Kurzpässe Ribéry erfolgreich operiert, Heldt verhandelt über Gomez-Transfer

Keine Komplikationen: Bayern-Star Franck Ribéry kann in einigen Tagen das Krankenhaus verlassen. Der VfB Stuttgart und Bayern München sprechen über einen Wechsel von Angreifer Mario Gomez. Der FC Barcelona will zwei Spieler vom FC Arsenal verpflichten.


Hamburg - Frankreichs Mittelfeldspieler Franck Ribéry ist am Donnerstag im Klinikum München-Bogenhausen erfolgreich operiert worden. Wie sein Verein Bayern München bekannt gab, sei der Eingriff aufgrund des erlittenen Syndesmoserisses oberhalb des linken Sprunggelenks ohne Komplikationen verlaufen. Der 25-Jährige hatte sich die Verletzung bei der 0:2-Niederlage im EM-Gruppenspiel gegen Italien am Dienstag zugezogen. Ribéry soll nun noch einige Tage zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben, anschließend werde er Urlaub machen, hieß es. Insgesamt wird der Franzose dem deutschen Rekordmeister rund acht Wochen fehlen.

Frankreichs Ribéry (oben): OP ohne Komplikationen
REUTERS

Frankreichs Ribéry (oben): OP ohne Komplikationen

Der Transfer von Nationalstürmer Mario Gomez vom VfB Stuttgart zum FC Bayern München nimmt immer konkretere Formen an. Bereits am Freitag soll sich VfB-Manager Horst Heldt zu einem Gespräch mit Münchner Verantwortlichen treffen. "Die Bayern haben uns eingeladen, und wir haben angenommen", sagte VfB-Aufsichtsratsvorsitzender Dieter Hundt. Heldt erklärte auf der VfB-Homepage: "Es wird einen Informationsaustausch mit dem FC Bayern München geben, der aber nicht in München stattfinden wird. An unserer Position, dass wir Mario Gomez beim VfB behalten wollen, hat sich absolut nichts geändert." Gomez besitzt noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012 bei den Stuttgartern.

Die Champions League wird im frei empfangbaren Fernsehen bis 2012 vom Privatsender Sat.1 übertragen. Dies gab die ProSiebenSat.1 Media AG am Donnerstag bekannt. Der Sender hat die Rechte für ein Live-Spiel pro Spieltag erworben, alle Begegnungen wird der Pay-TV-Sender Premiere übertragen. Für den Uefa-Cup sicherte sich Sat.1 die Free-TV-Rechte ebenfalls von 2009 bis 2012. Der Sender wird jeweils mittwochs ein Champions-League-Spiel übertragen. Sollte nur noch eine deutsche Mannschaft im Wettbewerb verbleiben und an einem Dienstag spielen, kann der Ausstrahlungstag wechseln. Im Uefa-Cup zeigt Sat.1 donnerstags je zwei Spiele live.

Der FC Barcelona soll an einer Verpflichtung von Stürmer Emmanuel Adebayor vom Premier-League-Club FC Arsenal interessiert sein. Berichten mehrerer spanischer Sporttageszeitungen zufolge seien die Katalanen bereit, bis zu 29 Millionen Euro Ablöse für den 24-Jährigen zu zahlen. Allerdings wollen die "Gunners" den Nationalspieler aus Togo nicht ziehen lassen. Adebayor war 2006 für umgerechnet neun Millionen Euro Ablösesumme vom AS Monaco zu Arsenal gewechselt. Barcelonas neuer Trainer Josep Guardiola erklärte, dass man nach einem neuen Stürmer suche. Denn der Kameruner Samuel Eto'o wird den Club verlassen.

Zudem verhandelt der FC Barcelona nach Auskunft des Vizepräsidenten Marc Ingla mit dem weißrussischen Nationalspieler Alexander Hleb, Mannschaftskollege Adebayors, über einen Wechsel. "Unsere Gespräche mit Hleb dauern an", sagte Ingla dem Radiosender Catalunya Radio. Ingla bezeichnete Hleb als Profi mit "besonderen Qualitäten", betonte aber auch, dass man andere Optionen habe, falls der FC Arsenal sich entscheiden sollte, den 27-Jährigen nicht zu verkaufen. Hleb war im Sommer 2005 vom VfB Stuttgart nach London gewechselt, zuletzt soll auch der FC Bayern München Interesse an ihm bekundet haben.

Bitterer Abend für Diego, Polizeischutz für Guerrero

Die mit Spannung erwartete Partie zwischen Brasilien und Argentinien in Belo Horizonte endete mit einem 0:0. Somit konnte keine der beiden Mannschaften in der südamerikanischen Qualifikation zur WM-Endrunde 2010 die 2:4-Pleite von Spitzenreiter Paraguay (13 Punkte) bei Schlusslicht Bolivien ausnutzen. Argentinien liegt mit elf Punkten aus sechs Spielen auf Platz zwei, Brasilien mit neun Zählern auf Rang vier.

Besonders bitter war der Abend für den brasilianischen Mittelfeldspieler Diego von Werder Bremen, der zunächst auf der Bank Platz nahm. Nach 33 Minuten erhielt der Werder-Regisseur für den verletzten Anderson seine Chance, Nationaltrainer Carlos Dunga nahm ihn aber nach 78 Minuten und einem ideenlosen Spiel wieder vom Platz.

Die nach dem 0:6-Debakel in Uruguay auf den letzten Platz abgerutschte peruanische Nationalmannschaft ist nach ihrer Rückkehr aus Montevideo von 180 aufgebrachten Fans auf dem Flughafen in Lima empfangen worden. Die Mannschaft um den Hamburger Bundesliga-Profi Paolo Guerrero konnte nur unter Polizeischutz den Mannschaftsbus betreten und musste sich lautstarke Beleidigungen der Fans gefallen lassen.

wit/sid/dpa



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