Kurzpässe Tonis torlose Rückkehr, Bayern vor neuem Geldsegen

Luca Toni ist zurück auf dem Fußballplatz - konnte aber bei Bayerns zweiter Mannschaft nicht überzeugen. Laut einem Zeitungsbericht soll Audi Interesse an einem Einstieg beim FC Bayern haben. Schiedsrichter Herbert Fandel hält nichts von Torrichtern.

Stürmer Toni: "Würde jetzt langsam mal wieder gerne für die Großen spielen"
Getty Images

Stürmer Toni: "Würde jetzt langsam mal wieder gerne für die Großen spielen"


Hamburg - Schwaches Spiel, starke Worte: Luca Tonis Rückkehr auf den Fußballplatz endete nach dreimonatiger Verletzungspause mit einer 0:5-Pleite bei der Drittliga-Reserve des FC Bayern gegen Jahn Regensburg. "Ich würde jetzt langsam mal wieder gerne für die Großen spielen. Ich bin bereit und fit, in den Leistungstests sogar fitter als manch anderer, der spielt", sagte der 32-Jährige nach dem Spiel. Dabei war Tonis Trip in die Niederungen gründlich misslungen. Er stand meist im Abseits, bekam kaum Bälle, und holte sich nach einem Wortgefecht mit dem Schiedsrichter eine Gelbe Karte ab. Nach 45 Minuten war Schluss für den Italiener.

"Mir ging es gut auf dem Platz, ich habe mich wohlgefühlt. Und ich hätte sehr gerne noch länger gespielt, weil ich den Jungs sicher noch mehr hätte helfen können", sagte Toni, der den Saisonstart wegen hartnäckiger Achillessehnenprobleme verpasst hat. "Luca war drei Monate verletzt", sagte Coach Mehmet Scholl: "Dafür war es ein ganz gutes Spiel von ihm. Man hat gesehen, dass er mehrere Klassen zu tief gespielt hat. Das war nicht sein Niveau."

Der FC Bayern München erwägt offenbar einen millionenschweren Einstieg eines weiteren strategischen Partners. Wie das Fachmagazin "Sponsors" berichtet, hat der Automobilkonzern Audi Interesse an einem Engagement bei den Münchnern. Audi wolle wie Bayern-Ausrüster Adidas einen Anteil von zehn Prozent an der FC Bayern AG erwerben. Das Unternehmen aus Ingolstadt ist seit Sommer 2002 Bayern-Sponsor und stellt Spielern wie Franck Ribéry Autos zur Verfügung.

Laut "Bild"-Zeitung könnte der Deal 100 Millionen Euro in die Kassen des Rekordmeisters spülen und soll angeblich bei der Jahreshauptversammlung im November offiziell verkündet werden. "Dazu äußern wir uns nicht", sagte Bayerns Mediendirektor Markus Hörwick am Samstag. Im Zuge des über 300 Millionen teuren Baus der Allianz Arena hatte der FC Bayern seinen Fußball-Bereich vor sieben Jahren in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt und zehn Prozent seiner Anteile für 77 Millionen Euro an Adidas verkauft.

Fandel kritisiert Einführung der Torrichter

Der frühere Fifa-Schiedsrichter Herbert Fandel hat sich kritisch über die Einführung der neuen Fußball-Torrichter in der Europa League geäußert. "Man verlagert die Fehlerquelle von einem Augenpaar auf ein anderes. Hundertprozentige Sicherheit kriegen Sie nicht mal, wenn Sie 25.000 Torrichter hinters Tor stellen", sagte Fandel in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung". Daher sei er "bei diesem Experiment skeptisch".

Der 45-Jährige, der seine Schiedsrichter-Karriere in diesem Sommer beendet hatte, sprach sich stattdessen für den sogenannten Chip-Ball aus. "Der Chip funktioniert. Deshalb denke ich, dass er die beste Lösung wäre. Das ist auch die Position der deutschen Schiedsrichter", sagte Fandel.

mig/sid/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.