Kurzpässe Rost will zur EM, Allofs bleibt in Bremen

Ein neuer Kandidat für die Nationaltorhüter-Diskussion: Jetzt meldet der Torwart des HSV Ansprüche an. Klaus Allofs verlängert bei Werder Bremen. Der FC Bayern München ist Vorbild für Olympique Lyon - zumindest, was den Stadionbau angeht.


Hamburg - Frank Rost, Torhüter des Hamburger SV, rechnet sich noch Chancen für die Teilnahme an der Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz aus: "Seit der Ära Klinsmann und Löw gibt es keine gesetzten Spieler mehr. Es zählt nur noch die Leistung", sagte er dem "Kicker" und fügte hinzu: "Ich brauche mich vor niemanden verstecken. Es ist immer mein Traum gewesen, für die deutsche Nationalmannschaft zu spielen, daran hat sich nichts geändert." Er würde auch als dritter Torhüter zur EM fahren: "Es ist doch eine Auszeichnung, bei so einem Turner dabei zu sein." 

Werder-Manager Allofs: (Noch) Nicht zum FC Bayern.
DDP

Werder-Manager Allofs: (Noch) Nicht zum FC Bayern.

Werder Bremens Sportdirektor Klaus Allofs wird seinen Vertrag nach eigenen Angaben verlängern. Damit beendet er die Spekulationen um einen Wechsel zum FC Bayern München. Seit 1999 ist Allofs in Bremen tätig, zunächst als Vorstandsmitglied und nach der Ausgliederung des Profibereichs 2003 als dessen Geschäftsführer. In dieser Zeit konnte der Verein die deutschen Meisterschaft, den DFB-Pokal und den DFB-Liga-Pokal gewinnen.

Allofs war zuletzt auch als möglicher Nachfolger von Manager Uli Hoeneß bei Bayern München im Gespräch, er hatte jedoch stets betont, dass Werder sein erster Ansprechpartner für Vertragsgespräche sei. Allofs alter Kontrakt bei Werder endete 2009.

Der französische Tabellenführer Olympique Lyon will ein eigenes Stadion bauen. Dabei nimmt sich der Präsident Jean Michel Aulas den FC Bayern München als Vorbild. "Unser Stadion ist zu klein. Wenn wir wachsen wollen, brauchen wir ein Stadion wie die Allianz-Arena in München", sagte der 55-Jährige. Die neue Spielstätte soll ein Fassungsvermögen von 62.500 Plätzen haben.

Die Baukosten von fast 300 Millionen Euro muss der Verein alleine tragen. Wie Aulas ankündigte, werde der gesamte Erlös des Börsengangs von Olympique Lyon, insgesamt 85 Millionen Euro, dafür verwendet. Zudem sollen die Gehaltsausgaben von fast 70 Prozent des Umsatzes auf 55 Prozent gedrückt werden. Nach dem Münchner Vorbild werden die Kosten für die Erweiterung der Infrastrultur von der Stadt, dem Department und dem Staat getragen. Um die Auslastung des Stadions zu garantieren, soll ein Großteil der Karten von der Stadt gekauft werden.

Die Fifa hat der Nationalmannschaft und den Vereinsteams Spaniens mit dem Ausschluss vom internationalen Wettbewerb gedroht. Dieser gelte sowohl für die Europameisterschaft als auch für die Uefa Champions League. Grund sei die Einflussnahme der Politik auf den Fußball. Wenn die Madrider Regierung nicht aufhöre, sich in die Angelegenheiten des spanischen Fußballverbands (RFEF) einzumischen, werde dieser aus dem Weltverband ausgeschlossen, kündigte Fifa-Präsident Joseph Blatter an.

Anlass für diese Drohung ist eine Anordnung der spanischen Regierung, wonach die RFEF vor dem Sommer eine neue Führung wählen soll. Der Verband will diese Wahl jedoch erst im Herbst abhalten. "Die verantwortlichen Politiker in Spanien sollten einsehen, welches Risiko sie eingehen", mahnte Blatter.

Der asiatische Fußball-Verband (AFC) hat die Junioren-Nationalmannschaften aus Nordkorea, Irak und Tadschikistan von den Kontinentalmeisterschaften im Oktober in Usbekistan ausgeschlossen. Die Teams hätten bei den Ausscheidungsspielen Spieler eingesetzt, die älter als sechzehn Jahre waren, so der Vorwurf. Auch die nicht qualifizierten Mannschaften aus Buthan, Kambodscha, Bangladesch, Kirgistan und Macau sollen sich des gleichen Vergehens schuldig gemacht haben. Sie müssen eine Geldstrafe von jeweils 4000 Dollar zahlen.  Die AFC will das neue Teilnehmerfeld für die Endrunde so schnell wie möglich benennen.

kna/sid/dpa



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