Kurzpässe Lincolns Karriere-Ende auf Schalke, Vehs Zweifel an Gomez-Comeback

Stuttgarts Trainer glaubt nicht an ein schnelles Comeback seines Nationalstürmers. Ein brasilianischer Regisseur denkt über das Ende seiner Laufbahn nach. Der Frankfurter Vorstand stärkt seinem Trainer den Rücken. In Freiburg muss die Polizei aufgebrachte Profis und Fans trennen.


Hamburg – Armin Veh zweifelt an einer Rückkehr seines Stürmers Mario Gomez in dieser Saison. "Um richtig fit zu werden, braucht man eigentlich genauso lange, wie die Verletzung gedauert hat. Selbst wenn er bald ins Mannschaftstraining einsteigt, wird es knapp", sagte der VfB-Trainer. Sechs Wochen nach seinem Innenbandanriss im Knie bereitet sich Gomez intensiv auf sein Comeback vor. In den kommenden zwei Wochen will der Stürmer wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Der 21-Jährige will unbedingt im Pokalfinale gegen Nürnberg am 26. Mai spielen.

VfB-Stürmer Gomez: will unbedingt im Pokalfinale dabei sein
DPA

VfB-Stürmer Gomez: will unbedingt im Pokalfinale dabei sein

"Das ist mein großes Ziel. Wir haben in der Liga zweimal gegen Nürnberg verloren, da haben wir noch was gut zu machen. Wir wollen unbedingt den Pokal", so Gomez. Zudem hofft er auf eine Nominierung für die EM-Qualifikationsspiele gegen San Marino in Nürnberg (2. Juni) und gegen die Slowakei vier Tage später in Hamburg.

Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen hat eine baldige Trennung von Trainer Friedhelm Funkel ausgeschlossen. "Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass Herr Funkel weiter unser Vertrauen hat", sagte Bruchhagen der "Frankfurter Rundschau". Nach der Heimniederlage gegen Bochum (0:3) hatten die Eintracht-Fans lautstark den Rauswurf Funkels gefordert. Zudem war der Trainer in die Kritik geraten, weil er Mittelfeldspieler Albert Streit aus dem Kader gestrichen hatte. Frankfurt belegt derzeit den 14. Tabellenplatz und hat nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge. Bruchhagen bestritt derweil Kontakte zu anderen Trainern. "Es gibt immer auch einen Fairness- und Ehrenkodex. Den würde ich nie verletzen." Der 58-Jährige bereut allerdings, den Kader der Eintracht in der Winterpause nicht ausreichend verstärkt zu haben. "Hätte ich gewusst, dass Christoph Preuß und Patrick Ochs verletzt ausfallen, hätte ich jemanden für die rechte Seite geholt", sagte er.

Mittelfeldregisseur Lincoln möchte bis zum Ende seiner Laufbahn für den FC Schalke spielen. "Ich weiß, was Schalke mir bedeutet. Ich würde meine Karriere gerne auf Schalke beenden - wenn ich die Möglichkeit dazu habe", sagte der Brasilianer dem "Kicker". "Ich denke, dass ich noch vier Jahre spiele. Mehr kann ich mir derzeit nicht vorstellen", so der 28-Jährige. Für die neue Saison fordert Lincoln Verstärkungen beim Tabellenführer. "Jede Mannschaft muss in jedem Jahr stärker gemacht werden. Das ist die Kunst. Die Ziele bleiben hoch. Die Konkurrenten werden sich auch verstärken", sagte er. Lincoln hat auf Schalke noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2008.

Polizei muss Freiburger Profis und Fans trennen

Aufgrund der Entlassung von Trainer Volker Finke zum Saisonende nach 16 Jahren Amtszeit droht die Lage beim Zweitligisten SC Freiburg zu eskalieren. Nach der 1:3-Niederlage der Breisgauer gegen den FC Carl Zeiss Jena am Sonntag kamen sich die SC-Profis Youssef Mohamad und Roda Antar und Gegner von Noch-Trainer Finke nach Polizeiangaben "bei einem Scharmützel bedrohlich nahe".

"Die beiden Spieler hatten Rufkontakt zu den Fans. Bevor Spieler und Fans, die sich offenbar contra Trainer Finke geäußert hatten, körperlich aufeinander losgehen konnten, ist die Polizei dazwischen gegangen", sagte der Freiburger Polizeisprecher Karl-Heinz Schmid auf sid-Anfrage. Die Fans aus der Nordkurve hatten die Spieler bereits während der 90 Minuten mit Rufen nach dem neuen Trainer Robin Dutt provoziert. Antar, Mohamad und auch der Georgier Alexander Iaschwili hatten sich in den vergangenen Wochen mehrfach dafür ausgesprochen, dass Finke über das Saisonende hinaus Coach beim Sportclub bleiben soll. Iaschwili hat sogar unabhängig vom sportlichen Ausgang der Saison bereits seinen Abgang angekündigt.

maa/dpa/sid

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