Kurzpässe Pawljutschenko zu Tottenham, Mourinho beleidigt Schewtschenko

London calling: Tottenham Hotspur hat den russichen Stürmer Roman Pawljutschenko verpflichtet. José Mourinho wirft Andrej Schewtschenko Eitelkeit vor. In den nächsten beiden WM-Qualifikationsspielen wird die DFB-Elf ohne Arne Friedrich auskommen müssen.


Hamburg - Der russische Stürmer Roman Pawljutschenko wechselt von Spartak Moskau zum englischen Traditionsclub Tottenham Hotspur. "Ich kann bestätigen, dass ich zu den Spurs wechseln werde", sagte der 26-Jährige, der bei der EM mit drei Toren für den Halbfinalisten Russland auf sich aufmerksam gemacht hatte: "Ich habe mein Visa bekommen und werde nach London fliegen, um den Vertrag zu unterschreiben."

Stürmer Roman Pawljutschenko: Wechsel zu Tottenham
AP

Stürmer Roman Pawljutschenko: Wechsel zu Tottenham

Damit scheint der Weg für den früheren Leverkusener Dimitar Berbatow von den Tottenham Hotspur zu Manchester United frei. Zuvor war der Wechsel von Pawljutschenkos Sturmpartner in der Nationalelf Andrej Arschawin an seinem Club Zenit St. Petersburg gescheitert.

Mit den Bolton Wanderers, Hull City und West Bromwich Albion sind gleich drei Premier-League-Vereine in der zweiten Runde des Carling Cups ausgeschieden. Bolton unterlag auf eigenem Platz Drittligist Northampton Town 1:2. West Brom verlor nach Verlängerung 1:3 (1:1, 0:0) bei Hartlepool United aus der dritten Liga. Hull, als Vierter in der Premier League bisher die Überraschungsmannschaft dieser Saison, musste sich nach 120 Minuten beim Zweitligisten Swansea City 1:2 (1:1, 1:0) geschlagen geben.

Inter Mailands neuer Trainer José Mourinho hat sich abfällig über seinen früheren Stürmer beim FC Chelsea, Andrej Schewtschenko, geäußert. Der Ukrainer habe sich in London nicht durchsetzen können, "weil er beim AC Mailand wie ein Prinz behandelt wurde. In Chelsea hatten wir aber eine andere Philosophie, wir hatten keine Prinzen", sagte der Portugiese und erklärte: "Er war ohnehin nicht meine erste Wahl."

Der 31-Jährige war nach sieben Jahren beim AC Mailand 2006 für 46 Millionen Euro nach London gewechselt und ist nun auf Leihbasis zu seinem ehemaligen Verein zurückgekehrt. Groll hegt Schewtschenko gegen Mourinho aber nicht: "Ich hoffe, dass er den Erfolg mit Inter hat, den er bisher auch anderswo hatte. Er ist ein Trainer, der weiß, was er will." Auch Mourinho gab abschließend zu verstehen: "Ich hatte nie ein persönliches Problem mit Andrej. Ich glaube, dass er in Zukunft wieder ein Spieler von großer Qualität sein wird."

Arne Friedrich wird auf einen Einsatz in der WM-Qualifikation der deutschen Nationalmannschaft am 6. und 10. September in Liechtenstein und Finnland verzichten. Darauf habe er sich mit Bundestrainer Joachim Löw geeinigt, um mit einem individuellen Fitness-Programm den Trainingsrückstand aufzuholen. Der 29- Jährige Abwehrspieler von Hertha BSC hatte wegen eines Anbruchs des Querfortsatzes am zweiten Lendenwirbel einen Großteil der Saisonvorbereitung verpasst. Am Donnerstag im Rückspiel der Uefa-Cup-Qualifikation gegen Ljubljana (18.30 Uhr, Liveticker bei SPIEGEL ONLINE) will Friedrich aber mitwirken.

Timo Hildebrands neuer Rivale Renan Brito hat dem deutschen Torhüter den Kampf um den Platz im Tor des FC Valencia angesagt. "Ich bin sicher, dass ich der Beste sein werde", sagte der 23-jährige Brasilianer bei seiner Präsentation. Das Torwarttalent von Internacional Porto Alegre, das mit der brasilianischen Olympia- Auswahl gerade die Bronzemedaille in Peking gewonnen hatte, war für eine Ablösesumme von vier Millionen Euro zu Valencia gewechselt. Trainer Unai Emery muss nun zum Saisonauftakt entscheiden, welchem Torwart er den Vorzug gibt. Hildebrand hatte wiederholt erklärt: "Ich gehe davon aus, dass ich die Nummer eins bin." Der Ex-Stuttgarter war in der spanischen Presse zuletzt allerdings verstärkt in die Kritik geraten.

Der VfR Aalen hat Cheftrainer Edgar Schmitt und Co-Trainer Rainer Kraft entlassen. Der sportliche Leiter Martin Braun wird als Interimscoach der Aalener fungieren. Der Aufsichtsrat und das Präsidium seien einstimmig zu der Überzeugung gelangt, dass man in der jetzigen Konstellation die gesteckten Ziele nicht erreichen könne. "Wir haben mit beiden gesprochen, ihnen unsere Sicht der Dinge mitgeteilt und werden in den nächsten Tagen die notwendigen Gespräche führen, um eine für beide Seiten akzeptable Trennung zu vereinbaren", sagte VfR-Präsident Berndt-Ulrich Scholz weiter. Edgar Schmitt trainierte die Aalener seit Januar 2007.

met/sid/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.