Kurzpässe Quintett verlässt Lautern, Preetz bleibt bei Hertha

Gleich fünf Spieler verlassen den 1. FC Kaiserslautern nach dem Abstieg des Vereins in die zweite Liga. Zugleich vermeldeten die Pfälzer einen Neuzugang. Ex-Profi Michael Preetz wird weiterhin für Hertha BSC Berlin arbeiten. Der Franzose Ludovic Giuly ist sauer.


Hamburg - Der 23-jährige Aimen Demai vom 1. FC Saarbrücken ist der vierte Neuzugang des 1. FC Kaiserslautern für die kommende Spielzeit. Wie die Pfälzer mitteilte, sei der Transfer mit Saarbrücken "vorbereitend geklärt" und soll in den nächsten Tagen abgeschlossen werden. Demai wird einen Vertrag bis 2009 unterschreiben. Für den Franzosen soll Kaiserslautern eine geschätzte Ablösesumme von einer Million Euro zahlen.

Mittelfeldspieler Skela: Ziel unbekannt
DPA

Mittelfeldspieler Skela: Ziel unbekannt

Wie erwartet verlassen werden Kaiserslautern Ervin Skela, Marcelo Pletsch, Torsten Reuter und Mihael Mikic (alle Ziel unbekannt), deren Verträge nur im Fall des Klassenerhaltes gültig geblieben wären. Auch der in der Winterpause von Malmö FF ausgeliehene norwegische Nationalspieler Jon Inge Hoiland kehrt nach Schweden zurück.

Hertha BSC hat den zum 30. Juni 2006 auslaufenden Vertrag mit Michael Preetz verlängert. Der frühere Hertha-Torjäger und bisherige Assistent der Geschäftsführung wird jetzt Abteilungsleiter des Lizenzspielerbereichs, verantwortlich für Organisation, Scouting und Fanbetreuung. "Es ist meine Absicht, ihn und Jochen Sauer auf meine Nachfolge im Jahr 2010 vorzubereiten", sagte Manager Dieter Hoeneß, der Vorsitzende der Geschäftsführung. Sauer ist derzeit Vereinsjustiziar bei den Berlinern.

Der FC Watford hat die Rückkehr in die englische Premier League geschafft. Der frühere Club von Sir Elton John gewann in Cardiff das Playoff-Finale gegen Leeds United 3:0 (1:0). Vor Watford war bereits auf direktem Weg dem FC Reading und Sheffield United der Sprung in die höchste Spielklasse gelungen. Das Trio nimmt in der kommenden Premier-League-Saison die Plätze von Birmingham City, West Bromwich Albion und des FC Sunderland ein. Elton John war in Watford Mitte 2002 nach insgesamt 25 Jahren als Präsident und Mäzen ausgestiegen. Zwei Jahre zuvor war der Verein aus der Premier League abgestiegen. Bis zum Aufstieg hatte Watford seit Johns Abschied mehrfach mit finanziellen Problemen zu kämpfen.

Große Freude auch beim 1. FC Magdeburg: Der Verein kehrt in die Regionalliga zurück. Am Sonntag genügte dem Traditionsverein ein 0:0 gegen den SV 1919 Grimma in der Oberliga, um den Aufstieg endgültig perfekt zu machen. Einen Spieltag vor Saisonschluss hat Magdeburg vier Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzieren VFC Plauen. Magdeburg war im Jahr 2002 aus der Regionalliga abgestiegen.

Oliver Bierhoff sieht sich im Nachhinein als ein Benachteiligter in Italiens Fußball-Skandal um Juventus Turin. Er habe vor Jahren in einem Meisterschaftsspiel in Turin ein reguläres Tor für Udinese Calcio erzielt, das allerdings nicht anerkannt worden war. Der Ball sei 20 Zentimeter hinter der Linie gewesen, sagte der Nationalmannschaftsmanager in Genf rückblickend auf seine Karriere in Italien: "Man hatte damals als Spieler bei einem kleinen Verein immer das Gefühl, dass es nicht ganz sauber läuft."

Der französische Nationalspieler Ludovic Giuly fühlt sich von Auswahltrainer Raymond Domenech um seine WM-Chancen betrogen. "Ich bin nochmals alle Auswahlkriterien von Domenech durchgegangen. Er wollte Erfahrung, Spieler, die sich notfalls auch mit einem Platz auf der Bank zufrieden geben, Spieler, die bei großen Clubs unter Vertrag stehen und in großen Partien zum Einsatz gekommen sind, und Spieler, die sich nicht beschweren", sagte der Franzose, der am vergangenen Mittwoch mit dem FC Barcelona die Champions League gegen den FC Arsenal (2:1) gewonnen hatte.

Er habe all diese Kriterien bei Barcelona erfüllt. "Ich kann die Entscheidung nicht nachvollziehen, oder er hat die Kriterien geändert", wetterte der Offensivspieler. Statt Giuly wurde Neuling Franck Ribery von Olympique Marseille vor Wochenfrist von Domenech nominiert. Außerdem beklagte sich Giuly über das Verhalten des Cheftrainers: "Er hätte mir die Entscheidung wenigstens persönlich mitteilen können. Es wäre das Wenigste, was er hätte tun können."

pav/sid



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