Innenverteidiger Oleguer Presas vom spanischen Vizemeister FC Barcelona drohen bis zu drei Jahre Haft ohne Bewährung. Der 27-Jährige wurde gestern in seiner Heimatstadt Sabadell nahe Barcelona angeklagt, da er in einer Auseinandersetzung mit der Polizei mit Steinen auf die Ordnungshüter geworfen haben soll. Das bestätigte der zuständige Richter heute in der spanischen Presse. Der Vorfall ereignete sich bereits am 27. September 2003 in und vor der "Bar Bemba", in der nach der Sperrstunde lautstark weiter gefeiert wurde, bis die Polizei auftauchte. Ingesamt werden nun elf Personen wegen des Vorfalls, bei dem sieben Polizisten verletzt wurden, zur Verantwortung gezogen. Wann die Verhandlung stattfinden wird, steht noch nicht fest. Presas stammt aus der eigenen Jugend von "Barca" und spielt seit 2002 in der Profi-Mannschaft.

mt/sid

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