Kurzpässe Millionengewinne und Millionengehälter

Die englische Premier League gilt derzeit als sportlich erfolgreichste Fußballliga Europas. Eine Studie belegt nun, dass die Gehälter der Spieler ebenfalls eine neue Dimension erreicht haben. Finanziell zufrieden zeigt sich auch die Fifa.


Hamburg - Auf einer Pressekonferenz gab der Präsident des Fußballweltverbandes, Joseph S. Blatter, einen Gewinn für das Geschäftsjahr 2005 von umgerechnet 136 Millionen Euro bekannt. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber 2004 um 35,5 Millionen Euro. Die Gesamteinnahmen beliefen sich laut der Mitteilung auf rund 554 Millionen Euro (Vorjahr: 469 Millionen). Dem gegenüber standen Ausgaben in Höhe von 418 Millionen Euro (2004: 368). Die Fifa hat zudem ihr Eigenkapital ein Jahr früher als eingeplant auf umgerechnet 292 Millionen Euro gesteigert.

Manchester-Stürmer Rooney: Höchstverdienst zwischen 27 und 28 Jahren
AFP

Manchester-Stürmer Rooney: Höchstverdienst zwischen 27 und 28 Jahren

"Wir haben dadurch unsere finanzielle Situation und unsere Unabhängigkeit gestärkt", sagte Blatter. "Damit können wir unsere weit gefächerten Entwicklungsaktivitäten über 2006 hinaus entsprechend fortsetzen." Die weitere Aufstockung des Eigenkapitals auf rund 700 Millionen Euro bis 2010 sei aber für künftigen finanziellen Mehraufwand dringend notwendig. Fifa-Generalsekretär Urs Linsi kündigte einen "sorgfältigen Umgang" mit den Einnahmen an.

Dies sei unerlässlich, "weil heute für eine Veranstaltung in der Größenordnung der Weltmeisterschaft keine Ausfallversicherung mehr in gewünschtem Masse angeboten wird". Bei der WM in Deutschland seien, so Linsi, "einige Risiken abgedeckt. Aber es wäre ein teures Unterfangen, alles abzusichern."

Torhüter verdienen am wenigsten

Teuer sind auch die Profis der englischen Premier League geworden. Nach einer Untersuchung der Profigewerkschaft und der Tageszeitung "The Independent" liegt das Grundgehalt der Profis in der Premier League pro Jahr bei umgerechnet knapp einer Million Euro. Das bedeutet eine Steigerung von 65 Prozent seit 2000 (600.000 Euro).

Großverdiener sind die Stürmer mit umgerechnet 1,15 Millionen Euro. Am wenigsten verdienen laut der Erhebung die Torhüter mit einem Grundgehalt von durchschnittlich umgerechnet 750.000 Euro. Den Durchschnitts-Höchstverdienst erreicht der Profi in der Premier League im Alter von 27 oder 28 Jahren mit umgerechnet 1,3 Millionen Euro.

Der ehemalige Bundesliga-Krösus Borussia Dortmund muss auch im Spiel bei Hertha BSC Berlin auf Torhüter Roman Weidenfeller verzichten. Nach Clubangaben leidet der 25-Jährige noch immer an einer schmerzhaften Knochenstauchung im linken Knie. Am Samstag in Berlin (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) wird erneut Ersatzkeeper Dennis Gentenaar im BVB-Tor stehen. "Der Knochen braucht Zeit und Ruhe. Wir werden aber zur Therapie alles, was es auf dem Markt gibt, anwenden, damit ich möglichst schnell wieder fit bin", sagte Weidenfeller.

Voraussichtlich sogar bis Saisonende muss DFB-Pokalfinalist Eintracht Frankfurt auf Abwehrchef Chris verzichten. Beim Brasilianer, der in den vergangenen Wochen bereits wegen einer Fußprellung nicht zum Einsatz kommen konnte, wurde bei einer Kernspintomographie ein schwerer Bandscheibenvorfall diagnostiziert.

goe/sid


© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.