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30. November 2006, 14:34 Uhr

Kurzpässe

Rentenvertrag für Rijkaard, Hiddink macht Hoffnung

Der FC Barcelona will trotz des drohenden Ausscheidens in der Champions League seinen Trainer langfristig binden. Der FC Sevilla widmet den Sieg in einem Uefa-Cup-Spiel einem verstorbenen Ex-Coach. Ein ehemaliger Trainer der australischen Nationalmannschaft kann sich eine Rückkehr vorstellen.

Hamburg - Der FC Barcelona will über das Jahr 2009 mit Trainer Frank Rijkaard zusammenarbeiten. Die Katalanen boten dem Niederländer vor dem entscheidenden Gruppenspiel der Champions League gegen den Werder Bremen am Dienstag (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) einen Rentenvertrag an. Das Angebot soll selbst bei einem Ausscheiden nach der Vorrunde gelten. "Ich bin sehr stolz und sehr glücklich, weil wir den besten Trainer der Welt haben. So lange er sich wohl fühlt und so lange er will, kann er bei Barcelona bleiben. Ich würde gerne jetzt schon seinen bis 2009 laufenden Vertrag verlängern", sagte Präsident Joan Laporta.

Trainer Frank Rijkaard: Vertrag bis zur Rente beim FC Barcelona
AP

Trainer Frank Rijkaard: Vertrag bis zur Rente beim FC Barcelona

Der FC Sevilla hat den 4:0-Sieg bei Grasshopper Zürich in der Uefa-Cup-Gruppenphase gestern dem verstorbenen Ex-Trainer Max Merkelgewidmet. "Er hat bei unserem Klub Geschichte geschrieben", sagte Trainer Juan de Ramos nach dem Erfolg, der dem spanischenTitelverteidiger bereits das Weiterkommen in die nächste Runde sicherte. Merkel war von 1969 bis 1971 Coach in Sevilla.

Guus Hiddink hat in Australien Spekulationen über eine Rückkehr als Nationaltrainer der "Socceroos" ausgelöst. "Alles ist möglich, zumal ich bei der Weltmeisterschaft 2010 ein Team trainieren möchte und mein Vertrag mit Russland Mitte 2008 ausläuft", sagte der 60 Jahre alte Coach australischen Medien. Mit Australien war Hiddink bei der WM in Deutschland erst im Achtelfinale gegen den späteren Weltmeister Italien (0:1) unglücklich gescheitert. Der Niederländer hat nach eigenen Angaben auch nach seinem Abschied im Sommer den Weg der "Socceroos" immer verfolgt und zeigte sich angesichts der souveränen Qualifikation für den Asien-Cup 2007 beeindruckt: "Australien hat sich seitdem stetig verbessert. Das ist schön zu sehen." Ein frühzeitiger Ausstieg als Nationaltrainer Russlands stehe aber nicht zur Debatte, sagte Hiddink.

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