Kurzpässe Milan holt Beckham zurück, Sasic wird Trainer in Duisburg

David Beckham kehrt bis Saisonende zum AC Mailand zurück. In Duisburg tritt Milan Sasic die Nachfolge von Peter Neururer an. Johan Cruyff wird das Team von Katalonien betreuen. 1899-Profi Andreas Ibertsberger erlitt am Wochenende mehrere Brüche im Gesicht. Ewald Lienen greift bei 1860 hart durch.

Superstar Beckham: Wechsel von Los Angeles nach Mailand
AP

Superstar Beckham: Wechsel von Los Angeles nach Mailand


Hamburg - Die Rückkehr von David Beckham zum AC Mailand ist perfekt. Milan-Geschäftsführer Adriano Galliani bestätigte am Montagabend den Wechsel des englischen Mittelfeldspielers von den Los Angeles Galaxy zum ehemaligen italienischen Meister. Beckham wird im Januar zum AC stoßen und bis zum Saisonende in Mailand spielen. "Wir haben unser Versprechen gehalten. Es ist alles unterzeichnet worden", sagte Galliani.

Milan Sasic wird Trainer beim MSV Duisburg. Wie der Zweitligist am Montag bestätigte, erhält der 51-jährige Kroate einen Vertrag bis 2011. Er tritt die Nachfolge von Peter Neururer an, von dem sich der Tabellen-Achte vor vier Tagen getrennt hatte. Sasic war bis Mai 2009 beim Duisburger Ligakonkurrenten 1. Kaiserslautern tätig. "Ich bin sicher, das wir mit Milan Sasic die richtige Wahl getroffen haben", sagte MSV-Sportdirektor Bruno Hübner. Neben Sasic waren Klaus Augenthaler und Frank Pagelsdorf als mögliche Neururer-Nachfolger gehandelt worden.

Der ehemalige Weltklasse-Fußballer Johan Cruyff wird "Nationaltrainer" von Katalonien. Wie der Fußballverband der Region im Nordosten Spaniens am Montag mitteilte, nahm der 62-jährige Niederländer das Angebot an, die katalanische Auswahl zu betreuen. Cruyff werde sich auch an anderen Vorhaben des Verbandes beteiligen.

Das Traineramt bei der katalanischen Auswahl ist ein Nebenjob, denn das Team bestreitet nur zwei Freundschaftsspiele im Jahr. Die politischen Parteien in Katalonien verlangen seit Jahren fast einstimmig, dass die Auswahl auch an Welt- und Europameisterschaften teilnehmen darf. Der Weltverband Fifa lehnt eine Zulassung der Katalanen jedoch ab, solange Spanien dagegen ist.

Hoffenheims Andreas Iberstberger hat sich in der Bundesligapartie beim SC Freiburg Brüche des Jochbeins, der Augenhöhle sowie der Kieferhöhle zugezogen und fällt damit bis zum Ende der Hinrunde aus. Der österreichische Nationalspieler wurde bereits am Montagmorgen in Heidelberg operiert. "Wir werden den Heilungsverlauf in den nächsten Tagen und Wochen intensiv verfolgen, müssen momentan aber davon ausgehen, dass Andi vor der Winterpause nicht mehr zum Einsatz kommen kann", sagte Hoffenheims Mannschaftsarzt Pieter Beks. Ibertsberger hatte sich die schwere Verletzung am Sonntag in der 90. Minute bei einem Zusammenprall mit dem Freiburger Ivica Banovic zugezogen.

Frauen-WM-Tickets heißbegehrt

Innerhalb von nur vier Tagen sind bereits 100.000 Eintrittskarten für die Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland bestellt worden. Bis Montagmittag lagen dem WM-Organisationskomitee schon 26.000 Anträge für Städte-Serien vor, die mit Ausnahme von Berlin zum Besuch aller Spiele in den anderen acht Spielorten berechtigen. Ebenso heißbegehrt sind die Posten als freiwillige Helfer, die sogenannten Volunteers. 72 Stunden nach Anmeldebeginn hatten sich bereits 2000 Bewerber auf der offiziellen Web-Seite für das Bewerbungsverfahren registriert.

Schwulenfeindliche Sprüche in einem Buch haben den polnischen Profitorhüter Arek Onyszko seinen Job in Dänemark gekostet. Wie der Erstliga-Club FC Midtjylland am Montag mitteilte, wurde Onyszko fristlos gekündigt. Er hatte in der am selben Tag erschienenen Autobiografie "Fucking Polak" geschrieben: "Ich hasse Schwule, das tu ich wirklich." Onyszko nannte Homosexuelle auch "zum Kotzen". Das sei mit den Grundwerten des Vereins unvereinbar, hieß es in der Mitteilung von Midtjylland.

Der polnische Keeper war zuvor schon in die Schlagzeilen geraten, als ihn ein Gericht in Odense wegen schwerer Misshandlung seiner Ehefrau mit Verletzungsfolge zu drei Monaten Haft verurteilte. Daraufhin kündigte ihm sein bisheriger Club Odense BK. Nachdem er beim FC Midtjylland angeheuert hatte, musste Onyszko die Punktspiele dieser Saison mit einer elektronischen Fußschelle absolvieren. Sie war Teil der zur Bewährung ausgesetzten Haftstrafe.

Keine Freizeit bei 1860 München

Trainer Ewald Lienen greift beim Zweitligisten TSV 1860 München, derzeit auf Tabellenplatz 15, hart durch. "Jedem ist klar, dass wir uns in einer sehr schwierigen Situation befinden. Wir müssen jetzt erst mal schauen, dass wir den Überlebenskampf bestehen und von den unteren Rängen wegkommen", wurde Lienen am Montag auf der Internetseite des Clubs zitiert. Als erste Konsequenz aus dem bisher enttäuschenden Saisonverlauf strich er den Profis die freien Tage.

"Freie Tage wird es nicht mehr geben, und zwar so lange, bis wir aus dieser Situation raus sind. Wir werden jeden Tag zweimal trainieren. Die Situation erfordert die totale Konzentration. Wir können jetzt nicht zur Tagesordnung übergehen", sagte Lienen.

jok/luk/sid/dpa

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