Kurzpässe Real lehnt Chelsea-Offerte für Robinho ab

Angebot abgelehnt: Real Madrid lässt Robinho nicht zu Chelsea gehen - zumindest nicht für 25 Millionen Euro. Luca Toni musste sich einer Zahnoperation unterziehen, Wolfsburg verzeichnet einen Zuschauerboom. Das Stadion von Boavista Porto wird versteigert.


Hamburg - Der spanische Meister Real Madrid hat ein Angebot des FC Chelsea für den brasilianischen Stürmer Robinho zurückgewiesen. Laut der spanischen Sportzeitung "As" haben die Madrilenen Chelsea per Fax mitgeteilt, dass Robinho nicht zu verkaufen sei. Chelsea, Club von Michael Ballack und seit Saisonbeginn trainiert vom früheren brasilianischen und portugiesischen Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari, hatte am Freitag auf seiner Internetseite ein offizielles Angebot an Real bestätigt, ohne jedoch eine Summe zu nennen. Laut Medienberichten soll es sich um 25 Millionen Euro gehandelt haben.

Umworbener Robinho: Von Real für unverkäuflich erklärt
AFP

Umworbener Robinho: Von Real für unverkäuflich erklärt

Die von Bernd Schuster trainierten Madrilenen sollen laut der Sportzeitung "Marca" die Offerte als "zu niedrig, um nicht zu sagen lächerlich" bezeichnet haben und wollen keine weiteren Verhandlungen führen. Der 24 Jahre alte Robinho, der schon 50 Länderspiele absolviert hat, spielt seit 2005 in Madrid.

Das Stadion des portugiesischen Ex-Meisters Boavista Porto, Austragungsort der Fußballeuropameisterschaft 2004, kommt unter den Hammer. Die Finanzbehörden ordneten an, dass das 30.000 Zuschauer fassende "Estádio do Bessa" für ein Mindestgebot von 29 Millionen Euro zwangsversteigert wird. Sie begründeten die Entscheidung nach Presseberichten vom Samstag damit, dass der Traditionsverein dem Fiskus fünf Millionen Euro schulde. Für den portugiesischen Meister von 2001 und Neunten der vorigen Saison bedeutet dies einen weiteren schweren Rückschlag. Boavista war aufgrund seiner Verwicklung in den portugiesischen Schiedsrichterskandal in den Jahren 2003 und 2004 zum Zwangsabstieg in die Zweite Liga verurteilt worden.

Der Streit um die Olympia-Abstellung der Bundesliga-Profis geht weiter. Als erster Bundesligist hat Hertha BSC Berlin am Samstag einen derzeit in Peking beschäftigen Profi zurückbeordert. Die Hertha forderte den Fußball-Verband von Serbien in einer dreizeiligen Mitteilung auf, den Mittelfeldspieler Gojko Kacar vom olympischen Fußball-Turnier sofort nach Berlin zurückzuschicken. Nahezu zeitgleich kündigte Schalke 04 an, auch im Fall des Brasilianers Rafinha weitere rechtliche Schritte einzuleiten. Beide Clubs wollen, dass die Verbände eine Versicherung für die Spieler abschließen.

Der Internationale Sportgerichtshof Cas hatte entschieden, dass Clubs ihre Spieler nicht freistellen müssen. Schalke hatte Rafinha nicht aus China zurückgerufen. Allerdings forderte der Club den brasilianischen Verband CBF auf, eine Versicherung für den Verletzungsfall abzuschließen. "Wir haben bis jetzt keine Antwort erhalten", sagte Schalke-Manager Andreas Müller und kündigte an, sich erneut an den Weltverband Fifa und den Cas zu wenden. Bundesliga-Konkurrent Werder Bremen hatte im Fall Diego ähnliche Forderungen an die Fifa und den brasilianischen Verband gestellt.

Beim Bundesligisten VfL Wolfsburg boomt der Dauerkartenverkauf. Eine Woche vor dem Saisonstart gegen den 1. FC Köln am 16. August hat der Uefa-Cup-Teilnehmer nach eigenen Angaben bereits 15.200 Saisontickets abgesetzt - so viele wie nie zuvor. Die bisherige Bestmarke aus dem vergangenen Spieljahr lag bei 12 500 verkauften Karten. Auch für den Saisonauftakt gegen Aufsteiger Köln kündigt sich eine große Kulisse an. 23.500 der 30.000 zur Verfügung stehende Karten für die Volkswagen Arena sind bereits verkauft. "Wir gehen davon aus, dass die Partie ausverkauft sein wird", sagte VfL-Geschäftsführer Jürgen Marbach.

Luca Toni vom deutschen Rekordmeister FC Bayern München hat einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Nach seiner Wadenverletzung zwang den italienischen Weltmeister nun eine Zahn-Operation zu einer erneuten Trainingspause, wie die Münchner auf ihrer Homepage mitteilten. Bei gutem Heilungsprozess soll Toni aber schon im Laufe des Wochenendes wieder ins Reha-Training einsteigen können.

Zweitligist TuS Koblenz hat den französischen Offensivspieler Fabrice Begeorgi vom Erstligisten Olympique Marseille ausgeliehen. Wie der Club mitteilte, läuft der Vertrag über ein Jahr bis zum 30. Juni 2009. Der 21-Jährige spielte zuletzt auf Leihbasis für den französischen Zweitligisten SC Amiens.

Werder Bremen hat in der 3. Liga seinen ersten Saisonsieg perfekt gemacht. In einem Nachholspiel der zweiten Runde bezwang das Team von Trainer Thomas Wolter den SV Sandhausen 4:3 (3:0). Vor 550 Zuschauern waren in Halbzeit eins zweimal der von Eintracht Braunschweig an die Weser gewechselte Torsten Oehrl (17., 30.) sowie Marc Heider (26.) erfolgreich. Nach dem Seitenwechsel schalteten die Bremer einen Gang zurück, was Sandhausen durch Emre Öztürk (47.) und Denis Bindnagel (72.) nutzen konnte. Nach dem 4:2 durch Philip Bargfrede (80.) gelang Bindnagel (90.) noch einmal der Anschlusstreffer.

ruf/sid/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.