Kurzpässe Parreira tritt ab, Huth hat Hoffnung

Werder Bremen will beim Zerren um einen deutschen Nationalspieler kein Tauschgeschäft eingehen. Robert Huth ist wieder beim FC Middlesbrough im Gespräch. Ein Schalker Profi muss einen erneuten Rückschlag einstecken. Brasilien sucht einen neuen Trainer.


Hamburg - Trainer Carlos Alberto Parreira gab heute nach einem Treffen mit dem brasilianischen Fußballverband (CBF) seinen Rücktritt bekannt. Sein Team war vor drei Wochen bei der WM im Viertelfinale gegen Frankeich ausgeschieden. "Wir haben uns in beiderseitigem Einvernehmen getrennt", heißt es in einer offiziellen Mitteilung des CBF. Parreira, der die Seleção 1994 zum WM-Titel führte, stand seit 2003 wieder an der Seitenlinie des fünffachen Weltmeisters.

Nationalspieler Huth: Eingriff am Sprunggelenk
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Nationalspieler Huth: Eingriff am Sprunggelenk

Per Mertesacker wird nicht im Tausch mit Werder Bremens Abwehrspieler Frank Fahrenhorst von Hannover 96 zum deutschen Vizemeister wechseln. Derartigen Spekulationen erteilte Sportdirektor Klaus Allofs eine deutliche Absage. "Fahrenhorst ist keine Manövriermasse", machte Allofs klar: "Wir wollen den Transfer für sich über die Bühne bringen." Zum Stand der Bemühungen machte er keine Angaben, Hannover verlangt angeblich fünf Millionen Euro für den Nationalspieler.

Hoffnung für Robert Huth: Nach einer gut verlaufenen Arthroskopie am verletzten Sprunggelenk könnte der Wechsel vom FC Chelsea zum FC Middlesbrough doch noch zustande kommen. Voraussichtlich in drei Wochen könne der Nationalspieler wieder trainieren, erklärte sein Berater. "Wir müssen sehen, wie sich die Verletzung entwickelt, bevor wir die Sache vorantreiben", sagte Middlesbrough-Teammanager Gareth Southgate. Huth war in der vergangenen Woche durch den Medizincheck beim Uefa-Cup-Finalisten gefallen, ursprünglich hatte sich Huth mit Middlesbrough auf einen Fünfjahresvertrag geeinigt. Die Ablösesumme sollte 7,5 Millionen Euro betragen.

Wenige Woche nach seinem Abschied vom Hamburger SV sehnt sich Ailton schon wieder nach der Bundesliga. "Hier bin ich groß geworden. Hier hat man Respekt vor Ailton", sagte der brasilianische Stürmer der "Sport Bild". Allerdings liegen dem 33-Jährigen derzeit nur Anfragen aus Katar, Japan und Portugal vor. Bei Besiktas Istanbul trainiert er nicht mehr mit der Mannschaft und spielt in den Planungen von Coach Jean Tigana keine Rolle mehr. Im Falle eines Wechsels pocht der türkische Club bislang auf die festgeschriebene Ablösesumme von 1,5 Millionen Euro. Nach dem Karriereende will Ailton als Spielerberater arbeiten und Spieler von Brasilien nach Deutschland holen. "Ich weiß, wie Brasilianer denken. Ich weiß auch, was wichtig ist in Deutschland: Sprache, Disziplin, Pünktlichkeit", sagte er.

Schwerer Rückschlag für Christian Pander: Der Abwehrspieler vom FC Schalke 04 muss schon wieder operiert werden. Im April des vergangenen Jahres hatte der 22-Jährige einen Riss des Innen-, hinteren Kreuz- und Kniescheibenbandes erlitten, nach Schmerzen bei Schussübungen im Trainingslager der Schalker im österreichischen Bad Radkersburg wird Pander morgen wieder am betroffenen Knie operiert. Mehrere Comebackversuche sind bereits gescheitert, dennoch ist die Fortsetzung seiner Karriere nach Einschützung der Mediziner nicht gefährdet.

thr/sid/dpa



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