Kurzpässe Messi mit Goldenem Schuh ausgezeichnet

Lionel Messi wurde als erfolgreichster Torschütze Europas der vergangenen Saison geehrt. Der FC Bayern muss mehrere Wochen auf Nationalspieler Holger Badstuber verzichten. Und: Bei einer Partie in Uruguay hat ein Schiedsrichter 17 Rote Karten verteilt.

Weltfußballer Messi (r.): Europas erfolgreichster Torschütze 2011/2012
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Weltfußballer Messi (r.): Europas erfolgreichster Torschütze 2011/2012


Hamburg - Weltfußballer Lionel Messi hat den Goldenen Schuh als erfolgreichster Torschütze der Saison 2011/2012 in Europa erhalten und zugleich dem FC Barcelona ewige Treue geschworen. "Mein Traum ist es, meine Karriere bei diesem Club zu beenden", sagte der Superstar. Messi hatte in der vergangenen Spielzeit für Barça die Rekordzahl von 50 Treffern in der spanischen Primera División erzielt.

"Dieser Preis ist eine Auszeichnung für die ganze Mannschaft", sagte Messi: "Ohne meine Teamkameraden hätte ich die Tore nicht erzielen können." Der 25-Jährige hatte den vom Verband ESM (European Sports Media) vergebenen Goldenen Schuh bereits in der Saison 2009/2010 gewonnen. Barça-Trainer Tito Vilanova sagte: "Ich glaube nicht, dass wir jemals wieder einen Fußballer wie Messi erleben werden."

Verletzungspech beim FC Bayern: Der Rekordmeister muss mindestens 14 Tage auf Nationalspieler Holger Badstuber verzichten. Der 23-Jährige hat sich bei der 1:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen. Das bestätigte der Tabellenführer am Montag auf seiner Internetseite. Neben Badstuber dürfte den Bayern im DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am Mittwoch (20.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auch Franck Ribéry fehlen, den weiter muskuläre Probleme plagen. Dagegen kehrt Mittelfeldspieler Javi Martínez nach überstandenen Adduktorenbeschwerden wieder in den Kader zurück.

Auch Bayerns DFB-Pokal-Gegner Kaiserslautern hat mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Kapitän Albert Bunjaku fällt beim Zweitligisten für die Partie gegen den Rekordmeister aus. Der 28-Jährige, der bereits im Ligaspiel beim 1. FC Köln (3:3) passen musste, leidet weiter an einer Knieverletzung.

Eintracht Frankfurt kann in den kommenden Partien nicht mit Innenverteidiger Carlos Zambrano planen. Der Peruaner erlitt in der Partie beim VfB Stuttgart (1:2) einen Zehenbruch und wird bis zu vier Wochen pausieren müssen. Zambrano war erst vor der Saison zur Eintracht gewechselt und hatte zusammen mit dem Brasilianer Anderson in der Abwehrzentrale großen Anteil am bisherigen Höhenflug des Aufsteigers. Frankfurt liegt nach dem neunten Spieltag auf dem dritten Tabellenplatz.

Die Nationalspieler Mesut Özil und Manuel Neuer stehen auf der Liste der 23 Kandidaten für die Wahl zum Weltfußballer des Jahres 2012. Wie das französische Fachmagazin "France Football" und der Fußball-Weltverband Fifa bekanntgaben, wurde neben dem Spielmacher von Real Madrid und dem Torwart des FC Bayern unter anderem auch Lionel Messi vom FC Barcelona nominiert, der in den vergangenen drei Jahren die Auszeichnung erhielt. Von Barcelona sind fünf Profis nominiert, am stärksten vertreten ist Real Madrid mit sechs Kandidaten. Der Gewinner des Fifa Ballon d'Or wird am 7. Januar in Zürich gekürt.

Mittelfeldspieler Oliver Fink von Fortuna Düsseldorf ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nach seiner Roten Karte im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (1:4) für ein Spiel gesperrt worden. Der Verein hat dem Urteil bereits zugestimmt. Fink war in der 77. Minute nach einer Notbremse vom Platz geflogen.

Bei einem chaotischen Fußballspiel in Uruguays Hauptstadt Montevideo hat der Schiedsrichter 17 Rote Karten verteilt. Nach dem Spiel in der Primera Division Apertura zwischen den Montevideo Wanderers und Juventud (3:3) sahen acht Spieler jeder Mannschaft wegen gewalttätiger Auseinandersetzungen auf dem Platz Rot, während der Begegnung war bereits ein Wanderers-Profi des Feldes verwiesen worden. Ursache für die Tumulte war eine umstrittene Entscheidung des Referees kurz vor dem Ende des Spiels. Die Wanderers wollten einen Strafstoß, doch der Unparteiische verweigerte den Pfiff. Statt sich schiedlich-friedlich zu trennen, gingen die Spieler nach dem Schlusspfiff aufeinander los. Die aufgeladene Stimmung übertrug sich auf die Ränge, ein Fan wurde von einem Stein am Kopf verletzt.

PAOK Saloniki muss seine nächsten drei Europapokal-Heimspiele ohne Zuschauer bestreiten. Der europäische Fußball-Verband Uefa wies am Montag einen Einspruch der Griechen gegen die Strafe zurück. Nach den schweren Fan-Ausschreitungen im Playoff- Hinspiel der Europa League am 23. August zwischen PAOK und Rapid Wien hatte die Uefa beide Clubs mit Geisterspielen und Geldbußen bestraft. Nach einem 2:1 in der ersten Partie verpassten die Griechen durch das 0:3 im Rückspiel in Wien die Gruppenphase der diesjährigen Europa League.

mib/sid/dpa

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