Kurzpässe Milan bangt um Beckham, Hoeneß verspricht Ribéry-Verbleib

"Kein akzeptables Angebot erhalten": David Beckhams Club Los Angeles Galaxy erklärt die Transfer-Verhandlungen für gescheitert. Laut Uli Hoeneß spielt Franck Ribéry auch in der kommenden Saison beim FC Bayern. Leo Beenhakker hilft bei Feyenoord Rotterdam aus.


Hamburg - Der Transfer von David Beckham von Los Angeles Galaxy zum AC Mailand ist vorerst geplatzt. Der Wechsel des englischen Nationalspielers, der nur bis zum 8. März an Milan ausgeliehen ist, scheiterte am zu geringen Ablöseangebot des 17-maligen italienischen Meisters. Die US-Liga Major League Soccer (MLS) hatte Galaxy für die Verhandlungen eine Frist bis Freitagabend Ortszeit gesetzt.

Profi Beckham: Ablösesumme vom AC Mailand zu gering
REUTERS

Profi Beckham: Ablösesumme vom AC Mailand zu gering

"Die Deadline durch den Commissioner Don Garber, zu einer Lösung beim möglichen Transfer von David Beckham zu kommen, ist verstrichen, und wir haben kein akzeptables Angebot für den Spieler erhalten", sagte Galaxy-Trainer und Manager Bruce Arena. Daher erwarte man Beckham pünktlich am 9. März zurück in Los Angeles. Beckham wollte dies nicht kommentieren und sich erst nach dem Mailänder Derby zwischen Inter und Milan am Sonntag (20.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) zu seiner Zukunft äußern. Das ließ Beckham-Sprecher Simon Oliveira am Samstag verlauten.

Manager Uli Hoeneß vom FC Bayern München hat Spekulationen über einen Wechsel von Mittelfeldstar Frank Ribéry eine Absage erteilt. "Das ist in erster Linie ein Thema der Medien. Sie können hundertprozentig davon ausgehen, dass Frank Ribéry auch in der kommenden Saison beim FC Bayern spielt", sagte Hoeneß der "Berliner Zeitung". Ribéry hatte zuletzt selbst das Interesse europäischer Top-Clubs wie Real Madrid, FC Barcelona, FC Chelsea und Manchester City an seiner Person bestätigt. Allerdings kündigte der Franzose an, dass er seinen bis 2011 laufenden Vertrag beim Deutschen Meister erfüllen wolle.

Als Berater zum Nulltarif kehrt der polnische Nationaltrainer Leo Beenhakker zu Feyenoord Rotterdam zurück. Beenhakker wird bis zum Saisonende den künftigen Trainer Mario Been bei der Erneuerung des Traditionsclubs helfen. "Das ist für mich eine fantastische Freizeitbeschäftigung. Ich werde Mario helfen, die Meisterschaft wieder nach Rotterdam zu holen", sagte der 66 Jahre alte Coach. 1999 hatte Feyenoord unter Beenhakkers Leitung den 14. und bisher letzten niederländischen Meistertitel gewonnen.

Ursprünglich wollte Beenhakker neben seiner Tätigkeit als polnischer Nationaltrainer bei Feyenoord bis zum Saisonende als Technischer Direktor arbeiten. Mit Polen muss er noch drei WM-Qualifikationsspiele absolvieren. Deshalb wehrte sich der polnische Fußballverband gegen eine weitere Verpflichtung Beenhakkers. Sein Vertrag verbietet ihm außerdem, bezahlte Nebenjobs anzunehmen." Im April und Mai hat Polen keine Spiele, da bin ich frei. Feyenoord ist ein fantastisches Hobby. Ich brauche kein Geld", sagte Beenhakker.

mti/sid/dpa

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