Kurzpässe Siegenthaler bleibt, Werder paddelt

Freude beim DFB: Chefscout Urs Siegenthaler bleibt dem neuen Bundestrainer Joachim Löw erhalten. Bei der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft sieht dagegen alles nach einer personellen Veränderung aus. Bremen ließ die Bote zu Wasser.


Hamburg - Urs Siegenthaler wird nach einem Bericht des "kicker" seinen Vertrag bis zur Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz verlängern. Es seien allerdings noch ein paar Details zu klären, so der 59-Jährige. Dabei geht es offenbar um die künftigen Kompetenzen. Neben der Beobachtung von Spielern und Spielen könnte sich Siegenthaler künftig auch eine intensivere Mitarbeit im Trainerstab von Löw vorstellen. Der lizensierte Trainer war vor und während der Weltmeisterschaft eine der wichtigsten Mitarbeiter des ehemaligen Bundestrainers Jürgen Klinsmann. Der Schweizer war nicht nur zuständig für die Analyse des jeweiligen Gegners, sondern entwickelte auch taktische Lösungen und war in die Trainingsplanung der DFB-Elf involviert. Schon da habe er Aufgaben übernommen, "die nicht nur das Scouting betrafen".

Trainer Basile: Bald auf Argentiniens Bank?
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Selbstkritik übten die Fußball-Profis von Werder Bremen nach der deutlichen 0:4-Pleite im Testspiel gegen den griechischen Meister Olympiakos Piräus. Besonders dem brasilianischen Zugang Diego war die erste Niederlage im sechsten Vorbereitungsspiel auf den Magen geschlagen. "Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wir haben nicht das umgesetzt, was der Trainer vorgegeben hat", kritisierte der Mittelfeldspieler den schwachen Auftritt des deutschen Vizemeisters am Sonntagabend im österreichischen Schruns. Trainer Thomas Schaaf nahm heute eine Rafting-Tour ins Programm. Die gemeinsame Wildwasser-Fahrt sollte der aktiven Erholung dienen. "Das war sicher kein gutes Spiel von uns. Wenn man müde ist, muss man einfacher spielen und den Ball schneller laufen lassen", kritisierte auch Schaaf den missglückten Auftritt.

Die Rückkehr von Alfio Basile auf den Trainerstuhl der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft ist so gut wie sicher. Auch wenn der 62-Jährige dem argentinischen Verband offiziell noch nicht seine Zusage gab, steht seinem Engagement als Trainer für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika fast nichts mehr im Weg. Denn sein bisheriger Arbeitgeber Boca Juniors sucht eifrig nach einem Nachfolger für Basile, der Anfang der 90er Jahre die "Albiceleste" trainiert hatte. Mit Mexikos Ex-Trainer Ricardo La Volpe haben die Juniors offenbar schon einen heißen Kandidaten.

mig/sid/dpa



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