Kurzpässe Schweinsteiger hat Borreliose, Magath wettert gegen den Profi-Fußball

Ein deutscher Nationalspieler hat endlich eine Ursache für sein Knie-Leiden gefunden. Ein Bundesligist in Abstiegsgefahr umwirbt einen Stürmer der Konkurrenz. Ein ehemaliger Bayern-Coach kritisiert das Fußball-Geschäft.


Hamburg – Bastian Schweinsteiger hat bestätigt, dass die Entzündung in seinem linken Knie durch eine Infektion in Folge eines Zeckenbisses entstanden ist. "Es ist tatsächlich so, dass es von einem Zeckenbiss kommt. Man hat Borreliose-Erreger gefunden", sagte der 22-Jährige der Münchener "Abendzeitung". Zuletzt war sein Knie jedoch abgeschwollen. Gestern stieg Schweinsteiger wieder ins Muskelaufbautraining ein. Nach Auskunft der medizinischen Abteilung der Bayern kann der Mittelfeldspieler, der weiterhin mit Medikamenten behandelt wird, noch auf einen Einsatz in dieser Saison hoffen. Das Heimspiel gegen den HSV am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) kommt für Schweinsteiger aber zu früh.

Bayern-Spieler Schweinsteiger: lahmgelegt durch Zeckenbiss
REUTERS

Bayern-Spieler Schweinsteiger: lahmgelegt durch Zeckenbiss

Borussia Dortmund hat Interesse an einer Verpflichtung des Argentiniers Diego Klimowicz vom VfL Wolfsburg. "Ja, es gibt eine offizielle Anfrage von Borussia Dortmund", sagte Wolfsburg-Manager Klaus Fuchs den "Ruhr Nachrichten". Der VfL sei bereit, den 32-jährigen Angreifer für rund zwei Millionen Euro aus seinem bis 2008 laufenden Vertrag zu entlassen. Eine Entscheidung habe Fuchs aber noch nicht getroffen: "Ich bin nicht bereit, darüber nachzudenken, so lange Diego sich mir nicht persönlich erklärt." Klimowicz erzielte in seinen bislang 145 Bundesligaspielen für Wolfsburg 56 Tore.

Felix Magath hat den Bundesliga-Fußball hart kritisiert. "Das Problem sind nicht die Personen. Es sind die Strukturen der Clubs, die inzwischen fast alle Kapitalgesellschaften sind. Es wollen zu viele Leute mitreden, die zudem gegenseitig voneinander abhängig sind: Vorstand, Aufsichtsrat, Mitglieder, Anteilseigner - und dazu die Medien", sagte der ehemalige Trainer des FC Bayern München dem "Hamburger Abendblatt". In den vergangenen zehn Jahren habe sich fast alles um den wirtschaftlichen Erfolg gedreht. "Fußball ist oft nur noch Mittel zum Zweck. Kontinuierliches Arbeiten im sportlichen Bereich, und das hat sich bisher immer ausgezahlt, ist in diesem Umfeld beinahe unmöglich. Es herrscht in vielen Vereinen Hektik wie an der Börse", sagte er. "In Spanien, Italien oder England gibt es in vielen Clubs einen Haupteigentümer. Und der hat das alleinige Sagen", so Magath. Er kann sich daher auch gut vorstellen, als Coach im Ausland zu arbeiten: "Dieser Wunsch besteht weiter."

maa/dpa/sid



© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.