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Kurzpässe Ribéry-Entscheidung verschoben, Kießling verlängert bis 2015

Vorerst keine Gespräche: Die Entscheidung über den Verbleib von Franck Ribéry beim FC Bayern wird voraussichtlich erst am Ende der Saison fallen. Stefan Kießling bleibt bis 2015 bei Bayer Leverkusen. Der DFB belegt Fans des Hamburger SV mit landesweiten Stadionverboten.

Hamburg - Der FC Bayern und sein Superstar Franck Ribéry haben die angekündigten Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung vertagt. Die Entscheidung über die Zukunft des französischen Nationalspielers wird voraussichtlich erst am Saisonende fallen. "Ich habe das Thema am Samstag in einem Gespräch mit Franck angeschnitten und ihn gefragt, wie er sich seine Zukunft vorstellt", sagte Sportdirektor Christian Nerlinger der "Bild"-Zeitung. "Er hat geantwortet, dass er sich in den nächsten Wochen erst einmal auf das Sportliche konzentrieren will."

"Wir können auch noch bis zum Ende der Saison warten, bis wir reden", sagte Nerlinger. Auch Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge räumte im TV-Sender Sky ein, dass die Entscheidung im Fall Ribéry erst Ende der Saison fallen könnte. Erst vor kurzem hatte Rummenigge betont, eine Vertragsverlängerung habe " absolute Priorität".

Nationalstürmer Stefan Kießling hat seinen Vertrag mit dem Bundesligisten Bayer Leverkusen bis 2015 verlängert. Der Vertrag des mit 16 Treffern aktuell besten Bundesliga-Torschützen wäre 2012 ausgelaufen. "Ich fühle mich mit meiner Familie in Leverkusen sehr wohl, und der Club hat auf lange Sicht ausgezeichnete Perspektiven", sagte Kießling. "Deshalb gibt es für mich keinen Grund, irgendetwas zu ändern." Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser sagte: "Wir waren uns im Prinzip schon länger einig, jetzt haben wir auch die formalen Dinge erledigt. Es freut uns, mit Stefan Kießling einen der besten deutschen Stürmer auch weiterhin in unseren Reihen zu haben."

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat mehr als 30 Anhänger des Bundesligisten Hamburger SV mit landesweiten Stadionverboten belegt. Der DFB reagierte damit auf Ausschreitungen vor gut drei Monaten. Hamburger Fans sowie Anhänger von Arminia Bielefeld und Hannover 96 hatten damals den Bielefelder Bahnhof verwüstet. Die Fans hatten sich vor der HSV-Partie beim FSV Mainz 05 (1:1) in Bielefeld getroffen. Die Stadionverbote gelten bis Mitte 2012, sagte HSV-Vorstandsmitglied Oliver Scheel dem Radiosender NDR.

Dietmar Beiersdorfer, ehemaliger Sportchef des HSV, will Hamburgs Mittelfeldspieler Zé Roberto offenbar zu den Red Bulls New York locken. Nach Berichten der "Bild"-Zeitung habe Beiersdorfer, der bei dem Getränkehersteller für den Fußballbereich zuständig ist, dem Brasilianer ein jährliches Nettogehalt von 3,65 Millionen Euro bis 2013 angeboten. Dem HSV ist davon jedoch noch nichts bekannt: "Uns liegt kein Angebot vor. Zé hat einen gültigen Vertrag bis 2011, und wir wollen ihn vorher auch nicht abgeben", sagte HSV-Chef Bernd Hoffmann.

Unter den Besten Europas: Bundesligist Borussia Dortmund hat hinter dem Champions-League-Sieger FC Barcelona den zweithöchsten Zuschauerschnitt in Europa. Am Samstag wird der BVB im Top-Spiel gegen Bayer Leverkusen (18.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) zum zwölften Mal die Grenze von einer Million Zuschauer innerhalb einer Saison überschreiten. Das Derby ist mit 80.552 Besuchern ausverkauft. Damit liegt der Schnitt nach dem 14. Heimspiel am Samstag bei 76.360 Zuschauern. Barcelona liegt mit 77.607 Zuschauern auf Platz eins, Dritter ist Manchester United (74.729).

klu/dpa/sid
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