Kurzpässe Maradona muss zahlen, Pilsen-Profi positiv getestet

Diego Maradona wurde in Dubai wegen beleidigender Äußerungen verurteilt. Ein Spieler von Viktoria Pilsen wurde positiv auf Doping getestet. Und: Im italienischen Manipulationsskandal führen neue Spuren in die Schweiz.

Fußballidol Maradona: Strafe wegen Beleidigung
dapd

Fußballidol Maradona: Strafe wegen Beleidigung


Hamburg - Geldstrafe für Diego Maradona: Der Argentinier, derzeit Trainer von Al-Wasl in Dubai, muss wegen beleidigender Äußerungen 9000 Dirham (knapp 2000 Euro) zahlen. Dazu wurde er vom Fußballverband der Vereinigten Arabischen Emirate verurteilt. Maradona hatte sich nach einem Spiel im vergangenen Monat kritisch über die Siegesfeier von Liga-Konkurrent Al-Ain geäußert. In arabischen Ländern gilt dies als Beleidigung. Die Strafe akzeptierte Maradona, ändern will sich der 51-Jährige aber nicht. "Ich werde weiterhin Kritik bei Pressekonferenzen üben", sagte er. "Ich werde nicht damit aufhören, bis mein Verein Al-Wasl sein Recht bekommt." Maradona trainiert den arabischen Club seit Mai 2011.

Wenige Wochen vor der Europa-League-Partie mit Schalke 04 (16. und 23. Februar, SPIEGEL ONLINE, Liveticker) beschäftigt den tschechischen Club Viktoria Pilsen ein Dopingfall. Pilsens Verteidiger David Bystron wurde im Champions-League-Spiel gegen Bate Borisov (1:0) positiv getestet. Nach Vereinsangaben hat der Befund aber keine Auswirkungen auf die Ergebnisse in der Champions League. Der Club habe die Analyse der B-Probe beantragt. Pilsen war hinter dem FC Barcelona und dem AC Mailand Gruppendritter geworden und somit in die Runde der letzten 32 Teams der Europa League eingezogen. "Mögliche Strafen für den Club werden nur verhängt, wenn die regelwidrige Substanz bei vier oder fünf Spielern nachgewiesen wird", sagte Pilsens Pressesprecher Pavel Pillar.

Im Wett- und Manipulationsskandal des italienischen Fußballs führen neue Spuren in die Schweiz. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zufolge soll der im Sommer wegen seiner Verwicklung in die Affäre vorübergehend verhaftete Ex-Nationalspieler Giuseppe Signori Gelder für seine Beihilfe zu den Spielabsprachen über eine Briefkastenfirma auf Schweizer Konten versteckt haben. Inzwischen hat auch der italienische Fußball-Verband FIGC Ermittlungen zu den illegalen Absprachen bei Spielen der beiden höchsten Ligen und im Pokalwettbewerb eingeleitet.

Viertligist Holstein Kiel will seinen Viertelfinal-Spiel im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund unter allen Umständen im heimischen Holstein-Stadion bestreiten. Ein Ausweichen ins Hamburger Millerntor-Stadion des FC St. Pauli, das bei schlechter Witterung bereits im Achtelfinale gegen Mainz 05 (2:0) als Ersatz-Spielort vorgesehen war, gilt bei den Verantwortlichen des Regionalliga-Zweiten nur als Notlösung. "Ganz klar, wir wollen in Kiel spielen", sagte Geschäftsführer Wolfgang Schwenke den "Kieler Nachrichten". Dem Bericht zufolge favorisieren die Norddeutschen für die Partie am 7. Februar 2012 erneut die Zeltdachvariante, die schon für das Mainz-Spiel gewählt worden war. Damals war aus England ein Zelt importiert und über das Spielfeld des Stadions gespannt worden, um es vor Schnee und Eis zu schützen.

Entlastung für den Brasilianer Adriano: Der 29-jährige Corinthians-Stürmer trägt keine direkte Schuld an einem versehentlich abgegebenen Pistolenschuss in seinem Auto. Eine 20-Jährige, die bei dem Vorfall am vorigen Samstag an der linken Hand verletzt wurde, widerrief am Donnerstag ihre Aussage. Sie hatte bislang behauptet, Adriano habe mit der Waffe hantiert und dabei den Schuss versehentlich ausgelöst. Er hatte dies bestritten. Nun gestand die Zeugin, dass sie selbst den Schuss unbeabsichtigt abgefeuert habe.

mib/joe/dpa



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