Kurzpässe Rassismus-Vorwürfe gegen Suárez, Fenin geht es besser

Luis Suárez soll Patrice Evra rassistisch beleidigt haben. Nach seiner Hirnblutung ist Martin Fenin auf dem Weg der Besserung. Außerdem: Frank Rost muss in der MLS um die Playoffs zittern und der 1. FFC Frankfurt feierte einen hohen Sieg.

ManUnited-Profi Evra (l.), Liverpools Suárez: Verbale Auseinandersetzung
DPA

ManUnited-Profi Evra (l.), Liverpools Suárez: Verbale Auseinandersetzung


Hamburg - Manchester Uniteds Patrice Evra hat Liverpools Stürmer Luis Suárez vorgeworfen, ihn rassistisch beleidigt zu haben. "Er hat versucht, mich aufzuziehen. Es gibt Kameras, und da sieht man, wie er mindestens zehnmal ein bestimmtes Wort zu mir sagt", sagte Evra nach dem 1:1 seines Teams in Liverpool dem französischen TV-Sender Canal Plus. Ein Sprecher der "Reds" sagte, dass Suárez die Anschuldigungen "kategorisch zurückgewiesen" habe. Der englische Verband FA kündigte an, den Vorfall zu untersuchen. Schiedsrichter Andre Marriner war über die angebliche Beleidigung informiert worden.

Nach seiner Hirnblutung ist der Zustand von Martin Fenin stabil, teilte sein Club Energie Cottbus mit. Der 24-Jährige bleibt aber vorerst im Krankenhaus. Der Tscheche hatte am Samstag eine Hirnblutung erlitten und war in ein Cottbuser Krankenhaus eingeliefert worden. Dort werde er nun weiter stationär behandelt, sagte Clubsprecher Lars Töffling der "Lausitzer Rundschau". Demnach sind für die kommenden Tage zusätzliche Untersuchungen geplant. Wie lange Fenin ausfällt, ist noch offen.

Bei der U17-Weltmeisterschaft im vergangenen Sommer in Mexiko soll es mehrere Dutzend positive Dopingproben gegeben haben. Das berichtet die ARD. Demnach sollen die Spieler positiv auf Clenbuterol getestet worden sein. Die positiven Proben sollen allerdings auf verunreinigtes Fleisch zurückzuführen sein. Daher wird es laut Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) keine Sanktionen gegen die betroffenen Spieler geben. Deutsche Spieler sind laut ARD nicht betroffen. Möglicherweise weil der DFB einen eigenen Koch mit zur WM genommen hatte. Die deutsche Auswahl hatte Platz drei belegt. Den WM-Titel hatte Gastgeber Mexiko gewonnen. Erst vor einigen Tagen hatte die WADA einen Freispruch von fünf positiv getesteten mexikanischen Nationalspieler durch den nationalen Fußballverband FMF akzeptiert und erklärt, keinen Einspruch beim internationalen Sportgerichtshof Cas einzulegen. Damit hatte sich die WADA der Einschätzung der Fifa angeschlossen, dass die auf Clenbuterol positiven Proben der Spieler auf verunreinigtes Fleisch zurückzuführen seien.

Rückschlag für Frank Rost und die New York Red Bulls im Kampf um die Playoffs in der nordamerikanischen Profiliga MLS: Bei Sporting Kansas City unterlag New York 0:2 (0:0), nachdem Thierry Henry in der 27. Minute die Rote Karte gesehen hatte. Der französische Welt- und Europameister hatte sein Knie einem am Boden liegenden Gegenspieler in den Rücken gerammt. Der Platzverweis war umstritten. Die Red Bulls können die Playoffs mit einem Sieg im letzten Vorrundenspiel gegen Philadelphia Union allerdings noch aus eigener Kraft erreichen.

In der Frauen-Bundesliga hat Sandra Smisek den 1. FFC Frankfurt am siebten Spieltag zu einem 7:1 (5:1)-Sieg über den FC Bayern München geführt. Vor der bisherigen Saison-Rekordkulisse von 3230 Zuschauern gelang der früheren Nationalspielerin innerhalb von sieben Minuten ein Hattrick (30./33./36. Minute). Die weiteren Tore für die Gastgeberinnen erzielten Fatmire Bajramaj (10.), Kerstin Garefrekes (15./74.) und Jessica Landström (85.). Laura Feiersinger hatte für den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer gesorgt (43.).

Der VfL Wolfsburg muss in den kommenden Wochen auf Alexander Madlung verzichten. Der Innenverteidiger hat beim 2:1 (1:0)-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg einen Muskelfaserriss im Oberschenkel erlitten. Das bestätigte VfL-Coach Felix Magath am Sonntag.

max/dpa/sid

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