Kurzpässe Olic verlässt HSV, Podolski zu Transfer ins Ausland bereit

Weggang perfekt: Ivica Olic wird den HSV im Sommer verlassen. Medienberichten zufolge wechselt er zu Bayern München. Lukas Podolski kann sich einen Wechsel zum AS Rom vorstellen, Sergio Peter geht von Blackburn nach Prag.


Hamburg - Ivica Olic hat seinen Abschied vom Fußball-Bundesligisten Hamburger SV angedeutet, aber noch keine Entscheidung über seine berufliche Zukunft bekanntgegeben.

Stürmer Olic: Weggang vom HSV steht fest
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Stürmer Olic: Weggang vom HSV steht fest

"Ich kann sagen, dass keine große Chance mehr für den HSV besteht, dass ich bleibe", sagte Olic am Freitag beim Trainingsauftakt des HSV über seine "sehr wichtige Entscheidung". "Sport Bild online" berichtete, dass der 29-Jährige im Sommer ablösefrei zum FC Bayern München wechseln und dort einen Dreijahresvertrag bis 2012 plus Option für eine weitere Saison unterschreiben werde. "Ich habe noch nichts von Ivica gehört", erklärte Hamburgs Trainer Martin Jol.

Nationalspieler Lukas Podolski kann sich auch einen Wechsel zum AS Rom in die italienische Serie A vorstellen. "Ich fühle mich für eine Erfahrung im Ausland bereit, Italien inbegriffen. Ich weiß, dass die Roma Kontakt aufgenommen hat und mich verpflichten möchte. Ich hätte keine Probleme, Rom ist ein großer Club", wird der 23-Jährige in der italienischen Sporttageszeitung "Corriere dello Sport" zitiert.

Dass Podolski die Münchner trotz laufenden Vertrages zum Ende der Saison verlassen wird, scheint beschlossene Sache. Das machen weitere Aussagen des Angreifers deutlich. "Ich muss spielen. Ich kann nicht mehr auf der Bank sitzen. In München fühle ich mich nicht mehr wohl, und ich denke, die Zeit zum Wechsel ist gekommen, damit ich wieder arbeiten kann", wird er weiter zitiert. Neben der Roma haben zahlreiche weitere Clubs aus dem In- und Ausland Interesse an Podolski, darunter dessen Ex-Club Köln. Der hat am Dienstag die Initiative ergriffen und das laut Bayern-Manager Uli Hoeneß "unsägliche" Angebot für seinen Wunschspieler offenbar aufgestockt. FC-Manager Michael Meier traf sich zu diesem Zweck mit seinem Kollegen Hoeneß in dessen Haus am Tegernsee.

Der ehemalige deutsche Junioren-Nationalspieler Sergio Peter wechselt von den Blackburn Rovers zum tschechischen Rekordmeister Sparta Prag. Der in Mannheim geborene 22-Jährige unterschrieb beim Traditionsclub, der in der Meisterschaft derzeit nur Tabellenvierter ist, einen Vertrag über zweieinhalb Jahre bis 2011. Der Mann für die linke Außenbahn kam in seinen dreieinhalb Jahren bei den Rovers nicht über eine Reservistenrolle hinaus. Peter, der zur B-Jugend-Zeit noch für den SV Waldhof aktiv war, wechselte 2002 nach England, wo er die Nachwuchsakademie Blackburns durchlief und 2005 einen Profivertrag unterschrieb. Er absolvierte bislang 19 Spiele in der Premier League.

Bryan Arguez, Mittelfeldspieler von Hertha BSC Berlin, ist zusammen mit drei Teamkollegen aus dem Trainingslager der U20-Nationalmannschaft der USA in Florida geflogen. Grund seien Disziplinlosigkeiten gewesen, berichtete die "Washington Post". Nach Angaben der Zeitung hat der Rauswurf aber keine Konsequenzen für die Zukunft. Das Quartett mit dem 19-jährigen Arguez soll beim nächsten Mal wieder eingeladen werden. Arguez war im Januar 2008 nach Berlin gewechselt und hat erst ein Bundesliga-Spiel für den Hauptstadtclub bestritten. Seine Zukunft in Berlin ist ungewiss.

Martin Braun hofft darauf, seine Arbeit als Geschäftsführer des Drittligisten VfR Aalen trotz seiner Kündigung fortsetzen zu können. "Ich habe Herrn Scholz um ein Gespräch gebeten", sagte der ehemalige Profi (unter anderem SC Freiburg, 1. FC Köln). Die Chancen auf eine Weiterbeschäftigung scheinen jedoch gering. VfR-Präsident Berndt-Ulrich Scholz erklärte inzwischen: "Wenn er Charakter hat, wird er die Kündigung akzeptieren. Wenn nicht, wird er vors Arbeitsgericht gehen." Der Verein hatte Braun am 30. Dezember mit Wirkung Ende Januar gekündigt. Scholz und VfR-Sportdirektor Jürgen Kohler bestritten, dass Braun Hermann Gläsner Platz machen müsse. Gläsner ist beim VfR nicht angestellt.

Die TuS Koblenz hat die Verträge von Mittelfeldspieler Gabriel Fernandez sowie Mustafa Parmak "in beiderseitigem Einvernehmen und mit sofortiger Wirkung" aufgelöst. Das teilte der Club am Freitag mit. Fernandez war zur Rückrunde der Saison 2007/2008 vom ecuadorianischen Erstligisten CS Emelec nach Koblenz gewechselt, Parmak Parmak zu Saisonbeginn von den Stuttgarter Kickers.

ruf/sid/dpa



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