Kurzpässe Toppmöller beaufsichtigt Lautern, Liverpool verlässt Anfield Road

Der Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern hat eine neues prominentes Mitglied. Ein englischer Traditionsverein baut ein neues Stadion. Ruud van Nistelrooy steht vor der Vertragsverlängerung. Ein niederländischer Club will Ligaspiele in Gladbach austragen.


Hamburg - Klaus Toppmöller zieht ab sofort in den Aufsichtsrat des abstiegsbedrohten Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern ein. Dort soll er die alleinige Kompetenz in sportlichen Angelegenheiten haben. Darauf einigten sich heute abend der Aufsichtsrat und der 56-jährige Nationaltrainer von Georgien. Toppmöller war zwischen 1972 und 1980 als Bundesligaprofi des 1. FC Kaiserslautern mit 108 Toren in 204 Spielen Rekordtorjäger der Pfälzer. Er will trotz seines Engagements beim 1. FC Kaiserslautern weiterhin Nationaltrainer von Georgien bleiben.

Liverpooler Fans: Abschied von der Legende Anfield Road
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Liverpooler Fans: Abschied von der Legende Anfield Road

Der FC Liverpool wird eine neue Arena bauen und das 115 Jahre alte Stadion an der legendären Anfield Road voraussichtlich 2011 verlassen. Das Planungskomitee der Stadt gab dem Club heute die Erlaubnis, im benachbarten Stanley Park seine neue Heimstätte zu errichten. Das neue Stadion soll vorerst 60.000 Zuschauern (erweiterbar auf 76.000) Platz bieten und wird 573 Millionen Euro kosten. Die Bauarbeiten sollen Ende dieses Jahres beginnen.

Die Vertragsverlängerung des niederländischen Torjägers Ruud van Nistelrooy bei Real Madrid ist offenbar nur noch Formsache. Nach Angaben des spanischen Radiosenders Cadena Ser wird der Club des deutschen Trainers Bernd Schuster in den nächsten Tagen die Einigung über eine Zusammenarbeit bis 2010 bekanntgeben. Der bisherige Kontrakt des Niederländers läuft am Ende der Saison aus, würde sich bei 35 Pflichtspielen aber automatisch um ein Jahr verlängern. Van Nistelrooy war im vergangenen Sommer für rund 15 Millionen Euro von Manchester United zu Real gewechselt.

Der Weltverband Fifa hat den Verbänden Irlands und Nordirlands in einem Brief vorgeschlagen, dass Spieler aus beiden Ländern künftig die freie Wahl haben sollten, für welche Nationalmannschaft sie spielen werden. Derzeit dürfen lediglich nordirische Spieler für Irland auflaufen, wenn sie zuvor noch nicht in der Auswahl Nordirlands gespielt haben. Umgekehrt gilt diese Regelung aber nicht. In dem Brief schlägt die Fifa vor, dass in der Zukunft auch Spieler, die in Irland geboren sind und die irische Staatsbürgerschaft haben, für Nordirland antreten dürfen. Beide Verbände sollen nun ihre Meinung zu dem Vorschlag kundtun. Eine endgültige Entscheidung wird das Exekutivkomitee des Weltverbandes treffen. Eine Frist für eine Entscheidung gebe es aber nicht, teilte die Fifa mit.

Der niederländische Erstligist VVV Venlo plant, die Spitzenspiele gegen Ajax Amsterdam (30. Dezember) und den PSV Eindhoven (20. Januar) nach Deutschland zu verlegen. Dabei favorisiert der Club, dessen Stadion nur knapp 6000 Zuschauer fasst, einen Umzug in den Mönchengladbacher Borussia-Park. Erste Gespräche zwischen den Clubs haben bereits stattgefunden. Ajax, PSV und der niederländische Fußballverband (KNVB) haben Grünes Licht für einen Umzug gegeben. Mönchengladbachs Geschäftsführer Stephan Schippers bestätigte heute die Kontakte.

Die Austragung eines Ligaspiels aus dem Ausland wäre ein Novum im deutschen Fußball. Ajax Amsterdam hat in der Saison 1991/92 drei Uefa-Cup-Spiele im Düsseldorfer Rheinstadion ausgetragen. Sollte Borussia Mönchengladbach dem Umzug nicht zustimmen, sind die MSV-Arena in Duisburg und die LTU-Arena in Düsseldorf im Gespräch.

fsc/sid/dpa



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