Kurzpässe Spanier lachen über Schuster, Briatore kauft Fußballclub

Weil er seinen Gegenspieler per Kopfstoß niederstreckte, muss ein portugiesischer Nationalspieler bezahlen. Der Chef eines Formel-1-Teams gönnt sich seine erste Fußballmannschaft. Bernd Schuster macht sich mit Real Madrid zum Gespött der spanischen Presse.


Hamburg - Die "Kopfstoß-Affäre" hat für Cristiano Ronaldo von Manchester United ein kostspieliges Nachspiel. Der portugiesische Nationalspieler wurde von seinem Arbeitgeber zur Zahlung einer Strafe von umgerechnet 132. 000 Euro verdonnert, nachdem er im Ligaspiel am Mittwoch beim FC Portsmouth (1:1) seinen Gegenspieler Richard Hughes einen Kopfstoß verpasst und anschließend die Rote Karte gesehen hatte. Das berichtet die englische Tageszeitung "Daily Mail". Ronaldo wird ManU außerdem am Sonntag im Derby gegen Manchester City fehlen, weil er vom englischen Verband für ein Spiel gesperrt wurde.

Formel-1-Boss Briatore: Auf den Spuren von Abramowitsch
AP

Formel-1-Boss Briatore: Auf den Spuren von Abramowitsch

Flavio Briatore, Chef des Formel-1-Rennstalls Renault, hat mit seiner Initiative zur Übernahme des englischen Zweitligisten Queens Park Rangers offenbar Erfolg. Einem Bericht des Boulevardblatts "Sun" zufolge soll der Deal zu Beginn der kommenden Woche abgeschlossen werden. Briatore soll demnach bereit sein, die Schulden der Rangers in Höhe von 25 Millionen Euro zu begleichen. Insgesamt soll der Kauf den Italiener rund 32 Millionen Euro kosten. "Für die Fans von 'QPR' wird ein Traum wahr, der Club wird vor dem sicheren Aus gerettet. Mister Briatore will für 'QPR' das tun, was Mohamed Fayed für Fulham getan hat und uns in die Premier League bringen", sagte der bisherige Rangers-Eigner Gianni Paladini über den Deal. Briatore ließ über seinen Sprecher verlauten, er freue sich auf den englischen Fußball. "'QPR' ist ein Club mit einer wunderbaren Vergangenheit - und jetzt auch mit einer tollen Zukunft", hieß es weiter. Der 57 Jahre alte Briatore soll dem Verein schon in der kommenden Transferperiode im Januar 2008 sehr viel Geld für Neueinkäufe zur Verfügung zu stellen, um den Aufstieg zu schaffen.

Bernd Schuster, Trainer von Real Madrid, steht eine Woche vor Beginn der spanischen Meisterschaft mit seiner Mannschaft immer mehr in der Kritik. "Dieses Real spielt von Mal zu Mal schlechter", titelte das Sportblatt "Marca" heute. Die "Königlichen" hatten beim Carranza-Turnier nur das Spiel um Platz drei erreicht und besiegten den Zweitligisten FC Cádiz mühsam 3:1. "Das Schuster-Team ist derzeit ein Desaster von biblischen Ausmaßen", schrieb die Zeitung weiter. "Man weiß nicht, ob die Mannschaft sich noch im Aufbau befindet, oder ob sie schon eine Ruine ist." Das Sportblatt "As" befand: "Real Madrid lässt es an Stil fehlen." Damit ist nicht allein die spielerische Leistung des Meisters gemeint, sondern vor allem auch das wenig majestätische Betragen der "Königlichen". Innenverteidiger Pepe bespuckte - vom Schiedsrichter unbemerkt - einen Gegenspieler. In der Schlussphase lieferten sich mehrere Real-Spieler ein Handgemenge mit ihren Gegnern. Der Malier Mahamadou Diarra wurde daraufhin des Feldes verwiesen.

Der FC Middlesbrough hat den ägyptischen Nationalspieler Ahmed Mido von Ligakonkurrent Tottenham Hotspur verpflichtet. Der 24-jährige Stürmer unterschrieb einen Vier-Jahres-Vertrag und kostet 8,8 Millionen Euro. Mido konnte sich bei dem Club des ehemaligen Leverkusen-Stürmers Dimitar Berbatow nie durchsetzen.

Juan Carlos Menseguez verlässt den VfL Wolfsburg und wird künftig für den AS San Lorenzo in seiner Heimat Argentinien spielen. Der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler bestritt für den VfL 102 Bundesligaspiele und schoss dabei vier 4 Tore.

chp/dpa/sid



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