Kurzpässe Schmierfinken bei den Arnautovics, 1860 bald wieder flüssig

Unbekannte haben das Haus des Bremer Stürmers Marko Arnautovic beschmiert. Die DFL hat dem TSV 1860 München signalisiert, dass der Einstieg des jordanischen Finanzinvestors nur noch Formsache ist. Hertha BSC Berlin hat ein Talent mit einem langfristigen Vertrag ausgestattet.
Bremer Arnautovic: Farbanschlag auf Gartenzaun

Bremer Arnautovic: Farbanschlag auf Gartenzaun

Foto: Getty Images

Hamburg - Erst farblose Auftritte in der Liga, jetzt ein Farbanschlag auf sein Haus. Für Marko Arnautovic hat sich der Wechsel nach Bremen bislang noch nicht ausgezahlt. Unbekannte beschmierten in der Nacht das Haus des glücklosen Stürmers (zwei Saisontreffer in 25 Spielen). Laut "Bild" malten die Täter "Juicebuffer" (Saftpuffer) an den Gartenzaun der Familie. Auch das Café von Arnautovics Bruder Danijel sei laut dem Bericht Opfer einer Sprüh-Attacke geworden. Dort schmierten Unbekannte die Worte "Ich f... Dich" an die Fensterscheibe. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Im dritten Anlauf steht der Einstieg des Unternehmers Hasan Ismaik beim hoch verschuldeten Zweitligisten TSV 1860 München laut Zeitungsberichten vor der Absegnung durch die Deutsche Fußball Liga (DFL). Die "Löwen" hätten einen überarbeiteten Entwurf des Kooperationsvertrages vorgelegt, berichteten Münchner Zeitungen am Samstag übereinstimmend.

"Eine Lösung, die mit der Satzung des Ligaverbandes vereinbar ist, befindet sich in Sichtweite, auch wenn in einigen Punkten noch Anpassungsbedarf besteht", zitierte die "Süddeutsche Zeitung" einen DFL-Sprecher. Zuvor hatte die DFL zwei Vertragsentwürfe des Vereins als nicht akzeptabel zurückgewiesen. Vor allem war moniert worden, dass dem jordanischen Investor zu viel Einfluss bei den "Löwen" eingeräumt werden sollte.

Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC Berlin hat sein Talent John Anthony Brooks langfristig gebunden. Wie die Berliner mitteilten, unterschrieb der 18 Jahre alte Innenverteidiger aus dem eigenen Nachwuchs einen Profivertrag bis 2015. Der gebürtige Berliner mit amerikanischen Wurzeln und doppelter Staatsbürgerschaft ist der dritte Hertha-Neuzugang. Zuvor hatte der Zweitliga-Meister Torhüter Thomas Kraft vom FC Bayern München sowie Offensivmann Tunay Torun vom Hamburger SV verpflichtet.

Fifa-Exekutivkomitee-Mitglied Worawi Makudi will sich gegen die vom Briten Lord David Triesman erhobenen Bestechungsvorwürfe juristisch zur Wehr setzen. "Die Anschuldigungen von Triesman sind haltlos. Ich werde mit einem Team von Anwälten dagegen vorgehen", sagte Makudi der Nachrichtenagentur Reuters. Die Vorwürfe hätten seinen Ruf schwer beschädigt. Gleichzeitig wies der 59 Jahre alte Funktionär Berichte zurück, wonach er nicht mehr Präsident des thailändischen Verbands FAT sei. Triesman hatte am Dienstag in einer Anhörung vor dem britischen Parlament mehrere Fifa-Exekutivkomitee-Mitglieder beschuldigt und damit den Weltverband Fifa erschüttert.

In Italien eskaliert der Streit zwischen der Fußball-Liga und den Topvereinen um die Verteilung der TV-Gelder. Die fünf Spitzenclubs der Serie A - Inter Mailand, AC Mailand, Juventus Turin, AS Rom und SSC Neapel - drohen jetzt sogar mit einem Boykott der Liga, sollte es zu keiner Einigung kommen. Die fünf Vereine drohen, künftig nur noch Spieler untereinander zu tauschen und keine Geschäfte mehr mit den kleineren Vereinen zu machen. Damit würden sie diesen Clubs den Geldhahn zudrehen, erklärte Inters Geschäftsführer Ernesto Paolillo am Samstag in italienischen Medien.

Die Liga hatte beschlossen, die TV-Gelder anhand der Fan-Anzahl pro Verein zu verteilen. Zur Feststellung der Zahlen wurden einige Meinungsforschungsinstitute beauftragt. Gegen dieses Vorgehen hatten die fünf Clubs Einspruch beim Nationalen Olympischen Komitee Coni eingelegt. Die Rechtsinstanz bezeichnete den Widerspruch als rechtskonform, der Liga-Beschluss wird daher außer Kraft gesetzt. Die Serie A beharrt jedoch auf ihrer Position und sorgte damit für den heftigen Protest aus Turin.

mig/sid/dpa

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