Kurzpässe Platzsperre für Rom, Spielertausch in der Bundesliga

Kurz vor Ablauf der Transferperiode haben zwei Bundesligisten ihre Angreifer getauscht. Arminia Bielefeld hat dagegen den Vertrag mit einer Offensivkraft aufgelöst. Der AS Rom muss wegen eines faschistischen Transparentes für ein Ligaspiel umziehen.


Hamburg - Fußball-Bundesligist Hertha BSC hat nach der Transferpanne mit dem Brasilianer Christian den 22-Jährigen Vaclav Sverkos von Borussia Mönchengladbach ausgeliehen. Der Stürmer erhält einen Vertrag bis zum Ende der laufenden Saison. Sverkos erzielte in 70 Bundesliga-Spielen für Mönchengladbach 17 Tore. Im Gegenzug wechselt U21-Nationalspieler Nando Rafael (22) nach Mönchengladbach und erhält dort einen Vertrag bis 2009.

Ausschreitungen beim Spiel AS Rom gegen Livorno: Ein Spiel Platzsperre
AFP

Ausschreitungen beim Spiel AS Rom gegen Livorno: Ein Spiel Platzsperre

Auch Arminia Bielefeld hat wenige Stunden vor Schließung des Transfermarktes auf dem Transfermarkt zugeschlagen und den tschechischen U 19-Nationalspieler Kamil Vacek bis zum 30. Juni 2007 vom SK Sigma Olmütz ausgeliehen. Darüber hinaus hat der Club eine Kaufoption für zwei weitere Jahre vereinbart. Dagegen verlässt der erst im vorigen Sommer von Hannover 96 verpflichtete Nebojsa Krupnikovic die Arminia bereits wieder. Der Vertrag wurde in gegenseitigem Einverständnis aufgelöst. Der offensive Mittelfeldspieler wechselt ablösefrei zum japanischen Verein Jef United Ichihara Chiba.

Borussia Dortmund ist auf der Suche nach Verstärkungen in Frankreich fündig geworden. Nach Steven Pienaar (Ajax Amsterdam) und Martin Amedick (Eintracht Braunschweig) soll der Schweizer Nationalspieler Alexander Frei in der kommenden Saison für den BVB spielen. Mit dem Akteur selbst erzielten die Verantwortlichen des BVB bereits Einigkeit. Verhandlungen mit Freis französischem Arbeitgeber Stade Rennes, bei dem der 26-Jährige noch einen Vertrag bis 2007 besitzt, sind hingegen noch nicht abgeschlossen.

Neues auch aus Italien: Innenminister Giuseppe Pisanu hat die Sicherheitskräfte zur Absage von Fußballspielen aufgerufen, wenn im Stadion Spruchbänder oder Transparente mit Schriften gezeigt werden, die zur politischen Gewalt, Rassismus oder Ausländerfeindlichkeit aufrufen. Pisanu reagierte damit auf einige Spruchbänder mit antisemitischen Parolen, die im römischen Olympia-Stadion während des Meisterschaftsspiels AS Rom gegen AS Livorno Calcio am vergangenen Wochenende gezeigt worden waren. Der italienische Fußballverband setzte nun mit seiner Entscheidung in Zeichen. Die Römer müssen ein Spiel vor leeren Rängen auf neutralen Boden austragen und eine Geldstrafe von 5.000 Euro zahlen.



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