Kurzpässe Real hat Interesse an Diego, Inter an Buffon und Toni

Italiens Meister ist auf der Suche nach prominenten Neuzugängen für die kommende Saison. Real Madrid will laut einer spanischen Zeitung den Bremer Regisseur weglocken. Schalke hat einen Frankfurter verpflichtet, der eher für Verletzungen als für Glanzleistungen bekannt ist.


Hamburg - Real Madrid hat nach einem spanischen Zeitungsbericht den brasilianischen Fußballer Diego von Werder Bremen ins Visier genommen. Wie das Madrider Sportblatt "Marca" heute schreibt, will der spanische Rekordmeister den 22-jährigen Mittelfeldspieler für die kommende Saison unter Vertrag nehmen. Die "Königlichen" haben demnach bereits Kontakt zum Manager des Brasilianers aufgenommen. Diego war im vergangenen Jahr vom FC Porto gekommen und hat einen bis 2010 laufenden Vertrag in Bremen.

Bremens Diego: Vertrag bis 2010
REUTERS

Bremens Diego: Vertrag bis 2010

Diego, der nach seinem Bilderbuch-Tor beim 3:1 am vergangenen Freitag gegen Alemannia Aachen bereits ein deutliches Bekenntnis pro Werder abgegeben hatte, zeigte sich von der Meldung überrascht: "Ich habe mit keinem anderen Verein Kontakt und möchte das auch nicht weiter kommentieren", sagte der Mittelfeldspieler.

Der seit Monaten im Raum stehende Wechsel von Jermaine Jones von Eintracht Frankfurt zum FC Schalke 04 ist perfekt. Dies bestätigte der Bundesliga-Tabellenführer am Nachmittag. Der 25 Jahre alte ehemalige U21-Nationalspieler, der nach einer Meniskus-Operation in der laufenden Saison für die Hessen wohl nicht mehr zum Einsatz kommen wird, wechselt ablösefrei zu den "Königsblauen" und unterschrieb nach Angaben der "Bild"-Zeitung einen Vertrag bis 2011.

Bereits vor einigen Wochen hatte der Frankfurter Kapitän Trainer Friedhelm Funkel und Vorstandsboss Heribert Bruchhagen mitgeteilt, dass er den zum Saisonende auslaufenden Vertrag bei der Eintracht nicht verlängern werde. Zuvor hatten die Königsblauen Abwehrspieler Heiko Westermann (Arminia Bielefeld) und Torwart Mathias Schober (Hansa Rostock) ab der kommenden Saison unter Vertrag genommen.

Massimo Moratti, Clubchef des italienischen Fußball-Meisters Inter Mailand, plant massive Investitionen. Auf Morattis Wunschliste steht angeblich ganz oben Nationaltorhüter Gianluigi Buffon von Juventus Turin. Rund 30 Millionen Euro will der Inter-Boss für den Schlussmann investieren. Buffon soll seine Bereitschaft signalisiert haben, den in die Serie B zwangsabgestiegenen Rekordmeister zu verlassen, um wieder in der Champions League zu spielen. Buffon steht seit sechs Jahren bei Juve unter Vertrag. Angeblich fordert Juventus allerdings 40 Millionen Euro für den Keeper.

Außerdem buhlt Inter um die Gunst von Torjäger Luca Toni vom AC Florenz. An dem Angreifer war auch Bayern München interessiert. Offenbar will Trainer Roberto Mancini künftig im Inter-Angriff den Schweden Zlatan Ibrahimovic zusammen mit Toni spielen lassen. Der brasilianische Stürmerstar Adriano soll dagegen die Lombarden verlassen, da er in dieser Saison die Erwartungen bei weitem nicht erfüllt hat. Zu den Spielern, die sich von Inter verabschieden werden, zählt der Portugiese Luis Figo, der einen Einjahresvertrag bei Al Ittihad aus Saudi-Arabien unterschrieben hat. Angeblich soll der ehemalige Barça- und Real-Star durch seinen Landsmann Deco vom FC Barcelona ersetzt werden.

Der kroatische Verband will eine Entschädigung von der Europäischen Fußball-Union (Uefa), nachdem er mit seiner gemeinsamen Bewerbung zusammen mit Ungarn um die Ausrichtung der EM 2012 in der vergangenen Woche gescheitert war. "Wir haben Michel Platini mitgeteilt, dass uns große Kosten entstanden sind. Unsere Forderung beläuft sich zwischen 2,5 und 3,5 Millionen Euro", äußerte der kroatische Verbandspräsident Vlatko Markovic in der Tageszeitung "Jutarnji List."

Markovic erklärte, dass er Uefa-Präsident Platini bereits auf das Thema angesprochen habe. Der Verband Kroatiens will in Kürze ein offizielles Schreiben mit einer entsprechenden finanziellen Forderung an den europäischen Kontinentalverband richten. Laut Markovic habe Frankreichs Fußball-Ikone versprochen, das Thema auf der nächsten Sitzung des Exekutivkomitees der Uefa zu besprechen. Kroatien/Ungarn hatten bei der Abstimmung durch das Uefa-Exekutivkomitee in Cardiff/Wales keine Stimme erhalten. Den Zuschlag hatte die gemeinsame Kandidatur von Polen und der Ukraine erhalten.

mig/sid/dpa



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