Kurzpässe Papa Zidan träumt von Top-Clubs, Deco hört auf

Mehrere Spitzenvereine sollen laut Aussage seines Vaters Interesse an Mohamed Zidan haben. Was für ein Zufall - der BVB-Stürmer soll genau für diese Clubs eine Ausstiegsklausel besitzen. Der Portugiese Deco tritt nach der WM zurück. In Italien hat ein Profispieler Stadionverbot erhalten.

BVB-Stürmer Zidan (nach dem Finale des Afrika-Cups): Ob Dortmund ihn halten kann?
AFP

BVB-Stürmer Zidan (nach dem Finale des Afrika-Cups): Ob Dortmund ihn halten kann?


Hamburg - Dortmunds Mohamed Zidan hat mit seinen ordentlichen Auftritten beim Afrika-Cup mit Sieger Ägypten angeblich das Interesse von internationalen Top-Clubs geweckt. Das zumindest behauptet Zidans Vater Abdullah. "Arsenal, Manchester United und Barcelona haben bereits mit Mohameds Agenten gesprochen", sagte Zidan senior dem ägyptischen Sender Dream TV. Der 28-Jährige ist noch bis 2012 an den BVB gebunden.

Laut Zidans Vater sind die genannten Clubs an einer Verpflichtung des Angreifers im Sommer interessiert. Passend dazu verriet Abdullah Zidan, dass sein Junior eine Klausel im Vertrag habe, die ihm einen Transfer zu Arsenal, Manchester United und Barcelona zum fraglichen Zeitpunkt gegen eine entsprechende Transferentschädigung für die Borussia erlauben würde.

Beim Afrika-Cup in Angola traf Zidan selbst zwar nur einmal, legte aber drei Treffer auf - so auch das Siegtor zum 1:0 im Finale gegen Ghana durch Mohamed Gedo. Für den BVB war er in bislang 16 Saisonspielen zweimal erfolgreich. Zidan scheint von diesen Angeboten noch nichts zu wissen. "Jetzt bin ich wieder zu Hause", sagte er nach seiner Rückkehr vom Afrika-Cup, "Dortmund ist meine Heimat."

Stadionverbot für Profifußballer

Der portugiesische Mittelfeldstar Deco will seine Karriere in der Nationalmannschaft nach der WM-Endrunde in Südafrika beenden. "Wegen meines Alters und weil ich müde bin", sagte der 32-Jährige im Interview mit dem brasilianischen Radiosender Globo. Der Mannschaftskollege von Michael Ballack beim FC Chelsea hatte 2003 die portugiesische Staatsbürgerschaft angenommen und mit dem Siegtor zum 2:1 gegen sein Geburtsland Brasilien ein erfolgreiches Debüt gefeiert.

Weil er einen gegnerischen Torwart angegriffen hat, ist der italienische Profifußballer Giuseppe Giglio mit einem europaweiten Stadionverbot belegt worden. Der Spieler des Drittligisten Olbia Calcio darf als Zuschauer ein Jahr lang kein Fußballstadion mehr betreten, ordnete der Polizeichef der sardischen Stadt Sassari, Cesare Palermi, an. Wie die "Gazzetta dello Sport" am Freitag berichtete, erhielt der 31-Jährige eine Ausnahmegenehmigung für die Partien seines Clubs, um als Spieler auflaufen zu können.

Italiens Nationaltrainer Marcello Lippi träumt von einem Weltmeisterschaftsfinale in Südafrika gegen England. Für den Titelverteidiger käme es damit zum Trainerduell mit seinem Landsmann Fabio Capello. "Ich würde gerne sehen, wie sich Capello dann beim Erklingen der italienischen Nationalhymne verhält", sagte der 61-Jährige Donnerstagabend am Rande einer Veranstaltung in Salerno.

Weltfußballerin Marta muss ihre Karriere bei einem Tabellenschlusslicht fortsetzen: Die Brasilianerin wurde beim Draft in der US-amerikanischen Profiliga WPS vom FC Gold Pride gezogen. Der Club aus dem kalifornischen Santa Clara war 2009 mit nur vier Siegen aus 20 Spielen Schlusslicht in der damals sieben Teams umfassenden Liga. Die 23-jährige Marta, zuletzt viermal in Folge zur Weltfußballerin gewählt, war beim Ende Januar aufgelösten Vizemeister Los Angeles Sol Torschützenkönigin. Nach einer vorher festgelegten Reihenfolge wählten die übrigen WPS-Clubs ihre Wunschspielerinnen aus dem Sol-Kader, wobei Marta erst nach US-Nationalspielerin Shannon Box und der kanadischen Torfrau Karina LeBlanc gedraftet wurde.

mig/sid/dpa



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