Kurzpässe Schweinsteiger zürnt Pinola, St. Pauli wählt Orth

Bayern-Profi Bastian Schweinsteiger fordert Konsequenzen für Nürnbergs Javier Pinola, nachdem ihn dieser im Ligaspiel angespuckt hatte. Stefan Orth ist als Präsident des FC St. Pauli bestätigt worden. Antonio Cassano fordert eine Millionen-Abfindung von Sampdoria Genua.

Bayern-Mann Schweinsteiger (Archivbild): "Da muss noch etwas nachkommen"
dpa

Bayern-Mann Schweinsteiger (Archivbild): "Da muss noch etwas nachkommen"


Hamburg - Wegen einer Spuckattacke hat Nationalspieler Bastian Schweinsteiger von Meister Bayern München eine Sperre gegen Javier Pinola vom 1. FC Nürnberg gefordert. "Er spuckt mich an. So etwas habe ich noch nie erlebt. Das ist unglaublich, da muss noch etwas nachkommen", sagte Schweinsteiger nach dem 3:0-Erfolg der Münchner. Der Vorfall ereignete sich in der ersten Halbzeit, auf dem Gang in die Kabine lieferten sich Schweinsteiger und Pinola ein Wortgefecht. Die TV-Bilder bewiesen Schweinsteigers Anschuldigung. Pinola wollte sich nach der Begegnung nicht äußern.

Die Mitgliederversammlung des FC St. Pauli hat Stefan Orth im Amt des Vereinspräsidenten offiziell bestätigt. Der 43 Jahre alte frühere Vizepräsident hatte die Position nach dem Bundesliga-Aufstieg des Clubs im Mai von Corny Littmann übernommen. Orth erhielt 431 der 524 abgegebenen Stimmen. Littmann war am 19. Mai nach siebeneinhalb Jahren auf eigenen Wunsch aus dem Amt ausgeschieden. Der Antrag, den 57-Jährigen zum Ehrenpräsidenten zu machen, wurde nach dem Widerspruch der Abteilung Fördernder Mitglieder (AFM) von der Tagesordnung genommen.

Stürmerstar Antonio Cassano, der vom italienische Erstligisten Sampdoria Genua nach einem Streit mit Vereinspräsidenten Riccardo Garrone entlassen worden war, verlangt eine Entschädigung von seinem ehemaligen Club. Eine Million Euro fordert Cassano als Abfindung. Der 28-Jährige hatte Garrone vor Funktionären und Spielern verbal heftig attackiert. Zu dem Streit war es gekommen, weil sich der Nationalspieler geweigert hatte, mit seinem Verein an einer Preisverleihung teilzunehmen. Obwohl sich Cassano wiederholt bei dem Vereinspräsidenten entschuldigt hatte, war dieser hart geblieben und hatte den Spieler freigestellt. Cassano war von Real Madrid gekommen und hatte ein Jahresgehalt von 2,8 Millionen Euro erhalten.

Das "Enfant Terrible" des französischen Fußballs darf doch noch auf ein Nationalelf-Comeback hoffen. Stürmer Nicolas Anelka schieße viele Tore und komme für eine Nominierung infrage, sagte Nationalcoach Laurent Blanc im französischen Fernsehen. Wegen der langen Sperre, die Anelka nach der WM in Südafrika bekommen habe, könne er ihn aber noch nicht berufen. "Das ist schade, das Thema steht daher aber noch nicht zur Debatte", fügte Blanc an. Der nach der WM-Blamage für 18 Länderspiele gesperrte Anelka würde erst kurz vor der EM 2012 wieder zur Verfügung stehen. Der 31 Jahre alte Chelsea-Profi hatte in der Halbzeit des WM-Spiels gegen Mexiko (0:2) den damaligen Nationaltrainer Raymond Domenech wüst beschimpft. Daraufhin war er vorzeitig nach Hause geschickt worden.

jok/sid/dpa



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