Kurzpässe Löw will mehr Trainer, Metzelder sein weißes Trikot

Joachim Löw fordert mehr Trainer. Christoph Metzelder muss sich gedulden. David Odonkor hat einen neuen Berater. Pelé spielt für Nelson Mandela. Und ein Bayern-Schreck hofft darauf, in der zweiten englischen Liga gegen den eigenen Sohn antreten zu können.


Hamburg - Bundestrainer Löw hat die Vereine der Bundesliga zu höheren Investitionen in ihren Trainerstab aufgefordert. "Ich verfechte seit vielen Jahren die Meinung, dass mehr in die Trainer investiert werden muss", sagte Löw dem "Kicker". Es nütze nichts, "noch zwei oder drei Profis dazuzukaufen, bis ich 30 Leute habe. Schon bei 25 Spielern reichen aber zwei Trainer nicht, um ein hochwertiges Training zu garantieren", sagte Löw. Es sei wichtig, in den Trainerstab zu investieren und sich zu spezialisieren.

Immernoch kein weißes Trikot: Christoph Metzelder
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Immernoch kein weißes Trikot: Christoph Metzelder

Als Vorbild nennt Löw den Trainerstab der Nationalmannschaft, den er mit seinem Vorgänger Jürgen Klinsmann um Spezialisten wie Fitness- oder Techniktrainer erweitert hatte. "Ich als Trainer kenne mich in den Bereichen Ausdauer und Schnelligkeit nicht so aus, also brauche ich Spezialisten und Beratung", sagte Löw. Den deutschen Fußball sieht er bei diesen Bemühungen noch am Anfang.

Nationalverteidiger Metzelder muss sich bis zu seinem ersten öffentlichen Auftritt im weißen Trikot Real Madrids noch ein wenig gedulden. Die für morgen geplante Vorstellung des 26 Jahre alten Ex-Dortmunders wurde auf kommende Woche verschoben, weil die "Königlichen" vor einer Präsentation Metzelders zunächst ihren neuen Trainer vorstellen wollen. Aller Voraussicht nach handelt es sich dabei um Bernd Schuster, zuletzt Trainer des FC Getafe und von 1988 bis 1990 selbst Spieler bei Real Madrid.

Metzelder hat bei Real einen Dreijahresvertrag mit einer Option auf ein weiteres Jahr unterschrieben. Jährlich soll der 32-malige Nationalspieler ein Gehalt in Höhe von rund drei Millionen Euro netto kassieren. Nach Schuster, Ulli Stielike, Paul Breitner, Günter Netzer und Bodo Illgner ist Metzelder der sechste Deutsche, der für den Rekord-Europapokalsieger spielen wird.

David Odonkor vom spanischen Erstligisten Betis Sevilla hat einen neuen Berater. Die Interessen des Nationalspielers werden nun von Norbert Pflippen vertreten. Zuvor hatte sein langjähriger Berater Kon Schramm die Zusammenarbeit mit Odonkor beendet. Als Grund gab er Wechselabsichten des Nationalspielers an. Der 23-Jährige war erst vor einem Jahr für 6,2 Millionen Euro Ablöse von Borussia Dortmund nach Südspanien gewechselt, konnte sich bei Betis aber nie einen Stammplatz erkämpfen.

In Kapstadt trifft am 18. Juli ein internationales Staraufgebot um Brasiliens Fußball-Legende Pelé zu Nelson Mandelas 89. Geburtstag auf eine afrikanische Auswahl. Zuvor soll es auf der heute zum Weltkulturerbe zählenden einstigen Gefangeneninsel Robben Island eine Feier zu Ehren des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Mandela und der früheren Mitgefangenen geben. Für das Spiel haben bisher Stars wie Ruud Gullit, George Weah, Christian Karembeu, Emilio Butrageno und der einst für Werder Bremen aktive Neuseeländer Wynton Rufer zugesagt.

Teddy Sheringham wechselt vom Premier-League-Club West Ham United ablösefrei zum Zweitligisten Colchester United. Dort unterschrieb er einen Einjahresvertrag. Der 41-jährige einstige Sturmpartner von Jürgen Klinsmann bei Tottenham Hotspur erzielte in 715 Erstligaspielen 273 Tore. Fans des FC Bayern München verbinden mit Sheringham ungute Erinnerungen: Der ehemalige Nationalspieler war es, der bei Manchester Uniteds 2:1-Sieg im Champions-League-Finale 1999 den späten Ausgleichstreffer erzielte. In Colchester könnte Sheringham auf seinen Sohn Charlie treffen. Der 19-Jährige ist Stürmer bei Ligakonkurrent Crystal Palace.

weh/ap/dpa/sid



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