Kurzpässe Robben bleibt Bayer, Timoschtschuk besser als Schewtschenko

Bekenntnis zum Problem-Star: Der FC Bayern schließt einen Wechsel von Arjen Robben im Sommer aus. Münchens Anatoli Timoschtschuk ist zum besten Spieler in der Geschichte der Ukraine gewählt worden. Außerdem: Ralf Rangnick hat wieder Lust auf Fußball.

Robben auf der Bayern-Bank: Ein Wechsel im Sommer steht "nicht zur Debatte"
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Robben auf der Bayern-Bank: Ein Wechsel im Sommer steht "nicht zur Debatte"


Hamburg - Im Pokal gegen Bochum hat Arjen Robben mit seinem Siegtreffer noch Eigenwerbung betrieben, anschließend kündigte Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger an, dass der Niederländer zumindest bis zu seinem Vertragsende 2013 beim FC Bayern München bleiben soll. "Egal, welche Transfers wir tätigen, es steht nicht zur Debatte, dass Arjen im Sommer 2012 den FC Bayern verlässt", sagte Nerlinger der "Sport Bild". Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, dass Robben bei einer Verpflichtung von Nationalspieler Marco Reus den Rekordmeister vorzeitig verlassen könnte. Der Niederländer hatte den Großteil der Bundesliga-Hinrunde wegen Verletzungen verpasst, beim 2:1 im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den VfL Bochum jedoch das Siegtor in der Nachspielzeit erzielt.

Für eine Überraschung sorgte Robbens Mannschaftskamerad Anatoli Timoschtschuk: Der 32-Jährige wurde zum besten Fußballer in der Geschichte seines Heimatlandes Ukraine gewählt. Timoschtschuk ließ bei der Fan-Wahl Stürmerstar Andrej Schewtschenko, Europas Fußballer des Jahres 2004, hinter sich. Seit der Unabhängigkeit der Ukraine im Jahr 1991 war Schewtschenko, langjähriger Star des AC Mailand und des FC Chelsea, sechsmal zum Fußballer des Jahres gewählt worden, Timoschtschuk nur dreimal. Mit mittlerweile 113 Länderspielen löste der Defensiv-Allrounder, der seit 2009 für die Münchner spielt, den 35 Jahre alten Angreifer von Dynamo Kiew (103 Spiele) als Rekordnationalspieler seines Landes ab.

Ralf Rangnick hat drei Monate nach seinem Rücktritt als Trainer von Schalke 04 sein Burn-out-Syndrom offenbar überwunden und wieder Lust auf Fußball. Rangnick war am 22. September wegen eines Erschöpfungssyndroms zurückgetreten. Schon zu Beginn der kommenden Saison will Rangnick aber bei einem Proficlub als Chefcoach wieder auf dem Platz stehen. "Ich denke, er wird 2012, spätestens im Sommer, auf die Fußball-Bühne zurückkehren," sagte Rangnicks Berater Oliver Mintzlaff der "Sport Bild". Mittlerweile hat Rangnick bei S04 seinen ursprünglich noch bis 2014 laufenden Vertrag aufgelöst. Die Abfindung soll eine Million Euro betragen haben. "Ralf Rangnick hat sich bei der Vertragsauflösung sehr gut verhalten und stand dem Verein nicht im Weg", sagte Schalkes Aufsichtsrats-Boss Clemens Tönnies.

Die deutsche Nationalmannschaft geht als Dritter der Weltrangliste ins EM-Jahr. Mit 1345 Punkten liegt die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw knapp hinter dem WM-Zweiten und EM-Gruppengegner Niederlande (1365) und deutlich hinter Welt- und Europameister Spanien (1564). Das geht aus dem am Mittwoch vom Fußball-Weltverband Fifa veröffentlichten Ranking hervor. Die Spanier beenden zum vierten Mal nacheinander das Jahr an der Spitze. Copa-America-Sieger Uruguay (1308), England (1173), Brasilien (1143), Portugal (1100), Kroatien (1091), Italien (1082) und Argentinien (1067) komplettieren die Top Ten. Den größten Sprung in der Rangliste machte in den vergangenen zwölf Monaten Wales. Das Team verbesserte sich von Platz 113 (2010) auf Rang 48 (2011).

Der ehemalige Leverkusener Arturo Vidal und vier weitere chilenische Nationalspieler müssen einen nächtlichen Ausflug mit langen Sperren büßen. Chiles Verband suspendierte das Quintett für die nächsten zehn Länderspiele und verhängte zudem Geldstrafen. Neben Vidal waren Carlos Carmona, Jorge Valdivia, Jean Beausejour und Gonzalo Jara vor dem 0:4 in der WM-Qualifikation am 7. November in Uruguay angetrunken ins Mannschaftsquartier zurückgekehrt.

luk/dpa/sid/dapd



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