Kurzpässe Milan leiht Beckham länger aus, Herzog will nicht mehr

Der ewige Assistent? Andreas Herzog möchte als solcher nicht in die Geschichte des österreichischen Fußballs eingehen. David Beckham kommt seinem Traum näher, in Mailand bleiben zu dürfen. Italien will einen weiteren Anlauf unternehmen, EM-Gastgeber zu sein.


Hamburg - Der AC Mailand hat angeblich eine Einigung mit Los Angeles Galaxy erreicht, um den kommende Woche endenden Leihvertrag mit David Beckham bis zum 30. Juni zu verlängern. Das Abkommen soll am kommenden Freitag abgeschlossen werden, berichtete die italienische Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" am Dienstag.

Fußballer Beckham: Länger bei Milan?
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Fußballer Beckham: Länger bei Milan?

Ziel sei es, den 33-jährigen Briten, der sich bereits für sein Bleiben in Mailand ausgesprochen hat, im kommenden Winter endgültig zu verpflichten. "Beckham hat sich als wichtiger Spieler für unsere Mannschaft erwiesen", erklärte Milans Geschäftsführer Adriano Galliani. Die Lombarden sollen für den Mittelfeldspieler 2,34 Millionen Euro (drei Millionen US-Dollar) geboten haben, Galaxy forderte aber 7,9 Millionen Euro (zehn Millionen US-Dollar).

Mit Karel Brückner als Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft geht auch dessen Assistent Andreas Herzog. "Ich bin gefragt worden, ob ich es mir vorstellen könnte, weiter Assistent zu bleiben, aber ich habe abgelehnt", sagte Herzog laut der österreichischen Nachrichtenagentur Apa. "Ich will endlich Entscheidungen treffen und den Kopf dafür hinhalten, nicht für Entscheidungen, die ich nicht getroffen habe. Drei Jahre als Assistent sind genug." Brückner und der österreichische Fußball-Bund hatten sich nach Verbandsangaben am Montag einvernehmlich getrennt.

Nach der gescheiterten Bewerbung um die Europameisterschaft 2012 will Weltmeister Italien einen neuen Anlauf wagen und die EURO 2016 ausrichten. Bereits in der kommenden Woche soll laut italienischen Medien die Europäische Fußball-Union (Uefa) von der Absicht informiert werden. Die Regierung in Rom hat bereits Zustimmung für das Projekt signalisiert, sagte Giancarlo Abete, Präsident des Italienischen Fußball-Verbandes FIGC. Über die Finanzierung sei allerdings noch nicht gesprochen worden.

Abete wies auf das veränderte Bewerbungsverfahren im Vergleich zur EURO 2012 hin, für die Polen und die Ukraine den Zuschlag erhalten hatten. Die Uefa verlange diesmal "kein vollständiges Dossier" mehr, es müssten lediglich "das Interesse bekundet werden, die Veranstaltung zu organisieren und einige Basisdaten geliefert" werden. Schon 2012 habe Italien die bessere Bewerbung vorgelegt, behauptete Abete. Die Uefa habe sich aber gegen ein "traditionelles" Fußballland und für die Öffnung nach Osteuropa entschieden.

Anfang April will die Uefa eine Liste der Bewerber vorlegen; die offiziellen Bewerbungsunterlagen müssen bis 15. Februar 2010 eingereicht werden. Ende Mai 2010 entscheidet der Kontinental-Verband über den Gastgeber der EM-Endrunde 2016. Erstmals werden dann 24 Mannschaften um den Titel spielen.

Dietmar Hopp hat sich geschockt über die Vorkommnisse rund um das Derby zwischen dem Karlsruher SC und dem VfB Stuttgart (0:2) am vergangenen Wochenende gezeigt. "Hoffenheim wird oft mit fehlender Tradition in Zusammenhang gebracht. Wenn ich sehe, wie beim Baden-Württemberg-Derby so eine Art Krieg den Fußball überkommt. Da kann ich nur sagen: Tradition, nein danke", sagte Hoffenheim-Mäzen Hopp mit einem Seitenhieb auf die etablierten Clubs.

Das Duell Karlsruhe gegen Stuttgart war am vergangenen Samstag mit 15 Minuten Verspätung angepfiffen worden, nachdem KSC-Anhänger den Mannschaftsbus des VfB mit Flaschen beworfen und die Zufahrt zum Stadion blockiert hatten. Das Stuttgarter Team war deshalb erst knapp eine Stunde vor offiziellem Spielbeginn im Wildparkstadion eingetroffen.

Zudem war es im Vorfeld der Partie in der Karlsruher Innenstadt zu Auseinandersetzungen unter rivalisierenden Fangruppen gekommen. Die Polizei hatte daraufhin 150 Randalierer vorübergehend festgenommen. Der DFB-Kontrollausschuss hatte dennoch keine Ermittlungen eingeleitet. Grund dafür war, dass weder im Bericht von Schiedsrichter Felix Brych noch im Sicherheitsbericht von Ausschreitungen im Stadion die Rede war.

Beim Hamburger SV hat sich die Personalmisere in der Innenverteidigung weiter verschärft. Nach dem langzeitverletzten Bastian Reinhardt (Mittelfußbruch) und Michael Gravgaard (Fingerbruch) fällt nun auch noch Guy Demel aus. Bei ihm wurde ein Muskelfaserriss im linken Oberschenkel festgestellt. Er muss damit drei bis vier Wochen pausieren.

goe/sid/dpa



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