Kurzpässe Mainz muss im Europapokal nach Rumänien

In der Europa-League-Qualifikation trifft Mainz 05 auf einen rumänischen Club. Der Investor von 1860 München hat sich von Gerüchten über eine vermehrte Einflussnahme distanziert. DFB-Sportdirektor Matthias Sammer hat Silvia Neid attackiert. Außerdem: Die Fifa testet Torlinien-Systeme.

Mainz-Profi Caligiuri: In der dritten Qualifikationsrunde der Europa League nach Medias
dapd

Mainz-Profi Caligiuri: In der dritten Qualifikationsrunde der Europa League nach Medias


Hamburg - In der dritten Qualifikationsrunde der Europa League spielt Bundesligist FSV Mainz 05 gegen Gaz Metan Medias aus Rumänien. Medias bezwang im Rückspiel der zweiten Runde den finnischen Club Kuopio PS 2:0 (1:0), der das Hinspiel 1:0 gewonnen hatte. Die Mainzer haben am kommenden Donnerstag zunächst Heimrecht, eine Woche später ist das Rückspiel in Rumänien. FSV-Coach Thomas Tuchel war der Ausgang des Zweitrunden-Duells egal. "Wir kennen beide Teams nicht", hatte der Trainer nach der Auslosung gesagt. Ein Mainzer Beobachter war jedoch in Rumänien, um sich über den Gegner zu informieren.

Der jordanische Investor von Zweitligist 1860 München, Hasan Abdullah Ismaik, hat sich von Gerüchten über eine vermehrte Einflussnahme beim Club distanziert. "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem e.V., Herrn Schneider und dem gesamten Präsidium", teilte Ismaik in einem offenen Brief an die Fans mit, den Münchner Medien veröffentlichten. Auch der Club trat mit einer Pressemitteilung den kolportierten Gerüchten entgegen: "Es gab und gibt natürlich einen Anpassungsprozess zwischen dem Investor und dem Verein, bei dem am Anfang nicht alles rund läuft." Präsidium und Aufsichtsrat seien aber optimistisch, dass dieser zu einem für beide Seiten positiven Ergebnis führen werde.

DFB Sportdirektor Matthias Sammer hat Silvia Neid, die Trainerin der Nationalmannschaft der Frauen, kritisiert. "Ich habe sie immer bewundert für ihre Stringenz und Geradlinigkeit. Da war Fußball und nur Fußball. Dann haben sie sich irgendwann beschwert, dass da zu wenig Öffentlichkeit ist", sagte Sammer. "Jetzt haben sie nur noch Öffentlichkeit gehabt und merken plötzlich, dass sie alle Mechanismen der Öffentlichkeit beantworten müssen. Und da ist eine Bundestrainerin, die in der Kritik steht, und sie weiß gar nicht, warum." Bei der WM hatte Neids Team die angestrebte Titelverteidigung verpasst und war im Viertelfinale ausgeschieden. Trotz des Misserfolgs hatte die Bundestrainerin auf einen Rücktritt verzichtet.

Der Weltverband Fifa testet Torlinien-Systeme. Von September bis Dezember sollen Hilfsmittel von neun europäischen Anbietern von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt in der Schweiz untersucht werden. Das International Football Association Board könnte dann ab Juli 2012 den Einsatz von bewährten Systemen genehmigen. Zunächst entscheidet das Gremium aber darüber, welche Kandidaten es in die zweite Runde schaffen. Mit den Systemen soll zweifelsfrei geklärt werden können, ob ein Ball im Tor war oder nicht.

Bundesligist 1. FC Nürnberg hat einen neuen Kapitän. Seine Mannschaftskollegen wählten Torwart Raphael Schäfer zum Nachfolger von Andreas Wolf, der zu Werder Bremen gewechselt war. "Die Wahl ist in meinem Sinne. Wir wissen alle, was wir an Raphael haben", sagte Trainer Dieter Hecking. Schäfer hatte das Amt bereits vor seinem Wechsel zum VfB Stuttgart im Jahr 2007 inne. Ein Jahr später kehrte er nach Nürnberg zurück.

max/dpa/sid/dapd



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