Kurzpässe Totti braucht Ruhe, Fukal einen neuen Club

Francesco Totti fühlt sich müde und steigt befristet aus der italienischen Nationalelf aus. Milan Fukal steigt bei Gladbach endgültig aus, während eine Investment-Gesellschaft bei West Ham United einsteigen will.


Hamburg - Mit Einverständnis des neuen Nationaltrainers Roberto Donadoni wird Francesco Totti in diesem Jahr kein Länderspiel mehr absolvieren. "Ich nehme mir eine längere Ruhepause", sagte der 29-jährige Weltmeister. "Ich habe der Nationalelf viel gegeben und möchte zurückkehren, wenn ich in einem besseren Zustand bin", so Totti weiter. Ursprünglich wollte Totti, der beim AS Rom unter Vertrag steht, nach der WM zurücktreten, aber der Nachfolger von Trainer Marcello Lippi hat ihn zum Weitermachen überredet.

Mittelfeldspieler Totti: Pause bis 2007
AFP

Mittelfeldspieler Totti: Pause bis 2007

Nicht weitermachen bei Borussia Mönchengladbach wird Milan Fukal. Gladbach bestätigte heute die Vertragsauflösung. Tschechischen Medienberichten zufolge wird der Abwehrspieler einen Dreijahresvertrag beim Erstligisten FK Jablonec unterzeichnen.

Arminia Bielefeld hat heute ein Testspiel gegen den Zweitligaclub Rot-Weiss Essen überraschend deutlich 2:4 (0:1) verloren. Vor rund 400 Zuschauern in Soest waren Marcel Ndjeng (49.) und Bernd Korzynietz (86.) die Bielefelder Torschützen. Für Essen waren Thomas Kläsener (29.), Paulo Sergio (53./58.) und Serkan Calik (64.) erfolgreich.

Der englische Uefa-Cup Teilnehmer West Ham United hat ein Übernahmeangebot erhalten. Wie die Vereinsführung heute bestätigte, plant eine Investment- Gesellschaft den Einstieg beim Premier-League-Club. Es gebe Verhandlungen in einem sehr frühen Stadium, bestätigte der Club in einer Stellungnahme. Eine Verbindung zu den gestrigen Verpflichtungen von Carlos Tevez und Javier Mascherano bestehe nicht.

Die fürstliche Entlohnung von Brasiliens ehemaligen Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira hat im Land seines neuen Arbeitgebers Südafrika einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Der 63-Jährige, der sein Amt erst am 1. Januar 2007 offiziell antritt, erhält beim kommenden WM-Gastgeber bis zur Endrunde 2010 monatlich umgerechnet 165.000 Euro und verdient damit in 30 Tagen mehr als Südafrikas Staatspräsident Thabo Mbeki im ganzen Jahr. Dies bezeichnete Roger de Sa, Trainer von Kapstadts Erstligisten Santos, als "schockierend, krank und obszön". Für die Zeitung "The Herald" ist das Salär "empörend". Und das Massenblatt " Daily Sun" rechnete vor, dass sich mit dem Gehalt monatlich 36 Häuser für Arme bauen ließen. Parreira traf heute zur Vertragsunterschrift in Johannesburg ein.

tsp/sid/dpa



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