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04. Juli 2008, 16:43 Uhr

Kurzpässe

Ronaldo wird operiert, Odonkor droht lange Pause

Nationalspieler David Odonkor muss erneut am Knie operiert werden und droht mehrere Monate auszufallen. Auch ManU-Superstar Cristiano Ronaldo wird seinem Club für Wochen fehlen. Bundesliga-Aufsteiger Hoffenheim hat Andreas Beck vom VfB Stuttgart verpflichtet.

Hamburg - Ronaldo wird sich nach Informationen des britischen Senders BBC kommende Woche einer Fußgelenksoperation unterziehen und danach bis zu sechs Wochen nicht spielen können. Der 23-jährige Mittelfeldmann von Manchester United könnte damit den Auftakt der Premier-League-Saison am 16. August verpassen.

Portugiesischer Nationalspieler Ronaldo: Mehrere Wochen Pause
AFP

Portugiesischer Nationalspieler Ronaldo: Mehrere Wochen Pause

Noch schlimmer erwischte es David Odonkor. Der 24-jährige deutsche Nationalspieler muss erneut am rechten Knie operiert werden und fällt voraussichtlich bis November aus. Wie sein spanischer Club Betis Sevilla mitteilte, kamen der Augsburger Kniespezialist Dr. Ulrich Boenisch sowie die beiden Vereinsärzte Santiago Perez Hidalgo und Tomas Calero zu dem Schluss, dass ein Eingriff unerlässlich sei. Dabei muss das Narbengewebe im Knie erneut geglättet werden. "Wenn die Rehabilitation ohne Komplikationen verläuft, könnte er nach den ersten beiden Monaten der neuen Spielzeit wieder zum Einsatz kommen", sagte Calero.

Bundesliga-Aufsteiger 1899 Hoffenheim hat U21-Nationalspieler Andreas Beck vom Ligakonkurrenten VfB Stuttgart verpflichtet. Über die Höhe der Ablösesumme wollten sich beide Clubs nicht äußern. Laut norwegischen Medienberichten sind die Hoffenheimer zudem an einer Verpflichtung des Innenverteidigers Vegard Forren von Molde FK interessiert.

Stürmer Manuel Fischer hat dagegen seinen 2009 auslaufenden beim VfB um zwei Jahre verlängert. "Manuel ist ein hoffnungsvolles Talent. Ihn zeichnet sein ausgeprägter Torriecher aus, und wenn er so weitermacht, wird er sich über kurz oder lang in der Bundesliga behaupten können", sagte Stuttgarts Trainer Armin Veh.

Der DFB hat auf seiner Präsidiumssitzung die Staffeleinteilung der ab der Saison 2008/2009 dreigleisigen Regionalliga verabschiedet. Demnach werden die zugelassenen 54 Vereine der viertklassigen Liga bis auf eine Ausnahme (der BV Cloppenburg wird in der Staffel West und nicht im Norden antreten) gemäß ihrer Regionalverbandszugehörigkeit auf die Staffeln Nord, West und Süd aufgeteilt. Das Präsidium folgte mit der Entscheidung dem Vorschlag des DFB-Spielausschusses.

Cloppenburgs Präsident Joachim Schröder lehnte aus wirtschaftlichen Gründen das Modell ab: "Es ist eine Riesensauerei, dass der DFB allen großen Vereinen die Wünsche erfüllt. Die Willkür ist unglaublich. Wir überlegen, ob wir überhaupt in der Regionalliga antreten werden", sagte Schröder.

Außerdem wurde das neue Verteilermodell für die TV-Einnahmen aus dem DFB-Pokal in der Saison 2008/2009 vom Präsidium genehmigt. Demnach erhalten Erstrunden-Teilnehmer künftig 97.942 Euro, danach steigen die Beträge von 227.133 Euro (2. Runde) über 454.267 Euro (3. Runde) und 908.533 Euro (4. Runde) auf 1,57 Millionen Euro im Halbfinale. Eine Niederlage im Finale bringt 1,71 Millionen Euro, der DFB-Pokalsieger erhält 2,56 Millionen Euro.

Bundesligist Eintracht Frankfurt hat den 22-jährigen Habib Bellaid verpflichtet. Der U21-Nationalspieler Frankreichs unterschrieb einen Vertrag bis 2012. Laut Vorstandschef Heribert Bruchhagen beträgt die Ablösesumme für den Innenverteidiger 2,5 Millionen Euro. Bellaid kommt vom französischen Erstliga-Absteiger Racing Straßburg und hat 46 Spiele in der Ligue 1 absolviert.

Zweitligist 1. FC Nürnberg hat sich für die kommende Saison erneut verstärkt. Der Club leiht den ehemaligen Schweizer U21-Nationalspieler José Goncalves vom schottischen Erstligisten Heart of Midlothian aus. Der 22-jährige Verteidiger, der auch einen portugiesischen Pass besitzt, soll eine Leihgebühr von 250.000 Euro kosten. Nürnberg besitzt zudem die Option, Goncalves im kommenden Sommer zu verpflichten.

In Italien sind fünf Profis wegen des Vorwurfs illegaler Ergebnisabsprachen angeklagt worden. Das gab der italienische Fußball-Verband FIGC bekannt. Gian Paolo Bellini von Atalanta Bergamo und David Balleri von AS Livorno sollen versucht haben, den Ausgang der beiden Begegnungen ihrer Mannschaften in der vergangenen Saison zu beeinflussen. Das Hinspiel endete 1:1, das Rückspiel gewann Bergamo 3:2. Livornos Brüder Emanuele und Antonio Filippini sowie deren Teamkollege Alessandro Grandoni wurden der Disziplinarkommission gemeldet, da sie die Vorfälle nicht weitergegeben hätten. Wegen des Fehlverhaltens ihrer Spieler müssen sich auch die beiden Clubs verantworten.

jar/hut/sid/dpa

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