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12. Februar 2012, 18:47 Uhr

Kurzpässe

Suárez sagt sorry, Ballack verletzt sich

Liverpools Stürmer Luis Suárez versucht die Aufregung um seinen verweigerten Handschlag einzudämmen und hat sich entschuldigt. Michael Ballack fehlt Bayer Leverkusen in der Champions League. Und: Fabio Capello ist beim neureichen Club Anschi Machatschkala im Gespräch.  

Hamburg - Uruguays Nationalspieler Luis Suárez vom englischen Erstligisten FC Liverpool hat sich für sein Verhalten im Derby am Samstag bei Manchester United entschuldigt. "Ich habe mit dem Trainer gesprochen. Ich habe einen Fehler gemacht und bedaure diesen", zitierte der Club Suárez auf der Homepage: "Ich hätte Patrice Evra die Hand schütteln müssen. Ich möchte mich entschuldigen."

Der Reds-Stürmer hatte United-Kapitän Evra vor dem Anpfiff den obligatorischen Händedruck versagt. Der sichtlich irritierte Evra versuchte noch, Suárez am Arm zu greifen, dieser wandte sich aber sofort ab. Im Gegenzug verweigerte United-Verteidiger Rio Ferdinand dem Südamerikaner den Handschlag. Suárez hatte gerade erst eine achtwöchige Sperre abgesessen, weil er Evra im Hinspiel rassistisch beleidigt haben soll.

Michael Ballack fällt für das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League am Dienstag gegen den FC Barcelona (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) aus. Wie Bayer Leverkusen mitteilte, zog sich der Mittelfeldspieler im Training am Sonntag ohne Fremdeinwirkung einen Muskelfaserriss in der Wade zu. Ballack musste sich zuletzt mit der Reservistenrolle begnügen. Auch beim 0:1 seiner Mannschaft am Samstag beim deutschen Fußball-Meister Borussia Dortmund war er nicht zum Einsatz gekommen.

Nur wenige Tage nach seinem Rücktritt als englischer Nationaltrainer verhandelt Fabio Capello laut Moskauer Medien mit dem russischen Erstligisten Anschi Machatschkala. Der Italiener sei zu Gesprächen mit dem Verein von Milliardär Sulejman Kerimow nach Moskau geflogen, berichtete die Zeitung "Sport Express". Bei dem Club aus der Kaukasusregion spielen unter anderem die Superstars Samuel Eto'o (Kamerun) und Roberto Carlos (Brasilien). Übereinstimmend berichteten russische Medien, dass Anschi seinen Trainer Juri Krasnoschan entlässt, und das nach nicht einmal zwei Monaten und ohne ein Pflichtspiel unter dem Coach.

Der spanische Zweitligist FC Girona steht zum Verkauf - für einen Euro. Clubbesitzer Josep Delgado will den Tabellenvorletzten loswerden, weil er "der mangelnden Hilfe und der vielen Kritik überdrüssig ist", wie es Vizepräsident Joaquim Boadas formulierte. Der Käufer müsse keine Sorge haben, dass er für den Mini-Preis eine Menge Schulden einkauft. Der Verein sei finanziell gesund, betonte Boadas. Nach seinen Angaben hat Delgado in den vergangenen zwei Jahren rund acht Millionen Euro in den Club gesteckt, die sportliche Situation aber nicht verbessert. Mit 17 Punkten ist der Tabellenvorletzte nach 23 Runden schon sechs Zähler von einem Nichtabstiegsplatz entfernt.

aha/dpa/sid

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