Kurzpässe Ostfriesen dürfen rauchen, Schalke will klagen

Ein ostfriesisches Sportgericht hat ein Urteil gefällt, das ausgewechselten, nikotinsüchtigen Fußballern gefallen wird. Schalke 04 ist stinksauer auf die Stiftung Warentest, Duisburg kann auch unter dem neuen Trainer Jürgen Kohler nicht gewinnen.


Hamburg - Wer bei einem Fußballspiel in Ostfriesland ausgewechselt worden ist, darf folgenlos an der Seitenlinie eine Zigarette rauchen. Das hat das Kreissportgericht Wittmund entschieden. Verhandelt wurde der Fall eines Spieler des Kreisligisten SV Fulkum, der nach seinem Ausscheiden in der Partie gegen den SV Werdum zur Zigarette griff. Der Schiedsrichter sah darin eine grobe Unsportlichkeit - und bestrafte den Akteur mit einer Roten Karte. Zu Unrecht, wie das Gericht feststellte.

Trainer Kohler (in Belek): Remis gegen St. Truiden
Bongarts/Getty Images

Trainer Kohler (in Belek): Remis gegen St. Truiden

Ungerecht fühlt sich auch der FC Schalke 04 behandelt, in dessen WM-Stadion Veltins-Arena von der Stiftung Warentest als "erhebliche Mängel" festgestellt worden sind. Die Schalker Vereinsführung sieht den Club als "Hauptgeschädigten durch die Warentester", wie es Geschäftsführer Peter Peters formulierte. "Wir überlegen, ob wir nicht sogar verpflichtet sind, gegen diese fehlerhafte, subjektive diffamierende und schädigende Berichterstattung der Stiftung Warentest vorzugehen", sagte Peters. Die Schalker Führung betont, dass seit Eröffnung der Arena im August 2001 bei 163 Veranstaltungen mit neun Millionen Besuchern kein einziger Zwischenfall registriert worden ist.

Bundesligist MSV Duisburg ist im ersten Testspiel unter dem neuen Trainer Jürgen Kohler nicht über ein 1:1 (1:0) gegen den belgischen Erstligaclub VV St. Truiden hinausgekommen. Kai Michalke hat die abstiegsbedrohten "Zebras" zwei Minuten vor der Pause in Führung gebracht, Rocky Peters glich jedoch nach 62 Minuten für den Tabellensiebzehnten aus Belgien aus.

Ein Gericht in Florenz hat acht italienische Fußball-Rowdies zu Haftstrafen von je 18 Monaten verurteilt. Die Anhänger von Lazio Rom hatten am 2. Februar 2003 auf der Reise zu einem Spiel nach Florenz am Bahnhof von Santa Maria Novella randaliert. Dabei waren drei Polizisten verletzt worden.

Der 1. FC Köln ist am Brasilianer Evanilson interessiert, der früher bei Borussia Dortmund spielte und zuletzt beim brasilianischen Erstligisten Atletico Minero unter Vertrag stand. Weil der wirtschaftlich angeschlagene Club aber den Vertrag des Spielers nicht erfüllen kann, ist ein ablösefreier Wechsel Evanilsons möglich. Der 30-Jährige wird am Donnerstag mit den Kölnern ins Trainingslager nach Portugal reisen.

Franz Beckenbauer hat wegen des Todes seiner Mutter seine für nächste Woche geplante Welcome-Reise nach Mittel- und Nordamerika abgesagt. Der Präsident des Organisationskomitees (OK) der WM werde die Länder mit einer Delegation des OK vom 20. bis 23. Februar besuchen, hieß es.



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