Kurzpässe Mahdavikia muss, Santa Cruz will gehen

Der dienstälteste HSV-Spieler muss seine Koffer packen. Einen Bayern-Stürmer aus Paraguay zieht es nach Spanien. Ein Akteur von Manchester City soll einen Teamkollegen verprügelt haben. Franz Beckenbauer hat einen neuen Job.


Hamburg - Beckenbauer wird in seiner neuen Rolle als Fifa-Exekutivmitglied die Fußball-Kommission leiten. Zudem soll sich der Präsident von Bayern München weltweit um Entwicklungsprojekte kümmern. Dies kündigte Weltverbands-Präsident Joseph S. Blatter in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung an. Beckenbauer war Ende Januar auf dem Kongress der Europäischen Fußball-Union als Uefa-Vertreter in die Fifa-Exekutive gewählt worden.

HSV-Profi Mahdavikia (r.): Seit 1999 in Hamburg
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HSV-Profi Mahdavikia (r.): Seit 1999 in Hamburg

Der Hamburger SV wird den auslaufenden Vertrag von Mehdi Mahdavikia nach einem Bericht der Zeitung "Die Welt" nicht verlängern. Darauf hätten sich Trainer Huub Stevens und Sportchef Dietmar Beiersdorfer geeinigt. Der Iraner spielt seit 1999 für den HSV und ist damit dienstältester Spieler im aktuellen Kader. Dagegen sollen Nigel de Jong und Juan Pablo Sorin bleiben. "Das sind alles Spekulationen. Noch gibt es keine Entscheidung in dieser Frage", sagte Pressesprecher Jörn Wolf.

Zuvor hatten die Hamburger bekannt gegeben, dass die Verträge von Torwart Stefan Wächter und Abwehrspieler René Klingbeil nicht verlängert werden. Trotz laufender Verträge erteilte der Club auch Sascha Kirschstein, Raphael Wicky und Besart Berisha die Freigabe. Die Option auf einen Kauf des vom VfB Stuttgart ausgeliehenen Stürmers Danijel Ljuboja wird nicht gezogen.

Stürmer Roque Santa Cruz will den FC Bayern München verlassen. Sein Abschied sei "ziemlich sicher", ließ der Paraguayer nach dem heutigen Training verlauten. Erster Interessent sei der spanische Erstligist Betis Sevilla. "Betis will mich unbedingt. Sie strengen sich sehr an, dass ich dort hingehe, ohne viele Fragen zu stellen", sagte Santa Cruz. Der 25-Jährige hat allerdings noch einen bis 2009 laufenden Vertrag in München.

Der englische Nationalspieler Joey Barton von Manchester City ist nach einer handfesten Auseinandersetzung im Training unter dem Vorwurf der Körperverletzung vorübergehend festgenommen und nach Entrichtung einer Kaution wieder entlassen worden. Der 24-Jährige soll seinen Teamkollegen Ousmane Dabo im Training tätlich angegriffen und erheblich verletzt haben.

"Wir können bestätigen, dass ein 24 Jahre alter Mann nach einem Vorfall mit einem 30-Jährigen in Carrington festgenommen wurde", hieß es in einer Stellungnahme der Polizei von Manchester. Vorausgegangen sei eine Anzeige von Dabo. Gegen Joey Barton, der von seinem Verein auf unbestimmte Zeit suspendiert wurde, laufen weitere Ermittlungen.

Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen sind rund um das Champions-League-Finale am 23. Mai in Athen zwischen dem FC Liverpool und dem AC Mailand vorgesehen. Wie die örtlichen Behörden mitteilten, werden rund 15.000 Polizisten im Einsatz sein. Um Zusammenstöße zwischen Fangruppen aus beiden Lagern zu vermeiden, stellte der internationale Flughafen von Athen heute ungewöhnliche Maßnahmen vor. So werden bei Ankunft Armbänder in unterschiedlichen Farben an die Liverpooler und Mailänder Anhänger verteilt, um so eine bessere Identifikation zu ermöglichen.

Um darüber hinaus möglichen Ausschreitungen vorzubeugen, werden Liverpooler Fans nach der Ankunft in Bussen zum Olympiastadion transferiert, während die Milan-Fans mit Vorortzügen zur Arena gebracht werden sollen. Insgesamt 100 Charterflüge aus Großbritannien und 80 aus Italien werden erwartet. An beide Finalisten sind jeweils 17.000 Eintrittskarten vergeben worden, zudem hat die Uefa im Internet weitere 9000 Eintrittskarten im Losverfahren verkauft. Sorgen bereiten den Sicherheitsbehörden lediglich die geschätzten 15.000 Fans ohne Eintrittskarten, die sich in der Stadt aufhalten werden.

bri/dpa/sid



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