Kurzpässe Ricken verabschiedet sich, Podolski vor Rückkehr

Lukas Podolski hat seit November kein Spiel mehr für Bayern München bestritten. Wenn es nach der Vereinsführung geht, soll sich das ausgerechnet gegen Podolskis neuen Club ändern. Lars Ricken hat seine Karriere beendet, DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus hält nichts von englischen Verhältnissen.


Hamburg - Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hat vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln (Samstag, 15.30, Liveticker SPIEGEL ONLINE) eine Rückkehr von Lukas Podolski in den Kader gefordert. "Lukas ist leider einige Zeit verletzungs- und krankeitsbedingt ausgefallen, doch jetzt ist er zum Glück wieder fit. Es wäre unser aller Wunsch beim FC Bayern, wenn er wieder in den Kader zurückkommt", wird Rummenigge am Montag auf der Homepage des FC Bayern zitiert. Podolski hat zuletzt im vergangenen November ein Spiel für den Rekordmeister bestritten.

Bayern-Profi Podolski (M.): Gegen Köln im Kader?
AP

Bayern-Profi Podolski (M.): Gegen Köln im Kader?

Auch Manager Uli Hoeneß verwies angesichts der Ungewissheit bei Luca Toni ebenfalls auf Podolski. "Im Sturm können wir aus dem Vollen schöpfen. Lukas ist wieder gesund. Er wird demnächst wieder im Kader sein", sagte Hoeneß. Vermutlich schon gegen Köln. Denn mit Tonis Problemen ist nicht zu spaßen, wie eine Kernspin-Untersuchung am Sonntag ergab. "Wir müssen aufpassen, dass es nicht chronisch wird", so Hoeneß. Toni musste wegen der Reizung der Achillessehne am rechten Fuß in Berlin (1:2) nach 30 Minuten vom Platz.

Holger Hieronymus, Geschäftsführer Spielbetrieb der Deutschen Fußball Liga (DFL), hat sich gegen eine komplette Abschaffung der Bundesliga-Winterpause ausgesprochen. "Der deutsche Fußball ist anders als der englische. Ich glaube nicht, dass wir irgendwann durchspielen werden", sagte der 49-Jährige im Interview mit dem "Kicker".

Eine kürzere Winterpause hält Hienonymus dagegen für sinnvoll. In der Spielzeit 2009/2010 wird die Winterpause auf rund drei Wochen verkürzt, die Saison endet wegen der WM in Südafrika bereits am 8. Mai 2010. Die Rückrunde startet am 15. Januar 2010. "Gemeinsam mit dem DFB haben wir eine Studie in Auftrag gegeben, um zu schauen, ob sich die Verletzungsanfälligkeit der Spieler durch die Verkürzung auf drei Wochen verändert. Die Belastung für die Clubs müsste sich durch den einhergehenden Wegfall der zwei bis drei Dienstags- und Mittwochsspieltage in einer Bundesligasaison verringern", sagte Hieronymus.

Zudem bestätigte Hieronymus, dass die Liga bereits Anfang des kommenden Monats über eine Aufstockung der 1. und 2. Bundesliga auf 20 Vereine beraten will. "Von einigen Clubs steht das Feedback zu unserer Umfrage noch aus. Außerdem haben wir Untersuchungen extern in Auftrag gegeben. Ich gehe davon aus, dass wir Anfang März mit unseren Clubs über das Datenmaterial sprechen können", sagte Hieronymus.

Nach 15 Profi-Jahren hat Lars Ricken seine Laufbahn endgültig beendet. Das teilte sein Verein Borussia Dortmund am Montag mit. Bis zuletzt gehörte der 32-Jährige, der seit 1990 für den BVB spielte, zum Kader der zweiten Mannschaft. Seit Sommer 2008 ist Ricken Nachwuchs-Koordinator des BVB. "Meine neue Aufgabe als Verantwortlicher im Nachwuchsbereich des BVB macht mir Riesenspaß, fordert aber auch mein totales Engagement und lastet mich voll aus", begründete Ricken seinen Entschluss. Bereits mit 17 Jahren wurde er vom damaligen Trainer Ottmar Hitzfeld in den Profi-Kader berufen. Er bestritt 301 Bundesliga-Partien (45 Tore), berühmt wurde Ricken durch seinen Treffer zum 3:1-Endstand beim Champions-League-Sieg des BVB 1997 gegen Juventus Turin.

goe/sid/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.