Kurzpässe Lange Sperre für Grafite, Feldkamp hört auf

Karl-Heinz Feldkamp räumt zum Saisonende seinen Posten als Trainer bei Galatasaray Istanbul. Seinen Nachfolger sucht er selbst. Ronaldo ist nach seiner Verletzung auf dem Weg der Besserung. Wolfsburg muss lange auf seinen besten Torjäger verzichten.


Hamburg - Karl-Heinz Feldkamp wird nach nur einem Jahr seinen Job als Trainer des türkischen Traditionsvereins Galatasaray Istanbul aufgeben. "Ich werde in der kommenden Saison nicht mehr als Cheftrainer tätig sein. Das habe ich mit unserem neuen Vorstandsvorsitzenden Adnan Polat ausgemacht", sagte der 73-Jährige.

Stürmer Grafite (r.): Lange Sperre
AP

Stürmer Grafite (r.): Lange Sperre

Der ehemalige Meistertrainer des 1.FC Kaiserslautern wird dem Club allerdings in einer anderen Funktion erhalten bleiben. "Ich bleibe Galatasaray treu. Ich habe die Aufgabe, den neuen Trainer zu finden und den Kader für die kommende Saison zusammenzustellen. Außerdem werde ich die Jugenarbeit leiten", sagte Feldkamp. Laut übereinstimmenden Berichten türkischer Medien gilt der frühere Bundesliga-Trainer Falko Götz als heißer Kandidat. Feldkamp hatte im Sommer 2007 den Trainerposten bei den Türken, für die er schon in den 90er Jahren arbeitete, übernommen. Galatasaray liegt derzeit punktgleich mit Tabellenführer Fenerbahce an der Tabellenspitze. Zuletzt hatte Feldkamp mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

Das DFB-Sportgericht hat wegen der Roten Karten gegen Grafite vom VfL Wolfsburg und Joris Mathijsen vom Hamburger SV erwartungsgemäß Spielsperren verhängt. Dabei traf es den brasilianischen Stürmer Grafite mit fünf Punktspielen ungleich härter, der niederländische Nationalspieler Mathijsen muss drei Meisterschaftsspiele pausieren. Die beiden waren im Punktspiel zwischen Wolfsburg und Hamburg am 22. März (1:1) wegen unsportlichen Verhaltens von Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer in der Schlussminute des Feldes verwiesen worden. Mathijsen hatte nach einem Zweikampf zunächst nachgetreten, Grafite sich revanchiert. Anders als der HSV, der dem Urteil bereits zugestimmt hat, wird der VfL Wolfsburg Einspruch einlegen.

Der MSV Duisburg hat sich für die Vorfälle beim Heimspiel am vergangenen Samstag gegen Hannover 96 bei Schiedsrichter Lutz Wagner entschuldigt. Der Referee war in der Begegnung von einem von den Rängen geworfenen Feuerzeug am Kopf getroffen worden, während Hannovers Torhüter Robert Enke verletzungsbedingt behandelt wurde. Gleichzeitig hat sich der abstiegsbedrohte Bundesligist in einer Pressemitteilung "mit Nachdruck von derartigen kriminellen Aktionen distanziert, die von einigen wenigen Chaoten verursacht werden".

41 Tage nach seiner schweren Operation an der Patellasehne im linken Knie kann der brasilianische Stürmer Ronaldo von Champions-League-Sieger AC Mailand bereits wieder ohne Krücken gehen. "Der Schmerz ist vorbei. Ich bin über die Fortschritte zufrieden", sagte der 31-Jährige auf der Internetseite des italienischen Traditionsclubs. Im Nachholspiel Mailands gegen US Livorno (1:1) am 13. Februar hatte sich der in seiner Karriere mehrfach von schweren Verletzungen geplagte WM-Rekordtorschütze (15 Treffer) nur drei Minuten nach seiner Einwechslung die Patellasehne gerissen. Nach Angaben seines Arztes kann Ronaldo das operierte Knie fast vollständig bewegen.

Das erste WM-Qualifikationsspiel zwischen Süd- und Nordkorea nach 15 Jahren endete ohne Sieger. Beide Teams trennten sich in Shanghai in einer hartumkämpften Partie 0:0. Die Begegnung fand nach Streitigkeiten zwischen den nationalen Verbänden auf Beschluss des Weltverbandes Fifa auf neutralem Boden in China statt. Südkoreas Trainer Huh Jung Moo äußerte sich nach dem Spiel enttäuscht über das Ergebnis. Er habe gehofft, drei Punkte holen zu können, sagte Huh. Beide Staaten befinden sich völkerrechtlich noch im Kriegszustand, da seit dem Ende des Korea-Krieges (1950-1953) noch immer kein Friedensvertrag geschlossen worden ist.

Der italienische Nationalspieler Mauro Camoranesi von Rekordmeister Juventus Turin verlängert seinen Vertrag bei der "alten Dame" um ein Jahr bis zum 30. Juni 2011. Der in Argentinien geborene Camoranesi spielt seit 2002 für Juve. In der laufenden Meisterschaft hat er vier Tore geschossen.

chp/sid/dpa



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