Kurzpässe Viele Bewerber beim VfB, Littbarski nach Japan

Der Torhüterposten, der möglicherweise beim VfB Stuttgart zur nächsten Spielzeit frei wird, ist begehrt. Ein Schalker Keeper will trotzdem nicht wechseln. Pierre Littbarski freut sich über eine neue Arbeitsstelle in Fernost.


Hamburg - Der frühere Weltmeister Pierre Littbarski tritt erneut ein Traineramt in seiner Wahlheimat Japan an. Der 46-Jährige übernimmt den Erstliga-Absteiger Avispa Fukuoka vom 1. Februar 2007 an für elf Monate und wird damit die Nachfolge des zurückgetretenen Ryoichi Kawakatsu. Nach seiner Spieler-Karriere betreute Littbarski, der mit einer Japanerin verheiratet ist, bereits den J-League-Club FC Yokohama, mit dem er 1999 und 2000 die Meisterschaft gewann. Bis zum Mai dieses Jahres war Littbarski beim FC Sydney in Australien tätig. Doch trotz des gewonnenen Meistertitels hatte der gebürtige Berliner dort sein Engagement beendet.

96-Keeper Enke: Erste Gespräche mit Hannover
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96-Keeper Enke: Erste Gespräche mit Hannover

Nach dem bevorstehenden Abschied von Nationaltorwart Timo Hildebrand beim VfB Stuttgart bringen sich die ersten möglichen Nachfolger in Position. Raphael Schäfer scheint einem Wechsel vom 1. FC Nürnberg an den Neckar nicht abgeneigt. "Falls die Stuttgarter wirklich Interesse an mir haben, höre ich mir das natürlich gerne an", sagte der 27-Jährige den "Stuttgarter Nachrichten". Schäfer, der zur Zeit wegen eines Bänderanrisses pausiert, will bis Januar über eine Vertragsverlängerung bei den Nürnbergern entscheiden. "Ich hatte bisher gute Gespräche mit meinem Verein, aber der VfB wäre eine Alternative für mich", so Schäfer. Weil der 1. FCN eine Option bis 2008 ziehen kann, würde der Torwart Ablöse kosten.

Ablösefreie Kandidaten wären der Hannoveraner Robert Enke ("96 ist und bleibt mein erster Ansprechpartner"), Markus Pröll (Eintracht Frankfurt) und Nationaltorwart Jens Lehmann, der sich nach seiner Zeit beim FC Arsenal noch ein Bundesliga-Comeback vorstellen kann. Alle drei besitzen einen Vertrag bis zum Ende der laufenden Spielzeit.

Frank Rost hat beim FC Schalke 04 noch einen Vertrag bis 2009, doch die Anzeichen für einen vorzeitigen Wechsel verdichteten sich zuletzt, da der Keeper bei den Schalkern nur noch auf der Bank saß. Doch jetzt will der 33-Jährige davon nichts mehr wissen: "Ich gehe davon aus, dass ich bis 2009 bleibe", sagte der viermalige Nationalspieler gegenüber der Zeitung "RevierSport". Gleichzeitig übte Rost Kritik an S04-Manager Andreas Müller. "Ich erfahre alles nur aus den Medien, mit mir spricht Herr Müller ja nicht. Ich muss mir in meinem Urlaub wohl alle Zeitungen kaufen, um zu erfahren, wie der Stand der Dinge ist", sagte Rost, der zuletzt erklärt hatte, dass er kein Sitzfußballer sei und unbedingt spielen wolle.

In den ganzen Wirren hat sich Rost einen neuen Berater zugelegt: Rene C. Jäggi, ehemaliger Präsident des 1. FC Kaiserslautern. Dieser ließ verlauten: "Die Dinge haben Frank ein wenig überrollt, aber es ist sein Ziel, sich auf Schalke durchzusetzen. Er will nach seinem Urlaub neu angreifen und den Kampf um die Nummer eins im Schalker Tor annehmen."

fpf/sid/dpa



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