Kurzpässe Neues Stadion für Mainz, Lehmann-Club vor Übernahme

Ein Bundesligist bekommt eine größere Arena. Ein US-Milliardär will den FC Arsenal kaufen. Nach den Krawallen von Rom kritisieren italienische Politiker die Polizei. Ein australischer Stürmer ist erneut verletzt.


Hamburg – Der FSV Mainz 05 erhält ein neues Stadion. Der Bundesligist, das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Mainz haben sich auf ein Finanzierungkonzept für die geplante Arena mit einer Kapazität von 35.000 Zuschauern geeinigt. Für das neue Stadion am Europakreisel und den Ausbau der Infrastruktur ist ein Etat von 60 Millionen Euro vorgesehen. Die Stadt gilt als Bauherr, der FSV wird die Arena für 3,3 Millionen Euro pro Jahr (2. Liga 2,3 Millionen Euro) pachten und vermarkten. Das Mainzer Bruchweg-Stadion fasst 20.300 Zuschauer. Die neue Arena soll im Herbst 2009 fertig werden. Bis die Bagger anrollen, dürften indes noch 15 Monate vergehen, die zur Aufstellung eines Bebauungsplanes und zur Schaffung des Baurechts benötigt werden.

Mainzer Fans: Singen bald im neuen Stadion
DDP

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Der US-Milliardär Stan Kroenke plant Medienberichten zufolge die Übernahme des englischen Erstligisten FC Arsenal. Der amerikanische Geschäftsmann biete 500 Millionen Pfund (734 Millionen Euro) für den Kauf des Traditionsvereins, berichtete heute die Tageszeitung "Daily Mirror" auf ihrer Internetseite. Kroenke hatte gestern bereits knapp zehn Prozent der Arsenal-Anteile für zirka 65 Millionen Pfund (95 Millionen Euro) von der britischen TV-Sendergruppe ITV erworben. Der Milliardär ist Besitzer des NBA-Teams Denver Nuggets, des NHL-Clubs Colorado Avalanche und der Colorado Rapids aus der Major League Soccer (MLS). Erst Anfang Februar hatten amerikanische Investoren den FC Liverpool gekauft. Auch Manchester United und Aston Villa sind in US-Besitz. Mit Michael Ballacks Verein FC Chelsea, der dem russischen Öl-Milliardär Roman Abramowitsch gehört, sowie dem FC Portsmouth, dem FC Fulham und West Ham United sind vier weitere Premier-League-Clubs in ausländischer Hand.

Die Krawalle rund um das Viertelfinal-Hinspiel der Champions League zwischen dem AS Rom und Manchester United (2:1) beschäftigen nun auch die Politik in Italien. Teile der Mitte-Links-Koalition um Ministerpräsident Romano Prodi haben eine Untersuchung zum Verhalten der Polizei gefordert. Die Politiker gehen davon aus, dass die Beamten übermäßig brutal vorgegangen seien und dabei auch friedliche englische Fans getroffen hätten. "Die ganze Welt hat ansehen müssen, wie Polizisten mit Gewalt auf harmlose Fans losgegangen sind. Die Reaktion der Polizei muss angemessen sein. Man muss der Sache gründlich nachgehen und überprüfen, wie sich die Polizei in Rom verhalten hat", sagte ein Parlamentarier. Die römische Polizei bestritt unangemessenes Verhalten. Die Beamten hätten lediglich Tränengas eingesetzt, um Gruppen von Manchester-Ultras zu isolieren, die vor dem Stadion römische Fans attackieren wollten.

Der neue Präsident des italienischen Fußballverbands (FIGC), Giancarlo Abete, warnte vor voreiligen Schlüssen: "Ich bin den Sicherheitskräften dankbar. Es hat Kommunikationsprobleme vor allem auf englischer Seite gegeben, die nicht geholfen haben", so Abete. Angesichts der neuerlichen Krawalle sieht der italienische Fußballverband eine erfolgreiche Kandidatur für die Austragung der EM 2012 gefährdet. Die Entscheidung fällt am 18. April in Cardiff. Neben Italien kandidieren Kroatien/Ungarn und Polen/Ukraine.

Für Stürmer Paul Agostino vom Zweitligisten TSV 1860 München ist die Saison vorzeitig beendet. Der gerade erst ins Training zurückgekehrte 31-Jährige zog sich gestern einen Mittelfußbruch zu und muss voraussichtlich sechs Wochen pausieren. Damit dürfte der Angreifer in dieser Spielzeit nicht mehr zum Einsatz kommen. Agostino hatte zuvor mehr als vier Monate wegen einer Operation am Sprunggelenk gefehlt. Nach zehn Jahren bei den "Löwen" wird Agostino im Sommer in seine australische Heimat zurückkehren.

maa/sid/dpa

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