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10. April 2007, 12:09 Uhr

Kurzpässe

Preuß atmet auf, Bayern sahnen ab

Glück im Unglück für Eintracht-Profi Christoph Preuß: Seine Oberschenkelverletzung ist nicht so schlimm wie befürchtet. In der Champions League winkt den Bayern beim Einzug ins Halbfinale eine Millionen-Prämie. In Spanien muss ein Erstliga-Coach gehen.

Hamburg - Aufatmen in Frankfurt: Die Oberschenkelverletzung von Eintracht-Profi Christoph Preuß ist nicht so schlimm, wie zunächst befürchtet. Die Ärzte stellten bei der Operation fest, "dass der Muskel am linken Oberschenkel nur einen Streifschuss abbekommen hat", sagte der Preuß dem "kicker".

Eintracht-Profi Preuß (li.): Glück im Unglück
REUTERS

Eintracht-Profi Preuß (li.): Glück im Unglück

Wie lange der Profi ausfällt, ist allerdings ungewiss. "Ich will nur gesund werden und zusehen, dass alles gut heilt", sagte Preuß. Der 25-Jährige hatte die 15 Zentimeter lange Risswunde bei einer Kollision mit Eintracht-Torwart Oka Nikolov in der Bundesliga-Partie gegen Energie Cottbus (1:3) erlitten. Nikolov hatte dabei mit dem Stollen seines rechten Schuhs Preuß' Oberschenkel aufgeschlitzt. "Ich dachte, es handelt sich um einen Pferdekuss und wollte mit der Hand drüber reiben. Dann habe ich geschaut und die Riesenwunde gesehen, aus der das Blut rausgeschossen kam", erzählte Preuß, der unmittelbar nach dem Spiel in einer Frankfurter Notfall-Klinik operiert worden war.

Die Teilnahme an der Champions League hat sich für den FC Bayern finanziell schon jetzt gelohnt. Mit dem Einzug ins Viertelfinale hat der Club bereits 11,8 Millionen Euro an Prämien von Uefa eingestrichen. Dazu kommen Zuschauer- und TV-Einnahmen von etwa 7,5 Millionen Euro und Gelder aus dem Werbe- und TV-Pool in Höhe von etwa zwölf Millionen Euro. In der vergangenen Saison hatten die Bayern rund 19 Millionen Euro eingenommen. Ein möglicher Halbfinal-Einzug morgen (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) im Rückspiel gegen den AC Mailand würde weitere drei Millionen Euro in die Vereinskasse spülen. Sollte das Team von Trainer Ottmar Hitzfeld ins Endspiel am 23. Mai in Athen einziehen, kämen mindestens weitere vier Millionen Euro dazu - so viel erhält der Verlierer des Finals. Bei einem Sieg winken sogar sieben Millionen Euro.

Der abstiegsbedrohte spanische Erstligist Celta Vigo hat sich von seinem Trainer Fernando Vazquez getrennt. Der 52-jährige Coach musste seinen Posten nach der 2:4-Niederlage bei Recreativo Huelva räumen. Celta Vigo war im Achtelfinale des Uefa-Pokals 0:1 und 0:2 an Werder Bremen gescheitert und hat in der Primera División seit sechs Spielen nicht mehr gewonnen. Derzeit rangiert das Team als 18. auf einem Abstiegsplatz. Vazquez war bei den Galiciern seit 2004 tätig.

Das Trainingsgelände des Zweitligisten 1. FC Köln am Geißbockheim wird zukünftig "RheinEnergieSportpark" heißen. Dies teilte der Club heute mit. Die seit längerem bestehende Vereinbarung über die Namenspatenschaft mit dem FC-Partner soll am 10. Mai mit der offiziellen Eröffnung umgesetzt werden.

maa/dpa/sid

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