Kurzpässe Strafe gegen Dänen reduziert, Bremen will Baros

Milde für Dänemark: Nach dem abgebrochenen EM-Qualifikationsspiel gegen Schweden wegen einer Fanattacke auf Schiedsrichter Fandel reduzierte die Uefa heute die Strafe. Werder Bremen hat Interesse an einem tschechischen Stürmer, David Odonkor einen neuen Berater.


Hamburg - Der Berufungssenat der Europäischen Fußball-Union Uefa hat dem Einspruch des dänischen Fußballverbandes DBU gegen das Urteil nach dem abgebrochenen EM-Qualifikationsspiel in Kopenhagen gegen Schweden teilweise stattgegeben. Die Uefa erklärte, dass die dänische Nationalmannschaft vier Heimspiele nur noch mindestens 140 Kilometer entfernt von Kopenhagen austragen muss. Ursprünglich war eine Entfernung von mindestens 250 Kilometern festgelegt worden.

Schiedsrichter Fandel (l.), Dänischer Fan: Strafe abgemildert
AFP

Schiedsrichter Fandel (l.), Dänischer Fan: Strafe abgemildert

Zudem bezieht sich diese Strafe nur noch auf zwei der nächsten vier Heimspiele in der EM-Qualifikation. Die beiden weiteren betroffenen Begegnungen können die Dänen auch noch in zwei Jahren 140 Kilometer von der Hauptstadt entfernt austragen. Somit betrifft die Strafe zunächst die Spiele gegen Liechtenstein (12. September) und Spanien (13. Oktober). Bei der Begegnung gegen Liechtenstein, die zunächst unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden sollte, sind nun auch Zuschauer zugelassen.

Außerdem reduzierte der Senat die von der Kontroll- und Disziplinarkommission verhängte Geldstrafe von 100.000 Schweizer Franken (61.000 Euro) um die Hälfte. Im Spiel gegen Schweden war Schiedsrichter Herbert Fandel am 2. Juni in der vorletzten Spielminute von einem Zuschauer tätlich angegriffen worden, worauf der Unparteiische die Begegnung beim Stand von 3:3 abgebrochen hatte. Die Spielwertung mit 3 Punkten und 3:0 Toren für Schweden bleibt bestehen.

Werder Bremen ist offenbar an einer Verpflichtung des tschechischen EM-Torschützenkönigs Milan Baros interessiert. "Natürlich, so groß ist der Kreis der Spieler nicht, die für uns interessant sind. Er ist auch einer, der interessant sein könnte", sagte Manager Klaus Allofs "Sport Bild online". Der Stürmer spielt derzeit beim französischen Serienmeister Olympique Lyon.

Baros bestätigte ein Interesse der Bremer zwar, erklärte aber zugleich: "Ja, es stimmt. Werder hat mir ein Angebot vorgelegt. Aber ich habe mit meinem Trainer Alain Perrin gesprochen und ihm gesagt, dass ich mich in Lyon wohl fühle und gerne bleiben möchte. Deswegen ist ein Wechsel momentan eher unwahrscheinlich." Ganz oben auf der Wunschliste Werder steht weiterhin der brasilianische Angreifer Carlos Alberto, dessen Wechsel in den nächsten Tagen perfekt gemacht werden soll.

Norbert Pflippen ist neuer Berater von Nationalspieler David Odonkor. Zuvor hatte sich der 23-jährige Angreifer, der zur Zeit beim spanischen Erstligisten Betis Sevilla unter Vertrag steht, von seinem persönlichen Berater Kon Schramm getrennt.

Der spanische Pokalsieger und Uefa-Cup-Champion FC Sevilla und Kevin Prince Boateng von Bundesligist Hertha BSC Berlin haben Einigung über einen Wechsel erzielt. Das berichten übereinstimmend mehrere spanische Medien. Demnach soll der deutsche U21-Nationalspieler einen Fünfjahresvertrag erhalten. Sevilla sei aber nicht bereit, mehr als 3,5 Millionen Euro Ablöse für den 20-Jährigen zu zahlen. Am Samstag soll es zu einem Treffen zwischen Vereinsvertretern kommen. Boateng besitzt bei der Hertha noch einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2009. Er hatte aber schon zuletzt Kontakte nach Sevilla bestätigt.

goe/sid



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