Kurzpässe Tagoe hofft auf Genesung, Cacau fehlt drei Wochen

Rückkehr in Sicht: Die Zukunft von Prince Tagoe liegt möglicherweise doch in Hoffenheim. Der VfB Stuttgart muss drei Wochen auf Nationalstürmer Cacau verzichten. In Südafrika hat für den DFB die Sicherheit der Spieler höchste Priorität.

Hoffenheims Prince Tagoe: Auf dem Weg der Besserung
dpa

Hoffenheims Prince Tagoe: Auf dem Weg der Besserung


Hamburg - Der möglicherweise herzkranke Prince Tagoe und Bundesligist 1899 Hoffenheim haben sich nach einem wochenlangen Rechtsstreit geeinigt und einen Kompromiss gefunden. "Das wichtigste ist, dass ich wieder eine Zukunft bei 1899 Hoffenheim und in der Bundesliga habe. Ich bin froh, dass wir nun einen gemeinsamen Weg gefunden haben", sagte der Ghanaer nach der mehrstündigen Verhandlung in der Zentrale der Deutschen Fußball-Liga in Frankfurt am Main. Zwar bestätigte Herzspezialist Professor Dr. Michael Böhm, dass bei Zugang Tagoe zum Zeitpunkt der ersten Diagnose Ende Juli eine Einschränkung der Herzmuskelfunktion vorgelegen habe. Laut Böhm habe sich die Herzfunktion von Tagoe anschließend aber wieder normalisiert. Deshalb einigten sich Tagoe und die Vertreter von Hoffenheim darauf, nach einer Erholungsphase Anfang Dezember eine weitere kardiologische Nachuntersuchung vornehmen zu lassen. Im Anschluss daran wird über die Wiedererteilung der Spielerlaubnis entschieden.

Bundesligist VfB Stuttgart muss in den kommenden drei Wochen auf Nationalstürmer Cacau verzichten. Der 28-jährige Angreifer zog sich am Dienstag beim 1:3 (0:1) in der Champions League gegen den FC Sevilla ohne Einwirkung eines Gegners einen Muskelfaserriss im Hüftdrehmuskel zu. Das gab der VfB nach einer eingehenden Untersuchung am Mittwoch bekannt. Somit wird der Torjäger den Stuttgartern am kommenden Samstag beim wichtigen Auswärtsspiel in Hannover fehlen.

Der DFB intensiviert acht Monate vor dem Start der WM 2010 die Arbeit an seinem Sicherheitskonzept. Eine DFB-Abordnung wird Ende der Woche das deutsche WM-Quartier in Südafrika ausgiebig inspizieren, das Thema Sicherheit nimmt bei der ersten WM auf dem afrikanischen Kontinent einen herausragenden Platz ein. DFB-Sicherheitschef Helmut Spahn soll sich ein umfassendes Bild über die Details und Bedingungen rund um das Teamhotel Velmore in der Provinz Gauteng machen. "Danach wird es einen ersten Sicherheitsbericht geben", bestätigte DFB-Direktor Harald Stenger am Mittwoch einen Bericht der "Sport Bild". Die Zahl der eigenen Sicherheitskräfte rund um das Team soll bis auf 20 aufgestockt werden.

Bundesligist Borussia Dortmund setzt langfristig auf die Dienste seines polnischen Nationalspielers Jakub Blaszczykowski. Der bis 2011 laufende Vertrag mit dem 23-Jährigen wurde vorzeitig bis 2013 verlängert. Das teilte der BVB am Mittwoch mit. Der Offensivspieler ist seit 2007 für den Club aktiv. Er bestritt bislang 59 Erstliga-Partien für Dortmund und erzielte vier Tore.

Der an Flamengo Rio de Janeiro ausgeliehene Schalker Profi Zé Roberto möchte bei Flamengo bleiben. "Das hängt aber nicht allein von Zé ab", sagte sein Manager Gustavo Amorim. "Wir brauchen eine Einigung mit dem deutschen Club". Amorim erwartet aber schwierige Verhandlungen, denn der Bundesligist habe vor zwei Monaten Interesse an der Rückkehr des Mittelfeldakteurs bekundet. "Allerdings hat mich danach keiner mehr kontaktiert", sagte Amorim am Mittwoch dem Internet-Portal "GloboEsporte.com". Zé Roberto war Anfang des Jahres für zwölf Monate von Schalke an Flamengo ausgeliehen worden.

Serse Cosmi ist neuer Trainer des italienischen Erstligisten AS Livorno. Nach Informationen italienischer Medien ersetzt der frühere Trainer von Udinese Calcio Gennaro Ruotolo, der am Dienstag entlassen worden war. Cosmi erhält demnach einen Vertrag bis zum Saisonende mit Option auf ein weiteres Jahr. Der sieglose Aufsteiger Livorno liegt nach acht Spieltagen mit drei Punkten am Tabellenende der Serie A.

Die Uefa fürchtet laut Moskauer Medienberichten Spiel-Manipulationen in den beiden höchsten russischen Wettbewerben. In einem vertraulichen Brief an den Verband in Moskau (RFS) habe die Uefa "größte Bedenken" am Verlauf von mindestens sechs Partien der ersten und zweiten Liga geäußert. "Wir haben Grund, diese Spiele wegen ihrer möglichen Verbindung zu illegalen Wetten zu verdächtigen", zitierte die russische Zeitung "Wremja Nowostej" aus dem Brief. RFS-Vorsitzender Alexej Sorokin nannte das Schreiben am Mittwoch "eine Routine-Angelegenheit". Der russische Verband werde die genannten Spiele aber untersuchen, sagte er der Nachrichtenagentur Ria Nowosti.

met/sid/dpa



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